Hauptmenü öffnen

Langendamm (Nienburg/Weser)

Ortsteil der Stadt Nienburg/Weser

Langendamm ist ein Ortsteil der Kreisstadt Nienburg/Weser des gleichnamigen Landkreises in Niedersachsen und hat etwa 2700 Einwohner.

Langendamm
Wappen von Langendamm
Koordinaten: 52° 37′ 9″ N, 9° 15′ 13″ O
Höhe: 51 m ü. NN
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 31582
Vorwahl: 05021
Langendamm (Niedersachsen)
Langendamm

Lage von Langendamm in Niedersachsen

GeographieBearbeiten

Langendamm liegt südostwärts der Stadt Nienburg/Weser an der Bundesstraße 6 im Zentrum Niedersachsens zwischen Hannover (50 km) und Bremen (70 km).

GeschichteBearbeiten

 
St.Johannis-Kirche

Der Ortsteil Langendamm wurde erstmals 1531 als „Langen Damm“ erwähnt. Das ist bis heute der älteste Hinweis auf den „Langen Damm“ in der Reihe der Grenzmarkierungen zwischen der Grafschaft Hoya und dem Fürstentum Calenberg. Die erste urkundliche Feststellung der Ansiedlung erfolgt in einer Kopfsteuerbeschreibung von 1664.

1935 wurde die Munitionsanstalt (MunA) der Wehrmacht errichtet. Durch den Bau von Fabrikhallen, Unterkünften und Baracken stieg die Bevölkerungszahl von Langendamm. Vieles aus dieser Zeit prägt auch heute noch das Bild des Ortsteiles. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahmen die britischen Streitkräfte große Teile der alten Munitionsanlage und nutzten sie zeitweise auch als Flüchtlingslager.

1956 kam die Bundeswehr nach Langendamm. Sie ist in der Clausewitz-Kaserne bis heute ansässig. Stationiert sind u. a. das Bataillon Elektronische Kampfführung 912 und das Multinational CIMIC Command.

Im Jahr 1974 wurde die Samtgemeinde „Im Wohlde“ (Schessinghausen, Husum, Linsburg, Groß Varlingen, Langendamm) aufgelöst. Langendamm wurde am 1. März 1974 in die Stadt Nienburg/Weser eingegliedert.[1][2]

PolitikBearbeiten

Die neun Sitze des Ortsrates verteilen sich wie folgt:

  • zwei Sitze SPD
  • vier Sitze CDU
  • zwei Sitze Wählergemeinschaft
  • ein Sitz Bündnis 90 Grüne

Ortsbürgermeister ist Wilhelm Schlemermeyer (CDU).[3]

WappenBearbeiten

 
Ehemaliges Gemeindewappen

Das Wappen ist in zwei Felder geteilt, wobei das obere gespalten ist. Es zeigt auf der linken Seite auf goldenem Grund einen nach rechts gewendeten, rotbewehrten (mit roter Zunge und rotem Schnabel), schwarzen Adlerkopf. Im rechten oberen Feld befindet sich auf rotem Grund ein silberner nach links gewendeter Pferdekopf. Das untere Feld trägt entsprechend dem von Lehrer Stelling ausgearbeiteten Entwurf auf grünem Grund unter einem silbernen Balken eine liegende Wolfsangel.

Das Wappen für die Gemeinde Langendamm wurde im Oktober 1963 von der Hannoverschen Regierung genehmigt.[4]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

Im östlichen Teil von Langendamm findet man heute noch viele alte Fabrikhallen aus der Zeit der MunA.

NaturdenkmälerBearbeiten

 
Der Giebichenstein bei Stöckse

Sehenswert ist der Giebichenstein, bei dem es sich um einen riesigen Findling handelt, der während der Saalekaltzeit vor rund 250.000 Jahren als Teil einer Moräne abgelagert wurde. Der Stein im Waldgebiet Krähe bei Stöckse ist der größte seiner Art in Niedersachsen.

SportBearbeiten

In Langendamm gibt es einen Dartverein, Skatverein und den SCB Langendamm als Breitensportverein (Fußball, Billard, Handball, Tennis, Turnen, Tischtennis und Faustball). Die erste Mannschaft der Sparte Billard spielt in der 2. Bundesliga (Dreiband).

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

 
Richtfunkturm der Bundeswehr

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

Langendamm ist Standort der Bundeswehr und einer Stützpunktfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Nienburg/Weser.

BildungBearbeiten

In Langendamm gibt es sowohl eine Grund- als auch eine Realschule.

VerkehrBearbeiten

Langendamm ist über die Bundesstraße 6, welche durchgehend bis Hannover 4-spurig ist, erreichbar. Durch Langendamm führt die Bahnstrecke Nienburg–Minden, allerdings halten dort keine Züge mehr.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. [1]
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 198.
  3. Ortsrat Langendamm
  4. Wilhelm Stelling: Aus der Geschichte eines Dorfes