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Lebensweltlich orientierte Räume (LOR) sind eine räumliche Grundlage für die Planung, Prognose und Beobachtung demografischer und sozialer Entwicklungen in Berlin. Sie wurden zwischen den planenden Fachverwaltungen des Senats, den Bezirken und dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg einheitlich abgestimmt und am 1. August 2006 per Senatsbeschluss festgelegt.[1]

AufgabeBearbeiten

Ziel der Festlegung von LOR ist es, die lebensweltliche Homogenität von Gebieten abzubilden und gleichzeitig die Vergleichbarkeit der Planungsraumeinheiten zu wahren. Kriterien für ihre Abgrenzung sind unter anderem einheitliche Baustrukturen oder Milieubildung, wichtige Straßen und Verkehrstrassen sowie natürliche Barrieren, aber auch eine Begrenzung der jeweiligen Einwohnerzahl. Damit hat Berlin verbesserte Analyse-, Prognose- und Planungsgrundlagen geschaffen, die z. B. für Stadtplanung, Gesundheits- und Sozialplanung, Jugendhilfeplanung oder Spielplatzplanung von Bedeutung sind.[2]

Die Lebensweltlich orientierten Räume bestehen aus drei Ebenen:

  • 448 Planungsräume (PLR)[3][4]
  • 138 Bezirksregionen (BZR)[5]
  • 060 Prognoseräume (PRG)[6]

VerwendungBearbeiten

LOR werden u. a. für das Monitoring Soziale Stadtentwicklung und für die Erarbeitung des Wohnatlas Berlin verwendet. Sie sind aber auch Grundlage für die kleinräumige Darstellung der Einwohnerzahl in den Berliner Bezirken.[7]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten