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Langenau

Stadt in Baden-Württemberg, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Langenau
Langenau
Deutschlandkarte, Position der Stadt Langenau hervorgehoben
Koordinaten: 48° 30′ N, 10° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Alb-Donau-Kreis
Höhe: 458 m ü. NHN
Fläche: 75 km2
Einwohner: 15.247 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 203 Einwohner je km2
Postleitzahl: 89129
Vorwahlen: 07345, 07348Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: UL
Gemeindeschlüssel: 08 4 25 072
Stadtgliederung: 4 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1
89129 Langenau
Website: www.langenau.de
Bürgermeister: Daniel Salemi
Lage der Stadt Langenau im Alb-Donau-Kreis
Landkreis BiberachLandkreis EsslingenLandkreis GöppingenLandkreis HeidenheimLandkreis ReutlingenUlmAllmendingen (Württemberg)Allmendingen (Württemberg)Altheim (Alb)Altheim (bei Ehingen)Altheim (bei Ehingen)Amstetten (Württemberg)AsselfingenBallendorfBalzheimBeimerstettenBerghülenBernstadt (Alb)BlaubeurenBlausteinBreitingenBörslingenDietenheimDornstadtEhingen (Donau)Ehingen (Donau)EmeringenEmerkingenErbach (Donau)GriesingenGrundsheimHausen am BussenHeroldstattHolzkirchHüttisheimIllerkirchbergIllerriedenLaichingenLangenauLauterach (Alb-Donau-Kreis)LonseeMerklingenMunderkingenNeenstettenNellingenNerenstettenOberdischingenObermarchtalOberstadionÖllingenÖpfingenRammingen (Württemberg)RechtensteinRottenackerSchelklingenSchnürpflingenSetzingenStaigUntermarchtalUnterstadionUnterwachingenWeidenstettenWesterheim (Württemberg)WesterstettenBayernKarte
Über dieses Bild
Langenau um 1900

Langenau ist eine Stadt im baden-württembergischen Alb-Donau-Kreis in Deutschland.

Mit 15.329 Einwohnern ist Langenau nach Ehingen und Blaustein die drittgrößte Stadt im Alb-Donau-Kreis.

GeographieBearbeiten

Langenau liegt am Rande der Schwäbischen Alb, nordöstlich und in direkter Nachbarschaft zu Ulm und dem bayerischen Elchingen. Durch Langenau fließt der Fluss Nau.

NachbargemeindenBearbeiten

Die Stadt grenzt im Norden an Nerenstetten und Öllingen, im Osten an Rammingen, im Süden an die Stadt Leipheim und Elchingen (beide in Bayern) sowie an Ulm, im Westen an Beimerstetten und Bernstadt.

StadtgliederungBearbeiten

Langenau besteht aus der Kernstadt, den drei bis 1972 selbständigen Gemeinden Albeck, Göttingen, Hörvelsingen, sowie den Weilern Osterstetten, Stuppelau und Witthau. Dazu kommen noch die Aussiedlerhöfe wie Kornberghöfe, Fischerhöfe, Riedhöfe, Daunerhof, Sixenmühle, Staudenhöfe, Boschhof, Laurenhof, St. Nikolaushof, Schammenhöfe, Hartgartenhöfe und Heiler Winkel-Höfe.

GeschichteBearbeiten

VorgeschichteBearbeiten

Langenau liegt im ostalamannischen Raum, wo der Brauch des Pferdeopfers und der Pferdebestattung besonders häufig geübt wurde. 1971 wurden zwei, 1990 drei Begräbnisplätze archäologisch untersucht.[2] Die vorgefundenen Pferdebestattungen zeigen anschaulich die alamannischen Bestattungsriten.[3]

MittelalterBearbeiten

Benannt wurde die Siedlung nach dem Fluss Nau als Naue oder wie erstmals in einer Urkunde vom 9. September 1003 als Nawe.[4]

Langenau gehörte im Hochmittelalter zum Herzogtum Schwaben. König Konrad III. hielt in Langenau im Jahre 1150 eine Reichsversammlung ab. Grundbesitz und Ortsherrschaft wechselten 1238 von den Grafen von Dillingen zu den Herren von Albeck, im Erbgang um 1250 an die Markgrafschaft Burgau und 1293 an die Grafen von Werdenberg-Albeck. 1376 bestätigte Kaiser Karl IV. für Langenau die Stadtrechte, jedoch schon 1377 fiel Langenau an die Reichsstadt Ulm, die das Stadtrecht für Langenau aufhob und es zum Sitz eines Amtmanns aus Ulm machte. Im Ort erlangte das Gewerbe der Weberei lang anhaltende Bedeutung, was jedoch die Beschäftigten den starken Konjunkturschwankungen des Textilhandels aussetzte. Die daraus folgende Unzufriedenheit veranlasste auch einige Langenauer Weber, sich den Aufständischen im Bauernkrieg anzuschließen. Nach der Beteiligung an der Plünderung des Klosters Elchingen wurden die Aufständischen 1525 in der Schlacht bei Leipheim geschlagen.

Frühe NeuzeitBearbeiten

1531 führte Ulm in Langenau die Reformation ein. Im Dreißigjährigen Krieg musste Langenau wegen ständiger Truppendurchzüge und Einquartierungen schwere Belastungen hinnehmen. Ähnliches war auch in der Zeit der folgenden Kabinettskriege und während der Koalitionskriege immer wieder zu erdulden.

Württembergische ZeitBearbeiten

Während der Mediatisierung fiel Langenau 1802 zunächst an das Kurfürstentum Bayern und 1810 auf Grund des Grenzvertrags von 1810 an das Königreich Württemberg. Die Gemeinde wurde gemäß der neuen württembergischen Verwaltungsgliederung dem Oberamt Ulm zugeordnet und 1848 zur Stadt erhoben. Die Zahl der überwiegend evangelischen Einwohner betrug in diesem Jahr rund 3.600. Im 19. Jahrhundert war die Stadt Langenau bedeutender Standort eines wöchentlich stattfindenden Fruchtmarkts. Ab dem Jahr 1875 erfolgte der Anschluss an das Netz der Württembergischen Eisenbahn.

Bei der Kreisreform während der NS-Zeit in Württemberg gelangte Langenau 1938 zum Landkreis Ulm.

NachkriegszeitBearbeiten

Nach dem Zweiten Weltkrieg fiel die Stadt Langenau in die Amerikanische Besatzungszone und kam somit 1945 zum neu gegründeten Land Württemberg-Baden, welches 1952 im Land Baden-Württemberg aufging.

Im Zuge der Gemeindegebietsreform in Baden-Württemberg wurden am 29. Februar 1972 die Gemeinden Albeck und Hörvelsingen sowie am 1. April 1972 die Gemeinde Göttingen nach Langenau eingemeindet[5] und die somit vergrößerte Stadt 1973 im Rahmen der Kreisreform in Baden-Württemberg dem neuen Alb-Donau-Kreis angegliedert.

PolitikBearbeiten

VerwaltungsverbandBearbeiten

Langenau ist Sitz des Gemeindeverwaltungsverbands Langenau, dem neben der Stadt Langenau die Gemeinden Altheim (Alb), Asselfingen, Ballendorf, Bernstadt, Börslingen, Breitingen, Holzkirch, Neenstetten, Nerenstetten, Öllingen, Rammingen, Setzingen und Weidenstetten angehören.

BürgermeisterBearbeiten

Der Bürgermeister wird für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Diese endete bei Wolfgang Mangold am 30. April 2016.

Am 1. Mai 2016 trat Daniel Salemi das Amt des Bürgermeisters an.[6][7] Er war im Februar 2016 mit 51,9 % der Stimmen gewählt worden.

GemeinderatBearbeiten

In Langenau wird der Gemeinderat nach dem Verfahren der unechten Teilortswahl gewählt. Dabei kann sich die Zahl der Gemeinderäte durch Überhangmandate verändern. Der Gemeinderat in Langenau hat nach der letzten Wahl 24 Mitglieder (vorher 25). Er besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte zu folgendem vorläufigen Endergebnis.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2019
Sitze
2019
%
2014
Sitze
2014
Kommunalwahl 2019
 %
40
30
20
10
0
36,2 %
24,1 %
17,5 %
22,2 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+1,8 %p
-5,5 %p
-3,7 %p
+7,4 %p
FWG Freie Wählergemeinschaft Langenau 36,2 9 34,4 9
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 24,1 6 29,6 7
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 17,5 4 21,2 5
GUL Grün-Unabhängige Liste 22,2 5 14,8 4
gesamt 100,0 24 100,0 25
Wahlbeteiligung 62,7 % 52,26 %

