Lateinamerikanische Literatur

bezeichnet die in den Sprachen Lateinamerikas verfasste Literatur

Lateinamerikanische Literatur bezeichnet die in den Sprachen Lateinamerikas verfasste Literatur, überwiegend in den romanischen Sprachen Spanisch und Portugiesisch, auch Französisch.[1] Die lateinamerikanische Literatur wurde als ein Schmelztiegel der Kulturen (crisol de culturas) bezeichnet.[2]

Je nach Definition werden neben der hispanoamerikanischen bzw. iberoamerikanischen Literatur die Literaturen in den vielen Sprachen der indigenen Ethnien Süd- und Mittelamerikas dazu gezählt, außerdem die afrobrasilianische Literatur (Poesia negra usw.).[3] Es gibt beispielsweise auch eine auf Spanisch verfasste lateinamerikanische Literatur in den Vereinigten Staaten.[4] und sich stattdessen die einseitige Orientierung an Europa – in Abkehr von spanischen Vorbildern vor allem am französischen Symbolismus – verstärkte. Während dieser und der Modernismo in der Lyrik dominierten, wurde die Epik der 1930er Jahre durch einen sozialrealistischen Stil, die der 1940er bis 1980er Jahre in vielen Ländern durch den Magischen Realismus geprägt. Zu diesem Boom trug die Entstehung eines globalen spanischsprachigen Buchmarktes im 20. Jahrhundert bei, der heute 550 Millionen potenzielle Leser umfasst. Jedoch wird der Magischen Realismus nach dem Abebben des auch von der US- und europäischen Nachfrage getriebenen Booms als Macondismo kritisch gesehen wird.

Historischer ÜberblickBearbeiten

Wichtige Momente der lateinamerikanischen Literatur sind die Ankunft der Vertreter der Kolonialmächte (Conquista), die Mission der Jesuiten, die zu eigenständigen Formen barocker Literatur führte, sowie die Unabhängigkeit der Länder von der Kolonialherrschaft.

19. JahrhundertBearbeiten

Die Ideen der Aufklärung wurden meist erst zeitgleich mit denen der Romantik – also während des Kampfes um die Unabhängigkeit und danach – rezipiert, und zwar vor allem von jesuitischen Reformern. Herders Historismus regte die Lateinamerikaner zum Überdenken ihrer Kultur, Sprache und historischen Identität an. Insbesondere befreiten die französische Revolution und der Sturz Ferdinand VII. das Denken im spanischen Mutterland wie in den Kolonien von klerikalen Fesseln, förderten aber die Wissenschaftsgläubigkeit. Auch die Rezeption der Werke Alexander von Humboldts trug zur Stärkung eines kreolischen Selbstbewusstseins bei; Simón Bolívar empfing aus ihnen viele Anregungen.

RomantikBearbeiten

Die Befreiungskriege waren vom Aufschwung der nationalen Romantik begleitet.[5] Im frühen 19. Jahrhundert suchte die Erzählliteratur Lateinamerikas Anschluss an europäische Vorgaben der Romantik und entwickelte nebenbei eine eigene mit lokalen Themen verbundene Prosa. Die Romantik war für lateinamerikanischen Schriftsteller bedeutsam, da sie die Befreiung des Individuums thematisierte. Die koloniale Prägung hatte die Menschen an Traditionen und Klassizismus gebunden. Nun konnten sie dieser Gebundenheit durch die Literatur entfliehen. So wurden erstmals die aktuelle Geschichte und damit verbundene Probleme niedergeschrieben. In dieser Zeit entflammte der Kampf für die Gleichberechtigung der indigenen Bevölkerung, in dessen Zusammenhang die Gattung des Sklavenromans (novela abolicionista) entstand, die von dem Kubaner Felix Tanco y Bosmeniel (1797–1871) begründet wurde (Petrona y Rosalía 1838). Ein weiteres Beispiel hierfür ist der Roman Francisco von Anselmo Suárez y Romero (1818–1878).

