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Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2015/3000 m Hindernis der Männer

Der 3000-Meter-Hindernislauf der Männer bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2015 fand am 22. und 24. August 2015 in Peking, Volksrepublik China, statt.

Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2015
Leichtathletik
Disziplin 3000-Meter-Hindernislauf der Männer
Stadt China VolksrepublikVolksrepublik China Peking
Ort Nationalstadion Peking
Teilnehmer 42 Athleten aus 24 Ländern
Wettkampfphase 22. August 2015 (Vorrunde)
24. August 2015 (Finale)
Medaillengewinner
Gold Gold Ezekiel Kemboi (KeniaKenia KEN)
Silbermedaillen Silber Conseslus Kipruto (KeniaKenia KEN)
Bronzemedaillen Bronze Brimin Kiprop Kipruto (KeniaKenia KEN)
Finale 3000-m-Hindernis

Die Medaillengewinner dieses Wettbewerbs sowie darüber hinaus auch der Vierte kamen aus Kenia. Weltmeister wurde Ezekiel Kemboi vor Conseslus Kipruto und Brimin Kiprop Kipruto.

RekordeBearbeiten

Weltrekord Katar  Saif Saaeed Shaheen 7:53,63 min Brüssel, Belgien 3. September 2004
Meisterschaftsrekord Kenia  Ezekiel Kemboi 8:00,43 min WM in Berlin, Deutschland 18. August 2009

VorläufeBearbeiten

Aus den drei Vorläufen qualifizierten sich die jeweils drei Ersten jedes Laufes – hellblau unterlegt – und zusätzlich die sechs Zeitschnellsten – hellgrün unterlegt – für das Halbfinale.

Lauf 1Bearbeiten

 
Europameister Yohann Kowal aus Frankreich schied als Vierter seines Vorlaufs bereits in der Vorrunde aus
 
Der Spanier Fernando Carro erreichte nach Platz vier in seinem Vorlauf nicht das Halbfinale
 
Für den Kanadier Taylor Milne war Platz acht in seinem Vorlauf zu wenig, um ins Finale einzuziehen

22. August 2015, 10:25 Uhr (4:25 Uhr MESZ)

Platz Name Land Zeit (min)
1 Conseslus Kipruto Kenia  Kenia 8:41,41
2 Evan Jager Vereinigte Staaten  USA 8:41,51
3 Matthew Hughes Kanada  Kanada 8:41.52
4 Yoann Kowal Frankreich  Frankreich 8:41,65
5 Amor Ben Yahia Tunesien  Tunesien 8:43,11
6 Tafese Seboka Athiopien  Äthiopien 8:47,73
7 Hicham Sigueni Marokko  Marokko 8:49,73
8 Sebastián Martos Spanien  Spanien 8:50,20
9 Nikolai Tschawkin Russland  Russland 8:51,22
10 Abdelhamid Zerrifi Algerien  Algerien 8:51,89
11 Benjamin Kiplagat Uganda  Uganda 8:54,46
12 James Nipperess Australien  Australien 8:56,01
13 Mitko Zenow Bulgarien  Bulgarien 9:02,72
DNS Nelson Kipkosgei Cherotich Bahrain  Bahrain

Lauf 2Bearbeiten

22. August 2015, 10:40 Uhr (4:40 Uhr MESZ)

Platz Name Land Zeit (min)
1 Jairus Kipchoge Birech Kenia  Kenia 8:25,77
2 Bilal Tabti Algerien  Algerien 8:26,99
3 Donald Cabral Vereinigte Staaten  USA 8:27,33
4 Tolosa Nurgi Athiopien  Äthiopien 8:27.65
5 Hamid Ezzine Marokko  Marokko 8:29,26
6 Dikotsi Lekopa Sudafrika  Südafrika 8:37,43
7 Fernando Carro Spanien  Spanien 8:38,05
8 John Kibet Koech Bahrain  Bahrain 8:38,62
9 Ilgisar Safiullin Russland  Russland 8:39,58
10 Alex Genest Kanada  Kanada 8:52,49
11 Kaur Kivistik Estland  Estland 8:56,36
12 Gerald Giraldo Kolumbien  Kolumbien 9:16,47
13 Sapolai Yao Papua-Neuguinea  Papua-Neuguinea 9:51,09
DNS Mohamed Ismail Ibrahim Dschibuti  Dschibuti

Lauf 3Bearbeiten

22. August 2015, 10:55 Uhr (4:55 Uhr MESZ)

Platz Name Land Zeit (min)
1 Ezekiel Kemboi Kenia  Kenia 8:24,75
2 Brahim Taleb Marokko  Marokko 8:24,84
3 Brimin Kiprop Kipruto Kenia  Kenia 8:24,95
4 Krystian Zalewski Polen  Polen 8:25,10
5 Daniel Huling Vereinigte Staaten  USA 8:25,34
6 Hailemariyam Amare Athiopien  Äthiopien 8:25,36
7 Hicham Bouchicha Algerien  Algerien 8:30,07
8 Taylor Milne Kanada  Kanada 8:43,47
9 Jamel Chatbi Italien  Italien 8:47,30
10 Halil Akkaş Turkei  Türkei 8:54,04
11 Tumisang Monnatlala Sudafrika  Südafrika 8:55,25
12 Hashim Mohamed Salah Katar  Katar 9:17.35
DNF Roberto Alaiz Spanien  Spanien
DNS Jeroen D'hoedt Belgien  Belgien