WappenBearbeiten

  • Das Wappen der Stadt Langenau von 1855 zeigt in geteiltem, unten gespaltenem Schild oben in Gold ein springendes schwarzes Pferd. Unten vorne in Rot an drei Ringen hängend eine dreilatzige, golden befranste silberne Lehnsfahne, hinten von Schwarz und Silber geteilt. Das springende Pferd macht auf die einst in Langenau bedeutende Pferdezucht aufmerksam. Die Kirchenfahne verweist auf die Werdenberger als Herren von Albeck. Die Farben Schwarz und Silber deuten auf die Zugehörigkeit zur freien Reichsstadt Ulm von 1377 bis 1802 hin.
  • Das 1933 festgelegte Wappen von Albeck zeigt in gespaltenem Schild vorne in Rot eine silberne heraldische Lilie (Lilienstab), hinten in Silber zwei rote Schrägbalken.
  • Das Göttinger Wappen ist von Rot und Gold durch Lilienschnitt geteilt.
  • Das Hörvelsinger Wappen zeigt unter schwarzem Schildhaupt, belegt mit einem goldenen Linsenstängel, der auf den früheren Linsenanbau hindeutet, in Blau die dreilappige rote Lehnsfahne der Pfalzgrafen von Tübingen, von denen ein Zweig das Adelsgeschlecht der Werdenberger bildete.

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Langenau unterhält gemeindepartnerschaftliche Beziehungen zu Albeck in Kärnten (Österreich), Langenau, Ortsteil Brand-Erbisdorfs in Sachsen (Deutschland), Bridgend in Wales (Vereinigtes Königreich) sowie Somberek im Komitat Baranya (Ungarn).

Politischer ExtremismusBearbeiten

In Langenau waren sowohl rechts- als auch linksextreme Gruppen aktiv.[8] So tauchten in der Vergangenheit immer wieder Sprühereien mit kommunistischen bzw. nationalsozialistischen Inhalten auf. So sollen dort Alt-Nazis ansässig sein, die der neuen Generation materielle Unterstützung und Infrastruktur zur Verfügung stellen.[9] In der Vergangenheit kam es dadurch zu mehreren Demonstrationen und Kundgebungen nationalistischer Personen. Weiterhin finden in Langenau regelmäßig politische Aktionen mit dem Verweis auf ein Infoportal „Nationaler Sozialisten“ statt.[10] Besonders der Initiativkreis 8. Mai warnt vor diesen Zuständen.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

 
Bahnhof Langenau vor der Renovierung

Langenau ist durch die Bundesautobahnen 7 (FlensburgFüssen) und 8 (Luxemburg–Salzburg) nicht nur mit dem regionalen Straßennetz, sondern auch international mit Dänemark, Luxemburg und Österreich verbunden. Die meistgenutzte Notrufsäule Deutschlands befand sich 2013 bei Langenau an der A 7.[11]

Der ÖPNV wird durch den Donau-Iller-Nahverkehrsverbund gewährleistet. Über die Brenzbahn von Ulm nach Aalen ist Langenau an das überregionale Schienennetz angebunden.

Der Hohenlohe-Ostalb-Weg führt als Fernradweg von Rothenburg ob der Tauber durch die Stadt nach Ulm an die Donau.

WasserversorgungBearbeiten

Langenau gilt als einer der quellreichsten Orte Deutschlands. Hier ist auch die Hauptfassung des Zweckverbands Landeswasserversorgung angesiedelt, welche mehr als drei Millionen Einwohner in Baden-Württemberg mit Trinkwasser versorgt. Auch die Landeshauptstadt Stuttgart bezieht einen Teil ihres Trinkwassers aus Langenau.

Die westlichen Ortsteile Langenaus, Albeck, Göttingen und Hörvelsingen, werden durch den Zweckverband Wasserversorgung Ulmer Alb mit Trinkwasser versorgt[12] und gehören zum Bereich der Albwasserversorgung.

Ansässige UnternehmenBearbeiten

In Langenau ist der 1948 gegründete Outdoor-Versand Süd-West Versand GmbH ansässig, der auch einen Outletverkauf betreibt.[13] Außerdem hat das Schrotthandelsunternehmen Walter Kunze Group dort seinen Hauptsitz.[14] Auch die Finkbeiner Getränkelogistik hat ihren Stammsitz und das Zentrallager in Langenau. Von Langenau aus werden ca. 90 Standorte mit Getränken beliefert. Die meisten Märkte befinden sich in Württemberg und in Bayern-Schwaben. Direkt an der A7 liegt die Dachser Intelligent Logistics GmbH. Im Oktober 2012 investierte Dachser 26 Millionen Euro in 2 neue Lagerhallen. Mit mittlerweile ca. 60.000 Quadratmetern Lagerfläche gehört dieser Standort zu dem größten des Unternehmens. Von den insgesamt 115.000 Paletten-Stellplätzen sind 54.000 kühlbar. 50 Lkw können gleichzeitig an einem der 226 Verladetore andocken.