Das Individuum mit seiner inneren Welt steht im Mittelpunkt der romantischen Literatur. Insbesondere der Liebesroman erlangte große Bedeutung. Dabei geht es meist um eine tragische, unerfüllte Liebe, die mit dem Tod beider Protagonisten enden kann. Neben der Liebe wird auch der Natur nun eine größere Bedeutung beigemessen. In der Lyrik und Prosa finden sich detailreiche, idyllische Naturbeschreibungen wieder, die neben der Beschreibung der Naturphänomene auch den Gefühlszustand des Schriftstellers widerspiegeln. Diese Merkmale der Romantik kehren u. a. häufig in den Werken des Argentiniers José Mármol wieder. Weitere Vertreter der Romantik in Lateinamerika sind Esteban Echeverría (Argentinien), Jorge Isaacs (Kolumbien) und Juan León Mera (Ecuador).

Mit dem Costumbrismo entstand seit den 1830er Jahren eine in ganz Lateinamerika (auch in Brasilien) verbreitete realistische Erzählströmung, die die agrarische Prägung der jungen Staaten widerspiegelte und sich teils romantischer Motive bediente. Sie herrschte in regionalen Variationen lange auf dem gesamten Halbkontinent vor. Die Einflüsse des Positivismus, Darwinismus und Rassentheorien führten gegen Ende des Jahrhunderts zu einer systematischen Abwertung der Kultur der Indigenen, die man in der Literatur häufig als eine zum Untergang verurteilte Rasse darstellte.

In der Folge prägten sich regionale bzw. nationale Literaturtraditionen immer deutlicher aus. Die jungen Nationalliteraturen emanzipierten sich immer stärker von spanischen bzw. portugiesischen Vorbildern. Der Begriff „Lateinamerika“ und seine Verwendung anstelle des Begriffs Iberoamerika reflektierte diesen Prozess, der zur stärkeren Orientierung an französischen Vorbildern des Symbolismus und Naturalismus führte. Zur Entstehung dieser Nationalliteraturen trugen die relativ relativ geringen kulturellen Austauschbeziehungen zwischen den lateinamerikanischen Staaten bei, die durch die zu Europa und später zu den USA ersetzt wurden. Erste Zweifel an der Rolle ihrer nationalistischen weißen Eliten werden in den ironischen Werken des brasilianischen Autors Joaquim Maria Machado de Assis deutlich, Zweifel an den republikanischen Idealen und am positivistischen Fortschrittsglauben artikuliert der (selbst vom Darwinismus beeinflusste) Soziologe und Ingenieur Euclides da Cunha. Die gänzliche kulturelle Unabhängigkeit des Kontinents forderte Ende des 19. Jahrhunderts José Martí.

Die Anfänge des ModernismoBearbeiten

Eine bedeutende Rolle spielte im gesamten 19. und frühen 20. Jahrhundert die Poetik, zunächst in Form der nationalromantischen, später der subjektivistisch-symbolistischen Lyrik, deren Vertreter hochangesehen waren und oft kulthaft gefeiert wurden. Die Krisen der Jahrhundertwende begünstigten die Flucht in das Ideal zweckfreier Schönheit, die von der oft kryptischen Lyrik des Modernismo angestrebt wurde. Der Modernismo war anfangs noch eine romantische Bewegung mit dem Anspruch, eine zweite Renaissance zu schaffen. Er war geprägt von außerordentlicher Kreativität, von Selbstquälerei bis hin zu Todessehnsucht, aber auch durch Negierung der realen Welt der Kriege, Tyranneien und Revolutionen. Er begab sich nicht in die Niederungen des realen Lebens.[6] Bald jedoch wurde er prägend für das lateinamerikanische Selbstverständnis und spielte eine bedeutende Rolle im Identitätsbildungsprozess vieler lateinamerikanischer Länder. Ausschlaggebend dafür war das Trauma des Spanisch-Amerikanischen Krieges von 1898, der mit der Niederlage Spaniens, dem Verlust seiner letzten Kolonien (Kuba, Philippinen) und der Etablierung der USA als Vormacht in der Karibik endete, aber zum Widerstand der sich rasch politisierenden Literaten gegen den angloamerikanischen Utilitarismus und Imperialismus führte.[7] Der Modernismo gilt als die erste eigenständige literarische Bewegung Lateinamerikas und wirkte stark auf das Mutterland zurück. Als ihr wichtigster Vertreter gilt der Nicaraguaner Rubén Darío.