FinaleBearbeiten

24. August 2015, 21:15 Ortszeit (15:15 MESZ)

Für diesen Wettbewerb waren wieder einmal in allererster Linie die Läufer aus Kenia die Favoriten. Vor allem Ezekiel Kemboi hatte alle großen Meisterschaften der letzten Jahre für sich entschieden. 2009, 2011 und 2013 war er Weltmeister geworden und 2012 Olympiasieger. Brimin Kipruto war Weltmeister von 2007, Vizeweltmeister von 2011 und Olympiafünfter von 2012. Conseslus Kipruto war der Vizeweltmeister von 2013. Außerdem war aus Kenia noch Jairus Birech mit dabei. Einer der ernsthaftesten Gegner für die Kenianer, der französische Europameister Yoann Kowal war bereits im Vorlauf ausgeschieden. So blieb vor allem der US-Amerikaner Evan Jager als Konkurrent für die Kenianer übrig, der sich mit guten Resultaten im Vorfeld ausgezeichnet hatte.

Die ersten Runden des Rennens verliefen in gemächlichem Tempo – erster km: 2:49,50 min / zweiter km: 2:47,27 min. Das Feld blieb eng zusammen, die Läufer bewegten sich breit gefächert zu zweit oder zu dritt nebeneinander. Die Kenianer und die beiden US-Amerikaner waren ständig ganz vorne zu finden. Ab Runde vier wurde es dann etwas schneller. Drei Kenianer führten vor Jager, dem Marokkaner Brahim Taleb, Jager und dem vierten Läufer aus Kenia. Doch bald nahmen die Führenden das Tempo wieder heraus, alles schob sich wieder so eng zusammen wie zuvor.

Wirklich schnell wurde es dann erst auf der letzten Runde. Nur noch Jager konnte den vier Kenianern zunächst noch folgen, während Taleb und noch mehr der Rest des Feldes immer weiter zurückfielen. Auf der Gegengeraden spurtete Kemboi an die Spitze und riss eine kleine Lücke zu seinen Gegnern. Doch C. Kipruto kam in der Zielkurve wieder heran. B. Kipruto folgte mit deutlichem Abstand, dahinter lag weitere sechs bis sieben Meter zurück Birech. Die Entscheidung um den Sieg fiel am letzten Hindernis, das Kemboi wesentlich besser meisterte als C. Kipruto. So gab es auf den ersten beiden Plätzen dieselbe Rangfolge wie 2013. Ezekiel Kemboi wurde erneut Weltmeister, Conseslus Kipruto Vizeweltmeister. Den letzten Kilometer hatte Kemboi in 2:34,51 min zurückgelegt Brimin Kipruto lief als Dritter ins Ziel, Jairus Birech als Vierter. So beherrschten die Kenianer wieder einmal das komplette Feld der Hindernisläufer. Die Ränge fünf und sechs belegten die beiden US-Amerikaner Daniel Huling und Evan Jager vor Brahim Taleb und dem Kanadier Matthew Hughes. Bester Europäer auf Platz neun war der Pole Krystian Zalewski.

Ezekiel Kemboi holte sich seinen bereits vierten Weltmeistertitel seit 2009. Darüber hinaus war er bei den Weltmeisterschaften 2003, 2005 und 2007 Vizeweltmeister und 2012 Olympiasieger gewesen.

Platz Athlet Land Zeit (min)
  Ezekiel Kemboi Kenia  Kenia 8:11,28
  Conseslus Kipruto Kenia  Kenia 8:12,38
  Brimin Kiprop Kipruto Kenia  Kenia 8:12,54
04 Jairus Kipchoge Birech Kenia  Kenia 8:12,62
05 Daniel Huling Vereinigte Staaten  USA 8:14,39
06 Evan Jager Vereinigte Staaten  USA 8:15,47
07 Brahim Taleb Marokko  Marokko 8:17,73
08 Matthew Hughes Kanada  Kanada 8:18,63 SB
09 Krystian Zalewski Polen  Polen 8:21,22 SB
10 Donald Cabral Vereinigte Staaten  USA 8:24,96
11 Hamid Ezzine Marokko  Marokko 8:25,72
12 Hailemariyam Amare Athiopien  Äthiopien 8:26,19
13 Bilal Tabti Algerien  Algerien 8:29,04
14 Hicham Bouchicha Algerien  Algerien 8:33,79
15 Tolosa Nurgi Athiopien  Äthiopien 8:44,81

Weblinks und QuellenBearbeiten

VideoBearbeiten