Hauptmenü öffnen

Laudenbach (Unterfranken)

Gemeinde im Landkreis Miltenberg in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Laudenbach
Laudenbach (Unterfranken)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Laudenbach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 45′ N, 9° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Miltenberg
Verwaltungs­gemeinschaft: Kleinheubach
Höhe: 127 m ü. NHN
Fläche: 4,94 km2
Einwohner: 1465 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 296 Einwohner je km2
Postleitzahl: 63925
Vorwahl: 09372
Kfz-Kennzeichen: MIL, OBB
Gemeindeschlüssel: 09 6 76 135
Gemeindegliederung: 1 Ortsteil
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Obernburger Straße 10
63925 Laudenbach
Website: www.laudenbach-am-main.de
Bürgermeister: Bernd Klein (FW)
Lage der Gemeinde Laudenbach im Landkreis Miltenberg
AschaffenburgLandkreis AschaffenburgLandkreis Main-SpessartHohe Wart (gemeindefreies Gebiet)Gemeindefreies Gebiet ForstwaldGemeindefreies Gebiet Hohe BergCollenbergDorfprozeltenAltenbuchWörth am MainWeilbach (Bayern)Sulzbach am MainStadtprozeltenSchneeberg (Unterfranken)RüdenauRöllbachObernburg am MainNiedernbergNeunkirchen (Unterfranken)MönchbergMömlingenMiltenbergLeidersbachLaudenbach (Unterfranken)Klingenberg am MainKleinwallstadtKleinheubachKirchzellHausen (bei Aschaffenburg)GroßwallstadtGroßheubachFaulbachEschau (Unterfranken)Erlenbach am MainElsenfeldEichenbühlBürgstadtAmorbachAmorbachHessenBaden-WürttembergKarte
Über dieses Bild
Laudenbach in der Spessartkarte von Paul Pfinzing von 1594 (Norden ist rechts)
Luftbild 2008
Ortszentrum, Luftbild 2008
Blick zur Kirche

Laudenbach ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Miltenberg und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Kleinheubach.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Laudenbach liegt direkt am westlichen Ufer des bayerischen Untermains zwischen Miltenberg und Obernburg und grenzt an den Odenwald. An das Straßenverkehrsnetz ist der Ort gut über die B 469 angeschlossen, das Zentrum des Rhein-Main-Gebietes kann per Auto und Bahn schnell erreicht werden.

Der topographisch höchste Punkt der Gemeindegemarkung befindet sich mit 413 m ü. NN am Berg „Auf der Höhe“, südlich von Laudenbach, der niedrigste liegt im Main auf 120,5 m ü. NN.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde Laudenbach ist nicht in Ortsteile unterteilt.[2]

NachbargemeindenBearbeiten

Die Gemarkung von Laudenbach stößt nördlich (mainabwärts) an die Nachbargemeinde Klingenberg am Main, mit dem Ortsteil Trennfurt und auf der anderen Mainseite an die Wüstung Grubingen, östlich an den Main und die Gemarkung von Großheubach, mainaufwärts (südlich) an Kleinheubach und im Westen an das Bundesland Hessen mit Michelstadt und der Gemarkung des Ortsteiles Vielbrunn. Mit dem Odenwald ist Laudenbach über eine Kreisstraße und die Weiler Brunnthal und Bremhof verbunden.

NameBearbeiten

EtymologieBearbeiten

Seinen Namen hat Laudenbach vom gleichnamigen Laudenbach,[3] der im Ort in den Main mündet.

Frühere SchreibweisenBearbeiten

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[3]

  • 1133 Lůtenbach
  • 1144 Lutenbach
  • 1212 Ludenbach
  • 1248 Lůtinbach
  • 1252 Lutinbach
  • 1291 Lutenbach
  • 1315 Laudenbach
  • 1542 Lautenbach
  • 1625 Laudenbach

GeschichteBearbeiten

Während der Zeit der Stammesherzogtümer gehörte der Ort zum Herzogtum Franken. Mit Vertrag vom 29. Januar 1817 gelangte Laudenbach zusammen mit den Orten Umpfenbach, Windischbuchen und Reichartshausen im Tausch gegen Dorndiel, Mosbach und Radheim vom Großherzogtum Hessen an das Königreich Bayern. Im Jahr 1862 wurde das Bezirksamt Miltenberg gebildet, auf dessen Verwaltungsgebiet Laudenbach lag. Wie überall im Deutschen Reich wurde 1939 die Bezeichnung Landkreis eingeführt. Laudenbach war nun eine der 31 Gemeinden im Altkreis Miltenberg. Dieser schloss sich am 1. Juli 1972 mit dem Landkreis Obernburg am Main zum neuen Landkreis Miltenberg zusammen.

EingemeindungenBearbeiten

Der zu Vielbrunn gehörende Weiler Brunnthal in Hessen, wird von Laudenbach aus mitverwaltet.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Es gibt eine leichte Zunahme der Einwohnerzahl in den letzten Jahren, die vor allem auf die Erschließung neuer Baugebiete (z. B. Sommerberg II, Bocksberg) zurückzuführen ist.