Metaphorisch wurde dieser Konflikt dargestellt durch den Rückgriff auf zwei Gestalten Shakespeares: das Ungeheuer Caliban als Personifizierung des US-Imperialismus und die spirituelle Gegenfigur, die Luftgeist Ariel, der der lateinischen Wertewelt zugeschrieben wurde. Programmatisch wurde das im Roman Ariel des Uruguayers José Enrique Rodó im jahr 1900 dargelegt. Immer mehr Intellektuelle aller politischen Richtungen wendeten sich gegen den politischen und Kulturimperialismus der USA und besannen sich auf Geschichte und Dichtung der Inkas und Azteken und verbanden diese auf nicht unproblematische Weise mit der spanischen Conquista als Odisea cirolla („kreolische Odyssee“). Die blutige und heroisch anmutende Vergangenheit der spanischen und der lateinamerikanischen Nationen reizte die dichterische Vorstellungskraft, war aber durchaus antidemokratisch und elitär und taugte nicht als Wegweiser für politische Aktion, auch wenn dies beabsichtigt war.[8]

20. JahrhundertBearbeiten

Der Modernismus entging jedoch nicht den Einfüssen der angloamerikanischen Literatur. Dieser amerikanisierte Modernismo legte alles Überspannte und Romantische ab und widmete sich der Schilderung des Alltagslebens in den verschiedenen Regionen. Aus der Dichtung verschwanden „Schwäne, Glanz, Edelsteine und erhabene Gefühle.“ Dafür erschienen essbare Tiere, die Schicksale der Armen, sexuelle Nöte (so bei Graciliano Ramos) und das süße Leben in tropischen Gassen. Die Protagonisten waren Barbiere, Bürgermeister, Händler, Pfarrer, Buchdrucker oder Landarbeiter – dieselben Figuren, die später bei García Márquez erscheinen. Zu nennen sind vor allem der Kolumbianer Luis Carlos López (1883–1950) undd der Mexikaner Ramón López Velarde (1888–1921).[9]

RealismusBearbeiten

Seit den 1930er Jahren des 20. Jahrhunderts – nach der Weltwirtschaftskrise – weitete sich das Themenspektrum der lateinamerikanischen Literatur erheblich. Neben der Natur, der Revolution, den Mythen der Indigenen, dem Leben in der Wildnis, auf den Haziendas und in den Kleinstädten fokussierte die lateinamerikanische Literatur nun das Elend auf dem Lande, insbesondere das der Indigenen, und zunehmend auch die sozialen Probleme der Arbeiter und Angestellten in den Großstädten. Dies erfolgte zunächst in sachlich-realistischer Weise wie in Europa und Nordamerika. Durch lang anhaltende Phasen der Diktatur in vielen Ländern und massenhafte Exilierung der Intellektuellen kam es zu einem stärkeren Austausch zwischen den lateinamerikanischen Literaturen und zu einer kreativen Diversifizierung der Stile. Die Erfahrung der Unterdrückung und das Exil führten nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer Politisierung der Literatur bis hin zur satirischen Kannibalisierung und Karnevalisierung der chaotischen Geschichte und der sich wiederholenden politischen Krisen.

 
Gabriel Garcia Marquez erhielt 1982 den Nobelpreis für Literatur für seine Werke, „in denen sich das Phantastische und das Realistische […] vereinen, die Leben und Konflikt eines Kontinents widerspiegeln“.