MedienBearbeiten

In Langenau erscheint die Tageszeitung Südwest-Presse, der eine wöchentliche Lokalausgabe „Langenau aktuell“ beiliegt.[15]

Ab 1860 erschien der wöchentlich erscheinende „Langenauer Anzeiger“, der ab 1889 täglich als „Ulmer Albzeitung“ vertrieben wurde.[16] Außerdem gibt es seit 1950 die lokale Zeitung „Heimat-Rundschau“. Sie erscheint einmal wöchentlich und hat eine Auflagenhöhe von ca. 5000 Stück.[17]

BildungBearbeiten

Langenau verfügt über drei Grundschulen, eine Förderschule, eine Werkrealschule, eine Realschule und das Robert-Bosch-Gymnasium.[18]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Wichtige Veranstaltungsorte in Langenau sind der Pfleghofsaal, der Zehntstadel in Langenau-Göttingen, die Martinskirche, das Helferhaus, die Holzwerkstatt, die Buchhandlung Mahr und der Bahnhof.

Oft werden in Langenau Kultur- bzw. Vortragsveranstaltungen in Zusammenarbeit verschiedener Institutionen durchgeführt. Meist kooperieren hierbei in wechselnden Konstellationen das Kulturamt, die Ulmer Volkshochschule (Fachbereich Alb-Donau-Kreis), die Buchhandlung Mahr, die Stadtbücherei und der Initiativkreis 8. Mai miteinander. Darüber hinaus sind auch die Evangelische Kirche, die Ökumene, Nau-Rock e. V., die Musikschule sowie verschiedene Gesangs- und Musikvereine wichtige Akteure im kulturellen Leben Langenaus.

Die meisten Veranstaltungen finden im Langenauer Pfleghof statt, der mit seinem hochwertigen Kulturprogramm überregionale Bedeutung hat. Hier finden jährlich zahlreiche Konzerte, Lesungen und Kabarettveranstaltungen statt, Filme werden von einem mobilen Kino regelmäßig gezeigt.

Vorträge und Podiumsdiskussionen werden ebenfalls überwiegend im Pfleghofsaal veranstaltet, vor allem durch die Ulmer Volkshochschule, den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), den Initiativkreis 8. Mai und die Menschen für den Frieden.

Außerdem gibt es in Langenau drei Museen: das Heimatmuseum, die Ungarndeutsche Heimatstuben und das Museum für Vor- und Frühgeschichte.

Religiöse BauwerkeBearbeiten

 
Blick auf die Martinskirche

Die evangelische Martinskirche mit barockem Hochaltar und dem Martinsturm stammt aus dem 14. bis 18. Jahrhundert. Sie wird im Volksmund die „obere Kirche“ genannt.

Die ebenfalls evangelische „untere Kirche“, die St. Leonhardskirche, stammt aus dem 17./18. Jahrhundert.

Die Friedhofskirche „St. Peter“, die von allen Konfessionen benutzt wird, wird im Volksmund auch „Peterskirche“ genannt.

Die katholische Kirche „Mater dolorosa“ stammt aus dem späten 20. Jahrhundert.[19]

Die scheinbar widersprüchlichen geographischen Angaben zu den Positionen der Kirchen beziehen sich nicht auf die Höhenmeter, auf denen die Kirchen stehen, sondern auf die Flussrichtung der Gewässer in Langenau. Aus der Fließrichtung ergab sich Obere und Untere Stadt. Dies sind die Ortsteile, in denen die Kirchen stehen.

ParksBearbeiten

Zu Langenau gehört der Stadtpark Wörth mit einem Mühlrad und einem See sowie einem Spielplatz.

SportBearbeiten

Mehrere Sportvereine, darunter der TSV Langenau, die HSG Langenau-Elchingen, der Tennisclub Langenau, der Wassersportclub Langenau, die DLRG Langenau und der FC Langenau bieten zahlreiche Sportangebote.

MusikBearbeiten

Mehrere Musikgruppen, darunter der Musikverein Langenau, Männer-Gesangverein Langenau 1868, Liederkranz 1858 Langenau und Evangelischer PosaunenChor Langenau bieten Angebote um musikalisch aktiv zu sein.

