Leichtathletik-Europameisterschaften 2016/400 m Hürden der Männer

Der 400-Meter-Hürdenlauf der Männer bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2016 wurde vom 6. bis 8. Juli 2016 im Olympiastadion der niederländischen Hauptstadt Amsterdam ausgetragen.

23. Leichtathletik-Europameisterschaften
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Disziplin 400-Meter-Hürdenlauf
Geschlecht Männer
Teilnehmer 39 Athleten aus 21 Ländern
Austragungsort NiederlandeNiederlande Amsterdam
Wettkampfort Olympiastadion Amsterdam
Wettkampfphase 6. Juli (Vorläufe)
7. Juli (Halbfinale)
8. Juli (Finale)
Medaillengewinner
Goldmedaille Yasmani Copello (TurkeiTürkei TUR)
Silbermedaille Sergio Fernández (SpanienSpanien ESP)
Bronzemedaille Kariem Hussein (SchweizSchweiz SUI)

Europameister wurde der Türke Yasmani Copello. Er gewann vor dem Spanier Sergio Fernández. Bronze ging an den Titelverteidiger Kariem Hussein aus der Schweiz.

Bestehende RekordeBearbeiten

Weltrekord 46,78 s Vereinigte Staaten  Kevin Young OS Barcelona, Spanien 6. August 1992[1]
Europarekord 47,37 s Frankreich  Stéphane Diagana Lausanne, Schweiz 5. Juli 1995[2]
Meisterschaftsrekord 47,48 s Deutschland BR  Harald Schmid EM Athen, Griechenland 8. September 1982

Der bereits seit 1982 bestehende EM-Rekord kam auch bei diesen Europameisterschaften nicht in Gefahr.

Die deutlich schnellste Zeit erzielte mit 48,42 s der spätere Europameister Yasmani Copello im zweiten Semifinalrennen, der damit einen neuen türkischen Landesrekord aufstellte.

DurchführungBearbeiten

Für diese Disziplin kam zum ersten Mal ein neuer Austragungsmodus zur Anwendung. Die zwölf stärksten Athleten der europäischen Jahresbestenliste mussten in der Vorrunde noch nicht antreten, sondern stiegen erst im Halbfinale ein.

VorrundeBearbeiten

Die Vorrunde wurde in vier Läufen durchgeführt. Die ersten beiden Athleten pro Lauf – hellblau unterlegt – sowie die darüber hinaus vier zeitschnellsten Läufer – hellgrün unterlegt – qualifizierten sich für das Halbfinale.

Vorlauf 1Bearbeiten

6. Juli 2016, 17:05 Uhr

Platz Name Nation Zeit (s)
1 Thomas Barr Irland  Irland 50,17
2 Jaak-Heinrich Jagor Estland  Estland 50,54
3 Robert Bryliński Polen  Polen 50,74
4 Vít Müller Tschechien  Tschechien 50,80
5 Øyvind Kjerpeset Norwegen  Norwegen 51,05
6 Denys Nechyporenko Ukraine  Ukraine 51,53
7 Dany Brand Schweiz  Schweiz 51,60
 
Als Sechster seines Vorlaufs mit einer Zeit von über 53 Sekunden hatte Arnaud Ghislain keine Chance auf die Halbfinalteilnahme

Vorlauf 2Bearbeiten

6. Juli 2016, 17:11 Uhr

Platz Name Nation Zeit (s)
1 Tobias Giehl Deutschland  Deutschland 50,30
2 Mattia Contini Italien  Italien 51,26
3 Nicolai Trock Hartling Danemark  Dänemark 51,49
4 Paul Byrne Irland  Irland 53,12
5 Arnaud Ghislain Belgien  Belgien 53,65
DNF Anatoliy Synyanskyy Ukraine  Ukraine

