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Veranstaltung der TU Berlin im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften 2006

Eine Lange Nacht der Wissenschaften ist eine inzwischen etablierte Form der Öffentlichkeitsarbeit: Auf diese Weise präsentieren sich an größeren Wissenschaftsstandorten in Deutschland die lokalen wissenschaftlichen Einrichtungen mit Einblicken in ihre Forschungsschwerpunkte. Ähnliche Veranstaltungen gibt es in der Schweiz unter dem Namen „Nacht der Forschung“[1] und in Österreich als Lange Nacht der Forschung.

HerkunftBearbeiten

Das Veranstaltungsformat der Langen Nacht orientiert sich an der erfolgreichen „Langen Nacht der Museen“ in Berlin. Im Rahmen des Wissenschaftssommers 2000 in Bonn wurde es erstmals auf die wissenschaftlichen Einrichtungen übertragen. Im Jahr darauf folgte Berlin mit großer Resonanz: 61.972 Besuche wurden gezählt.

VerbreitungBearbeiten

 
Werbung am Ostasieninstitut der Hochschule Ludwigshafen am Rhein für die Nacht der Wissenschaften
 
Illuminiertes Hauptgebäude der Universität Hannover während der Nacht der Wissenschaften 2016

Neben Berlin wird das Format auch an anderen Wissenschaftsstandorten erfolgreich aktiv praktiziert, dazu zählen unter anderem:

Berlin und PotsdamBearbeiten

Die 9. „Lange Nacht der Wissenschaften“ in Berlin und Potsdam am 13. Juni 2009 bot mehr als 2.000 Programmpunkte von 67 Teilnehmern (inkl. ca. 353 Einrichtungen/Instituten) in 160 Gebäuden bzw. Veranstaltungsorten. 15 Sonder-Buslinien waren unterwegs. Ca. 238.750 Besuche wurden gezählt.

DresdenBearbeiten

Am 15. Juni 2018 fand die 16. Dresdner Lange Nacht der Wissenschaften unter dem Motto "Von 18 bis 1 macht jeder Science" statt. 39.000 Menschen[3] besuchten die insgesamt 730 Einzelveranstaltungen an 77 Orten in Dresden. Teilgenommen haben unter anderem die Technische Universität Dresden mit beiden Exzellenz-Clustern CRTD und cfaed, die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, die Berufsakademie Dresden, drei Max-Planck-Institute, drei Leibniz-Institute, das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme und zahlreiche forschungsnahe Unternehmen[4] wie T-Systems MMS, Robotron Datenbank Software, Bosch Sensortec, Infineon Technologies Dresden, VON ARDENNE und Globalfoundries. Organisiert wird die Veranstaltung vom Netzwerk „Dresden - Stadt der Wissenschaften“ und jungvornweg (Verlag für Jugendkommunikation).

Im Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik eröffneten die Direktoren Wieland B. Huttner und Marino Zerial gemeinsam mit Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden Dirk Hilbert die Dresdner Lange Nacht der Wissenschaften. Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus und medizinische Fakultät der Technischen Universität Dresden zeigten die neue Chirurgische Notaufnahme, die erst im August 2018 eröffnet wurde und den modernsten OP-Saal Europas[5].

Nürnberg, Fürth, ErlangenBearbeiten

Alle zwei Jahre präsentiert „Die Lange Nacht der Wissenschaften“ im Städtedreieck Nürnberg, Fürth und Erlangen Angebote aus Naturwissenschaft und Technik, Medizin und Gesundheit, sowie Geistes- und Gesellschaftswissenschaften. Die Veranstaltung wurde im Jahr 2003 begründet und verzeichnete an den ca. 130 Veranstaltungsorten insgesamt über 30.000 Besucher.[6] Die Besucher können sich sowohl von der Leistungsfähigkeit der sechs Hochschulen in den drei mittelfränkischen Großstädten überzeugen als auch Einsicht in die Forschungsfelder großer Einrichtungen gewinnen. Von den rund 350 Partnern, die von Hochschulinstitutionen über wissenschaftsnah arbeitende Unternehmen und öffentliche Einrichtungen bis hin zu Vereinen, Schulen und privaten Organisationen reichen, wurden 2019 insgesamt rund 1.000 Führungen, Vorträge, Ausstellungen, Diskussionen, Rundgänge, Experimente und Praxisbeispiele angeboten, wobei das Programm ein breites Spektrum von Astronomie bis Zoologie umfasst. Zusätzlich zum Abendprogramm gibt es seit der Langen Nacht der Wissenschaften 2005 von 14 bis 17 Uhr ein Kinderprogramm.

Die teilnehmenden Veranstaltungshäuser werden in der Langen Nacht der Wissenschaften durch ein Sonderbusnetz verbunden.

Wikipedia war 2017 als Gast im Dialysemuseum Fürth, 2019 im Museum für Kommunikation Nürnberg vertreten.

NordhausenBearbeiten

Die „Lange Nacht der Wissenschaften“ der Hochschule Nordhausen soll auf unterhaltsame Weise wissenschaftliche Themen und Informationen vermitteln, was in frei besuchbaren Vorträgen, Vorführungen und Workshops passiert. Die erste „Lange Nacht der Wissenschaften“ fand am 11. Oktober 2006 statt. Es folgten Veranstaltungen 2007, 2009 und 2011, die jeweils zwischen 2500 und 5000 Besucher anzogen.[7]

KonstanzBearbeiten

Seit 2010 veranstalten die Universität Konstanz, die Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG), die Pädagogische Hochschule Thurgau (PHTG), die Mainau GmbH sowie die Stadt Konstanz alle zwei Jahre die "Konstanzer Lange Nacht der Wissenschaft" mit Vorträgen, Diskussionen und Experimenten. Einer der Höhepunkte der Veranstaltung ist das Abschlussfest auf der Blumeninsel Mainau mit Live-Musik und Show-Einlagen. 2014 zählte die "Lange Nacht der Wissenschaft" rund 7.000 Besucher.[8]

Rhein-Neckar (Mannheim und Ludwigshafen am Rhein)Bearbeiten

Erstmals fand am 10. November 2018 eine Wissensnacht in der Rhein-Neckar-Region statt, die zusätzlich zu Hochschulen auch weitere Wissensbestände einbezog: jene von Handwerkern oder Sportlern beispielsweise. → www.Wissensnacht-Rhein-Neckar.de Eine Fortsetzung war für November 2019 geplant, musste jedoch auf 2020 verschoben werden.

Aus der Wissensnacht ist zudem das Konzept einer Virtuellen Wissensnacht entstanden, die im März 2019 stattfand.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Lange Nacht der Wissenschaften – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. «Nacht der Forschung» lockt 7000 Personen an. Der Bund, 24. September 2011, abgerufen am 2. Januar 2015.
  2. Nacht der Wissenschaft 2007 (Mannheim, Heidelberg, Ludwigshafen am Rhein) (Memento vom 10. Februar 2011 im Internet Archive)
  3. http://www.dnn.de/Dresden/Lokales/39-000-kamen-zur-Wissenschaftsnacht-Dresden
  4. Veranstalter. In: www.wissenschaftsnacht-dresden.de. Abgerufen am 11. Juli 2016.
  5. Uniklinikum zeigt erstmals Europas modernstes OP-Zentrum. (uniklinikum-dresden.de [abgerufen am 27. Juni 2018]).
  6. [1]
  7. nnz-online. Abgerufen am 18. November 2019.
  8. Großer Besucherandrang bei langer Wissenschaftsnacht