Magischer RealismusBearbeiten

Seit den 1960er Jahren gewann die lateinamerikanische Literatur stark an internationaler Popularität, insbesondere aufgrund der Entwicklung der als „magischer Realismus“ (span. realismo mágico, mit negativer Konnotation auch als Macondismo) bekannten Stilrichtung. Der Realismus wurde durch die Phantastik ergänzt. Man spricht von einer Boom-Generation. Das stark gestiegene Interesse an lateinamerikanischen Autoren hat Autoren wie Augusto Roa Bastos aus Paraguay, Jorge Luis Borges, Ernesto Sabato und Julio Cortázar aus Argentinien, Carlos Fuentes aus Mexiko, Mario Vargas Llosa aus Peru, Pablo Neruda aus Chile und Gabriel Garcia Marquez aus Kolumbien weltweite Anerkennung gebracht.[10]

Die Militärdiktaturen der 1960er bis 1980er Jahre zwangen zahlreiche Autoren ins Exil. Die Rückkehr veränderte die kulturelle Landschaft Lateinamerikas tiefgreifend und führte zu einer langen Phase der Aufarbeitung dieser Phase.[11]

Zur nächsten Generation von Autoren nach dem frühen Boom und der Phase der Diktaturen zählen Autoren wie Roberto Bolaño, Isabel Allende, Elena Poniatowska, Giannina Braschi, Junot Diaz, und Luisa Valenzuela. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts fand auch Juan Carlos Onetti aus Uruguay Anerkennung.

GegenwartBearbeiten

Seit den 1990er Jahren führten Migration und Globalisierung zu neuen kulturellen Grenzüberschreitungen und damit zur zunehmenden Hybridisierung und Transkulturalität der lateinamerikanischen Literatur(en), wobei die US-Literatur, die internationale Popkultur und die Kultur der Indigenen wichtige Beiträge leisten.[12] Im 21. Jahrhundert differenziert sich die lateinamerikanische Literatur immer stärker thematisch und nach Genren (postmoderne, postkoloniale, dystopische, Horrorliteratur, Science Fiction, Thriller, Chroniken, Biographien usw.) sowie nach Medien (Internetliteratur: Blogs, Mikroerzählungen). Der Essayistik kommt weiterhin eine bedeutende Rolle zu.

Internationale Position der lateinamerikanischen LiteraturBearbeiten

Sechs lateinamerikanische Autoren haben den Nobelpreis für Literatur erhalten: die chilenische Dichterin Gabriela Mistral (1945), der guatemaltekische Romancier Miguel Asturias (1967), der chilenische Dichter Pablo Neruda (1971), der kolumbianische Schriftsteller Gabriel Garcia Marquez (1982), der mexikanische Dichter Octavio Paz (1990) und der peruanische Schriftsteller Mario Vargas Llosa (2010).[13]

Verschiedene Autoren wurden mit dem spanischen Premio Cervantes, dem portugiesischen Prémio Camões oder anderen hochrangigen internationalen Literaturpreisen ausgezeichnet.

In der UNESCO-Sammlung repräsentativer Werke (Collection UNESCO d'œuvres représentatives) gibt es eine Iberoamerikanische Reihe (Série ibéro-américaine). Aufnahme fanden darin unter anderem Andrés Bello (Naissance d'une pensée latino-américaine), Flor Romero de Nohra (Crépitant tropique. Roman. Un village colombien à l'heure de la guérilla), das Manuscrit Tovar: origines et coyances des indiens du Mexique, eine Bolivar-Auswahl, Concolorcorvo (Itinéraire de Buenos-Aires à Lima[14]), Juan Zorrilla de San Martín (Tabaré), Gabriel René Moreno (Les derniers jours de la colonie dans le Haut-Pérou), Josué Montello (Les Tambours noirs : la saga du nègre brésilien), José Enrique Rodó (Motifs de Protée), Horacio Quiroga (Contes d'amour, de folie et de mort), Domingo Faustino Sarmiento (Facundo), John Lloyd Stephens (Aventures de voyage en pays maya), Alonso de Ercilla y Zúñiga (La Araucana : le cycle de Lautaro), Garcilaso de la Vega (Commentaires royaux sur le Pérou des Incas), Bernardino de Sahagún (Tenochtitlan México, ed. Jacques Donvez), Joaquim Maria Machado de Assis (Quincas Borba) u. a.