Vorlauf 3Bearbeiten

6. Juli 2016, 17:17 Uhr

Platz Name Nation Zeit (s)
1 Patryk Adamczyk Polen  Polen 51,00
2 Mario Lambrughi Italien  Italien 51,06
3 Felix Franz Deutschland  Deutschland 51,21
4 Tibor Koroknai Ungarn  Ungarn 51,32
5 Dominik Hufnagl Osterreich  Österreich 51,88
6 Javier Delgado Spanien  Spanien 52,15
7 Jussi Kanervo Finnland  Finnland 52,35

Vorlauf 4Bearbeiten

6. Juli 2016, 17:23 Uhr

Platz Name Nation Zeit (s)
1 Martin Kučera Slowakei  Slowakei 49,56
2 Oskari Mörö Finnland  Finnland 50,37
3 Stanislav Melnykov Ukraine  Ukraine 50,57
4 Michal Brož Tschechien  Tschechien 50,83
5 Jānis Baltušs Lettland  Lettland 51,26
6 Maor Seged Israel  Israel 52,52
7 Jakub Smoliński Polen  Polen 53,27

HalbfinaleBearbeiten

Aus den drei Halbfinalläufen qualifizierten sich die jeweils ersten beiden Athleten – hellblau unterlegt – sowie die darüber hinaus zwei zeitschnellsten Läufer – hellgrün unterlegt – für das Finale.

Lauf 1Bearbeiten

7. Juli 2016, 16:15 Uhr

Platz Name Nation Zeit (s)
1 Karsten Warholm Norwegen  Norwegen 48,84 NR/NU23R
2 Kariem Hussein Schweiz  Schweiz 48,87
3 Jack Green Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 48,98
4 Martin Kučera Slowakei  Slowakei 49,08
5 Tobias Giehl Deutschland  Deutschland 49,50
6 José Reynaldo Bencosme Italien  Italien 49,77
7 Patryk Adamczyk Polen  Polen 50,12
8 Vít Müller Tschechien  Tschechien 50,20

Lauf 2Bearbeiten

7. Juli 2016, 16:22 Uhr

Platz Name Nation Zeit (s)
1 Yasmani Copello Turkei  Türkei 48,42 NR
2 Rhys Williams Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 49,22
3 Mamadou Kasse Hann Frankreich  Frankreich 49,28
4 Mario Lambrughi Italien  Italien 49,60
5 Jaak-Heinrich Jagor Estland  Estland 49,65
6 Michaël Bultheel Belgien  Belgien 49,72
7 Stanislav Melnykov Ukraine  Ukraine 51,06
DNF Mark Ujakpor Spanien  Spanien

Im zweiten Semifinale ausgeschiedene Läufer:

Lauf 3Bearbeiten

7. Juli 2016, 16:29 Uhr

Platz Name Nation Zeit (s)
1 Sergio Fernández Spanien  Spanien 49,20
2 Oskari Mörö Finnland  Finnland 49,37
3 Rasmus Mägi Estland  Estland 49,50
4 Tom Burton Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 49,71
5 Thomas Barr Irland  Irland 50,09
6 Robert Bryliński Polen  Polen 50,42
7 Mattia Contini Italien  Italien 50,78
8 Michal Brož Tschechien  Tschechien 50,85

FinaleBearbeiten

 
Europameister Yasmani Copello

8. Juli 2016, 19:40 Uhr

Platz Name Nation Zeit (s)
1 Yasmani Copello Turkei  Türkei 48,98
2 Sergio Fernández Spanien  Spanien 49,06
3 Kariem Hussein Schweiz  Schweiz 49,10
4 Oskari Mörö Finnland  Finnland 49,24
5 Rhys Williams Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 49,63
6 Karsten Warholm Norwegen  Norwegen 49,82
7 Martin Kučera Slowakei  Slowakei 49,82
DNF Jack Green Vereinigtes Konigreich  Großbritannien

WeblinksBearbeiten

VideoBearbeiten

Einzelnachweise und AnmerkungenBearbeiten

  1. IAAF Weltrekorde. 400 m Hürden Männer, abgerufen am 26. Februar 2020
  2. Progression of the European Outdoor Records, 400 m Hurdles Men, S. 18, spanisch/englisch (PDF, 271 kB), abgerufen am 26. Februar 2020