FesteBearbeiten

Jedes Jahr am letzten Wochenende vor den Sommerferien findet das traditionelle Kinderfest mit einem Umzug der Schulen statt. Der Ursprung des Kinderfestes kann man bis ins Jahr 1535 zurückverfolgen. Damals war es noch der Schülertanz. Im ausgehenden 19. Jahrhundert fand der „Schulertanz“ zunächst abwechselnd auf dem Burghof und der Reutte statt. 1894 verlegte der Gemeinderat den Festtag von Mittwoch auf Dienstag vor Pfingsten und setzte als dauernden Festplatz die Reutte fest. 1927 wurde der „Schulertanz“ dann auf den Sonntag nach Pfingsten verlegt und schließlich 1952 auf den zweiten Sonntag im Juli.

Seit 1992 findet alle zwei Jahre das Turmfest statt.

Ebenfalls alle zwei Jahre findet die Achhocketse statt. Das Fest wird vom Männer-Gesangverein Langenau organisiert und erinnert an den Brauch des Trogfahrens auf der Ach.

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

 
Robert Bosch 1888

LiteraturBearbeiten

  • Gertrud Beck u. a.: Langenau. Eine Stadt im Wandel der Zeit. Süddeutsche Verlagsgesellschaft, Ulm 1981, ISBN 3-88294-102-2.
  • Uwe Schmidt: Die Geschichte der Stadt Langenau – von den Römern bis heute. Konrad Theiss Verlag, 2000, ISBN 3-8062-1529-4.
  • Wolf-Henning Petershagen: Langenau im Spiegel seiner Familiennamen. Klemm & Oelschläger, Münster/ Ulm 2003, ISBN 3-932577-45-0.
  • Ulrich Klemm (Hrsg.): Langenau. Klemm + Oelschläger, Münster/ Ulm 2009, ISBN 978-3-932577-57-4.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Frieder Klein: Vorgeschichtliche und merowingerzeitliche Funde von Langenau, Alb-Donau-Kreis. In: Dieter Planck (Hrsg.): Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 1990. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1991, ISBN 3-8062-0872-7.
  3. Alamannen im Blick. Ausstellung im Museum. In: Südkurier. 14. Juli 2008.
  4. Historie. Stadt Langenau, abgerufen am 25. März 2018.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 457 f.
  6. Südwest Presse Online-Dienste GmbH: Daniel Salemi wird Bürgermeister von Langenau. In: swp.de. 14. Februar 2016 (swp.de [abgerufen am 8. November 2016]).
  7. PC-Wahl HTML-Modul, Berninger Software GmbH: Ergebnis Bürgermeisterwahl 2016 Langenau - Neuwahl. In: wahlen11.rz-kiru.de. Abgerufen am 8. November 2016.
  8. Petra Laible, Kurt Fahrner: Aufregung um Politparolen. Staatsschutz ermittelt wegen Schmierereien in Langenau. In: suedwest-aktiv.de. Südwest Presse, 16. September 2008, abgerufen am 19. April 2011.
  9. Peter Schumann: Ein Preis für Völkerverständigung. Initiativkreis 8. Mai aus Langenau wird heute ausgezeichnet - Aktiv gegen Rechtsradikalismus. In: suedwest-aktiv.de. Südwest Presse, 26. Juni 2008, abgerufen am 19. April 2011.
  10. Chronik brauner Aktivitäten in Baden-Württemberg 2009. (Memento des Originals vom 21. August 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.stattweb.de
  11. Notrufsäule trotz Smartphone – Meistgenutzte steht an der A7 – Immer wieder kuriose Anfragen. In: Allgemeine Zeitung Mainz. 23. April 2014, S. 32.
  12. Zweckverband Wasserversorgung Ulmer Alb
  13. Langenau: Am Anfang Pfadfinder ausgerüstet, Südwest-Presse, 6. Juli 2012.
  14. Langenau: Ausrangiert, ausgedient, aussortiert (Memento vom 24. September 2015 im Internet Archive)
  15. Mediadaten Langenau aktuell (PDF; 507 kB)
  16. Der Stadt- und der Landkreis Ulm: Allgemeiner Teil, S. 893 Online
  17. Langenau Zeitungen (Memento des Originals vom 24. Mai 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.langenau.de
  18. Langenau, Schulen (Memento des Originals vom 4. April 2017 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.langenau.de
  19. Katholische Kirchengemeinde
  20. Am Erker #70, S. 145