Kleine lateinamerikanische Verlage vertreiben die Bücher ihrer Autoren selten in den Nachbarländern. So führt der Weg zum internationalen Erfolg viele lateinamerikanische Schriftsteller erst einmal nach Spanien, dessen Verlage damit eine starke Position bei der Auswahl der zu veröffentlichenden Titel innehaben, oder in die USA. Immer mehr Autoren gehen mit Übersetzungen ihrer Titel sofort auf den englischsprachigen Markt. Von dort kehren die Bücher jedoch selten in die Heimatländer der Autoren zurück. Der in Argentinien geborene Anthropologe und Kulturtheoretiker Néstor García Canclini (* 1939)[15] spricht in diesem Zusammenhang von mercados colonizados: Im Ausland werde darüber entschieden, was in Lateinamerika gelesen wird. Daher schreiben immer mehr lateinamerikanische Autoren implizit für die kosmopolitischen Mittelschichten.

ÜbersichtBearbeiten

Indigene Sprachen Lateinamerikas: siehe unter Anfänge der lateinamerikanischen Literatur

Portugiesisch: Brasilianische Literatur

Spanisch: Argentinische LiteraturBolivianische LiteraturChilenische LiteraturKolumbianische LiteraturLiteratur Costa RicasKubanische LiteraturDominikanische Literatur siehe Karibische LiteraturEcuadorianische LiteraturGuatemaltekische LiteraturHonduranische Literatur (Schriftsteller) – Mexikanische LiteraturLiteratur NicaraguasPanamaische Literatur siehe PanamaParaguayische LiteraturPeruanische LiteraturPuertorikanische Literatur siehe Karibische LiteraturSalvadorianische LiteraturUruguayische LiteraturVenezolanische Literatur

Französisch usw.: Literatur von Französisch-GuayanaLiteratur von GuadeloupeHaitianische LiteraturLiteratur von Martinique – siehe Karibische Literatur

Afrobrasilianische Literatur

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Einzelnachweise und FußnotenBearbeiten

  1. Siehe auch frankokaribische Literatur, davon beeinflusst das haitianische Kreol usw.
  2. Rubén Bareiro Saguier: La Literatura latinoamericana: crisol de culturas (unesdoc.unesco.org), S. 27
  3. Vgl. z. B. die Auswahl-Bibliographie (unesdoc.unesco.org)
  4. Vgl. z. B. Thorsten Thiel: There is More than One Site of Resistance: Ironie und Parodie im zeitgenössischen Roman der Chicanos/as. Heidelberg: Winter, 2003 (American Studies, Band 98)
  5. Emilio Carilla: El romanticismo en la América Hispánica. (1958) 3. Auflage Madrid 1975.
  6. Granés 2022, S. 21.
  7. Granés 2022, S. 23.
  8. Granés 2022, S. 29 ff.
  9. Granés 2022, S. 32.
  10. vgl. Martin, Gerald (1984), "Boom, Yes; 'New' Novel, No: Further Reflections on the Optical Illusions of the 1960s in Latin America", Bulletin of Latin American Research (Blackwell Publishing) . — Т. 3 (2): 53–63
  11. Luis Roniger, Leonardo Senkman, Saúl Sosnowski, Mario Sznajder: Exile, Diaspora, and Return: Changing Cultural Landscapes in Argentina, Chile, Paraguay, and Uruguay. Oxford UP, 2018.
  12. Eva Gugenheim, Kathrin Sartingen; Hybridität - Transkulturalität - Kreolisierung: Innovation und Wandel in Kultur, Sprache und Literatur Lateinamerikas. (=Atención! Jahrbuch des Österreichischen Lateinamerika-Instituts Bd. 14) LIT Verlag Münster 2011.
  13. All Nobel Prizes in Literature
  14. vgl. Klaus-Dieter Ertler: Kleine Geschichte des lateinamerikanischen Romans. 2002, S. 59. ff.
  15. N. García Canclini: Latinoamericanos buscando lugar en Este siglo. Barcelona 2002.