Leichtathletik-Europameisterschaften 2006/3000 m Hindernis der Frauen

Der 3000-Meter-Hindernislauf der Frauen bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2006 wurde am 10. und 12. August 2006 im Ullevi-Stadion der Stadt Göteborg ausgetragen.

19. Leichtathletik-Europameisterschaften
Logo der 19. Leichtathletik-Europameisterschaften
Disziplin 3000-Meter-Hindernislauf
Geschlecht Frauen
Teilnehmer 31 Athletinnen aus 20 Ländern
Austragungsort SchwedenSchweden Göteborg
Wettkampfort Ullevi-Stadion
Wettkampfphase 10. August (Vorläufe)
12. August (Finale)
Medaillengewinnerinnen
Goldmedaille Alessja Turawa (Weissrussland 1995Weißrussland BLR)
Silbermedaille Tatjana Petrowa (RusslandRussland RUS)
Bronzemedaille Wioletta Janowska (PolenPolen POL)
Das Ullevi-Stadion in Göteborg während der Europameisterschaften 2006

Der Wettbewerb stand für Frauen zum ersten Mal auf dem Programm von Europameisterschaften. Damit war im Bereich Laufen die letzte noch fehlende Angleichung des Angebots für Frauen an das der Männer vollzogen. Es gab jetzt nur noch eine Disziplin im Katalog von Europameisterschaften, die alleine den Männern vorbehalten war, das war das 50-km-Gehen. Auch diese Lücke wurde dann 2018 in Berlin geschlossen. Unterschiede gab es nun alleine bei den Gewichten von Wurfgeräten, in den Höhen der Hürden und der Länge der kurzen Hürdensprintstrecke, sowie schließlich im Mehrkampf.

Europameisterin wurde Weißrussin die Alessja Turawa, Schwester der Siegerin über 20-km-Gehen Ryta Turawa. Den zweiten Rang belegte die Russin Tatjana Petrowa. Die Polin Wioletta Janowska errang die Bronzemedaille.

RekordeBearbeiten

Bestehende RekordeBearbeiten

Weltrekord 9:01,59 min Russland  Gulnara Samitowa Heraklion, Griechenland 4. Juli 2004[1]
Europarekord
Meisterschaftsrekord Wettbewerb erstmals im Europameisterschaftsprogramm

Erste EuropameisterschaftsrekordeBearbeiten

Als erste EM-Rekorde gab es folgende Zeiten:

VorrundeBearbeiten

Die Vorrunde wurde in zwei Läufen durchgeführt. Die ersten vier Athletinnen pro Lauf – hellblau unterlegt – sowie die darüber hinaus vier zeitschnellsten Läuferinnen – hellgrün unterlegt – qualifizierten sich für das Halbfinale. Da der zweite Lauf der deutlich schnellere war, kamen alle über die Zeit für das Finale qualifizierten Athletinnen aus diesem Rennen.

Vorlauf 1Bearbeiten

10. August 2006, 10:05 Uhr

Platz Name Nation Zeit (min)
1 Tatjana Petrowa Russland  Russland 9:42,08 CR
2 Ljubow Iwanowa Russland  Russland 9:42,32
3 Katarzyna Kowalska Polen  Polen 9:42,50
4 Zulema Fuentes-Pila Spanien  Spanien 9:43,12
5 Roísín McGettigan Irland  Irland 9:47,37
6 Lívia Tóth Ungarn  Ungarn 9:48,10
7 Rosa María Morató Spanien  Spanien 9:52,02
8 Hatti Dean Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 9:52,97
9 Rasa Troup Litauen 1989  Litauen 9:53,14
10 Christin Johansson Schweden  Schweden 9:58,37
11 Agnes Tschurtschenthaler Italien  Italien 10:00,09
12 Ebba Stenbäck Morrison Schweden  Schweden 10:00,36
13 Dobrinka Schalamanowa Bulgarien  Bulgarien 10:01,56
14 Marzena Michalska Italien  Italien 10:11,21
15 Louise Mørch Danemark  Dänemark 10:29,12
16 Andrea Deelstra Niederlande  Niederlande 10:46,12

Vorlauf 2Bearbeiten

10. August 2006, 10:27 Uhr

Platz Name Nation Zeit (min)
1 Alessja Turawa Ukraine  Ukraine 9:37,01 CR
2 Wioletta Janowska Polen  Polen 9:37,39
3 Veerle Dejaeghere Belgien  Belgien 9:37,64
4 Jelena Sidortschenkowa Russland  Russland 9:38,53
5 Ida Nilsson Schweden  Schweden 9:40,31
6 Élodie Olivarès Frankreich  Frankreich 9:41,25
7 Cristina Casandra Rumänien  Rumänien 9:41,63
8 Miranda Boonstra Niederlande  Niederlande 9:45,87 NR
9 Diana Martín Spanien  Spanien 9:47,82
10 Verena Dreier Deutschland  Deutschland 9:48,90
11 Fionnuala Britton Irland  Irland 9:49,20
12 Elena Romagnolo Italien  Italien 9:52,38 NR
13 Iríni Kokkinaríou Griechenland  Griechenland 9:53,07 NR
14 Türkan Özata-Erişmiş Turkei  Türkei 10:21,36
DNF Inês Monteiro Portugal  Portugal

FinaleBearbeiten

 
Die fünftplatzierte Veerle Dejaeghere

12. August 2006, 16:15 Uhr

Der 3000-Meter-Hindernislauf der Frauen wurde erstmals im Rahmen der Europameisterschaften ausgetragen. Die Siegerin Alessja Turawa lief persönliche Saisonbestleistung; sie ist die Schwester der Geherin Ryta Turawa, die hier in Göteborg das 20-km-Gehen gewann.
In den Qualifikationswettbewerben wurden gleich drei Landesrekorde verbessert, und zwar durch die Niederländerin Miranda Boonstra mit 9:45:87 min– im Finale dann abgeschlagene Letzte, die Italienerin Elena Romagnolo – 9:52:38 min – und durch die Griechin Iríni Kokkinaríou – 9:53:07 min. Romagnolo und Kokkinaríou konnten sich jedoch nicht für das Finale qualifizieren. Im Finale fielen zwei weitere Landesrekorde. Ida Nilsson stellte als Siebte mit 9:39,24 min einen neuen schwedischen Rekord auf, Zulema Fuentes-Pila lief mit 9:40,36 min neuen spanischen Rekord.

Platz Name Nation Zeit (min)
1 Alessja Turawa Ukraine  Ukraine 9:26,05 CR
2 Tatjana Petrowa Russland  Russland 9:28,05
3 Wioletta Janowska Polen  Polen 9:31,62
4 Ljubow Iwanowa Russland  Russland 9:33,53
5 Veerle Dejaeghere Belgien  Belgien 9:35,78
6 Jelena Sidortschenkowa Russland  Russland 9:38,05
7 Ida Nilsson Schweden  Schweden 9:39,24 NR
8 Zulema Fuentes-Pila Spanien  Spanien 9:40,36 NR
9 Katarzyna Kowalska Polen  Polen 9:42,89
10 Cristina Casandra Rumänien  Rumänien 9:42,94
11 Élodie Olivarès Frankreich  Frankreich 9:52,69
12 Miranda Boonstra Niederlande  Niederlande 10:20,01

WeblinksBearbeiten

VideoBearbeiten

Einzelnachweise und AnmerkungenBearbeiten

  1. IAAF Weltrekorde. 3.000 m Hindernis Frauen, abgerufen am 29. November 2019