PolitikBearbeiten

Der Gemeinderat besteht aus zwölf Mitgliedern. Amtierender Bürgermeister ist Bernd Klein von den Freien Wählern.

Sitzverteilung Gemeinderat 2014
   
Insgesamt 12 Sitze
Parteien und Wählergemeinschaften %
2014[4]
Sitze
2014
%
2008[5]
Sitze
2008
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 21,7 3 18,08 2
CSU Christlich-Soziale Union in Bayern 32,9 4 36,89 4
FWG Freie Wählergruppe 45,4 5 45,03 6
gesamt 100,0 12 100,0 12
Wahlbeteiligung in % 70,9 % 76,04 %

InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Der Haltepunkt Laudenbach (b Kleinheubach) liegt an der Maintalbahn (AschaffenburgWertheim). Am östlichen Ortsrand von Laudenbach verläuft die Bundesstraße 469 und die Kreisstraße MIL3 führt Richtung Westen in den Odenwald nach Vielbrunn. Der nächste Autobahnanschluss 57 (Kreuz Stockstadt am Main) der Bundesautobahn 3 ist über die B 469 ca. 31 km entfernt.

RadfernwegeBearbeiten

Durch den Ort entlang des Mains führen folgende Radwanderwege:

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

  • Die Mittelschule Kleinheubach unterhält in Laudenbach eine Außenstelle für den Primärbereich.
  • Die Kindertagesstätte Karolusheim.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

MusikBearbeiten

  • Musikverein Harmonie
  • Sängerlust Laudenbach
  • INTAKT – der Chor

VereineBearbeiten

  • Freiwillige Feuerwehr
  • Heimat- und Geschichtsverein
  • Turnverein
  • Angelsportverein ASV Laudenbach am Maintalradweg
  • Motorradclub
  • Fußballverein Kickers 1949 Laudenbach
  • Bogenschützenverein

BauwerkeBearbeiten

Schloss LaudenbachBearbeiten

 
Schloss Laudenbach

Seit 1315 waren die Reichsfreiherren von Fechenbach über 600 Jahre lang Orts- und später Schlossherren. Die Witwe des Feldmarschall-Leutnants Reichart von Fechenbach, Josepha geb. von Eyb, ließ das heutige Barockschloss zwischen 1717 und 1747 erbauen. Das Hauptgebäude besteht aus zwei rechtwinklig zusammenstoßenden zweigeschossigen Flügeln. Die Schlosskapelle ließ 1755 der spätere Titularbischof von Taenarum Johann Philipp Karl von Fechenbach errichten. Der Schlosskomplex liegt in einem malerischen Park mit seltenen Bäumen. Von 1923 bis 2001 war das Schloss als Erbe im Besitz der Freiherren von und zu Aufseß. 2002 erwarb Aloys-Konstantin Fürst zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg aus Kleinheubach das Schloss als Wohnsitz für seinen Sohn, Erbprinz Carl Friedrich (1966–2010), dessen Familie es bis heute bewohnt.

ParksBearbeiten

  • Schlosspark Laudenbach

NaturdenkmälerBearbeiten

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

  • Pfarr- und Kindergartenfest im Sommer
  • Mainuferfest des Fußballvereins im Sommer
  • Johannisfeuer des Gesangvereins
  • Maifeier des Musikvereins
  • Brunnenfest des Turnvereins
  • Anlassfahrt und Abschlussfahrt des Motorradclubs
  • Theaterveranstaltung der Theater Truppe Laudenbach seit mittlerweile weit über 40 Jahren. Meist im April/Mai

BildungBearbeiten

Grund- und Hauptschule innerhalb des Schulverbands Kleinheubach/Laudenbach/Rüdenau

KuriosesBearbeiten

Waren die Breitendieler die „Hasenbäuerli“, so waren die Laudenbacher die „Kröpfer“. Eine besonders beliebte Haustaubenrasse bei den Taubenzüchtern waren die Brünner Kröpfer. Später kamen dann die Reisetauben hinzu, man bildete Schlaggemeinschaften und erzielte Preise, Auszeichnungen und Trophäen. Den Spitznamen bzw. Ortsnecknamen hatten die „Laudenbacher Kröpfer“ schon lange von ihren Nachbarorten erhalten.[6]

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

  • Franz Ignatz Uhrig (* 1. März 1820 in Laudenbach; † 9. Februar 1861 in St. Louis), Brauer und Gastronom in St. Louis
  • Franz Joseph Uhrig (* 2. Juli 1808 in Laudenbach; † 2. Juli 1874), älterer Bruder von Ignatz, Transportunternehmer, Brauer und Gastronom in St. Louis

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. bayerische-landesbibliothek-online, abgerufen im Januar 2013
  3. a b Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 128 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Statistik kommunal 2015: Gemeinde Laudenbach, S. 10 des Bayerischen Landesamtes für Statistik; abgerufen am 2. Januar 2017
  5. Gemeinderatswahl 2008 - Laudenbach; abgerufen am 2. Januar 2017
  6. Werner Trost: Stampes, Worzelköpp und Staffelbrunzer, Lkr. Miltenberg 2003

WeblinksBearbeiten

  Commons: Laudenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien