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Leśniewo (deutsch Leßnau) ist ein Dorf in der Landgemeinde Puck (Putzig) der polnischen Woiwodschaft Pommern.

Inhaltsverzeichnis

Geographische LageBearbeiten

Die Ortschaft liegt in der historischen Region Westpreußen, westlich der Danziger Bucht, etwa zwölf Kilometer nördlich der Stadt Wejherowo (Neustadt in Westpreußen) und fünfzig Kilometer nordnordwestlich von Danzig.

 
Lage der Ortschaft am Rand eines Waldgebiets

GeschichteBearbeiten

 
Leßnau (Lessnau) westlich der Danziger Bucht und nördlich von Neustadt in Westpreußen auf einer Landkarte von 1910.
 
Dorfkirche, erbaut 1892–1893 (bis 1945 evangelisch).
 
Dorfschule

Am Ende des 16. Jahrhunderts hieß der Ort Neu-Mechow, um 1661 wurde er Lisnewo genannt.[1] Im Jahr 1785 wird Lessnow oder Lesnau als ein königliches Erbpachtvorwerk mit 15 Feuerstellen (Haushaltungen) bezeichnet.[2] 1850 wird Leßnau ein Erbpachtgut genannt.[3] Im Jahr 1871 hat das Bauerndorf Lessnau 560 Einwohner, die in 107 Haushaltungen leben und auf 57 Wohngebäude verteilt sind.[4]

Bis 1919 gehörte das Dorf Leßnau zum Kreis Putzig im Regierungsbezirk Danzig der Provinz Westpreußen des Deutschen Reichs.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs musste das Kreisgebiet mit dem Dorf Leßnau aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags zum Zweck der Einrichtung des Polnischen Korridors an Polen abgetreten werden, mit Wirkung vom 20. Januar 1920 und ohne Volksabstimmung. Durch den Überfall auf Polen 1939 kam das Gebiet an das Reichsgebiet zurück und wurde dem Reichsgau Danzig-Westpreußen zugeordnet.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs besetzte im Frühjahr 1945 die Rote Armee das Kreisgebiet. Soweit die deutschen Einwohner nicht geflohen waren, wurden sie in der darauf folgenden Zeit aus Leßnau vertrieben.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner Anmerkungen
1864 587 [5]
1871 560 in 57 Wohngebäuden[4]
1905 552 [6]
1910 549 [7]

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://www.westpreussen.de/cms/ct/ortsverzeichnis/details.php?ID=3878
  2. Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preußen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom West-Preußischen Cammer-Departement, S. 117.
  3. Friedrich Wilhelm Massow: Alphabetisches Verzeichniß sämmtlicher Ortschaften des Preußischen Staates. Magdeburg 1850, S. 60.
  4. a b Hans Prutz: Geschichte des Kreises Neustadt in Westpreußen. Danzig 1872, S. 224, Nr. 104.
  5. Preußisches Finanzministerium: Die Ergebnisse der Grund- und Gebäudesteuerveranlagung im Regierungsbezirk Danzig. Berlin 1867, 7. Kreis Neustadt, S. 10, Nr. 93.
  6. http://wiki-de.genealogy.net/GOV:LESNAUJO94DQ@1@2Vorlage:Toter Link/wiki-de.genealogy.net (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  7. http://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900///gem1900.htm?westpreussen/rb_danzig.htm

Koordinaten: 54° 42′ N, 18° 14′ O