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1952Landtagswahl 19551960
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Gewinne und Verluste
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Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
b 1950: DV
      
Insgesamt 50 Sitze
Wahlplakat der CDU

Die Landtagswahl am 18. Dezember 1955 waren die dritten Wahlen im französischen Protektorat Saarland und die letzten Wahlen vor dem Beitritt des Saarlandes zur Bundesrepublik Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

AusgangslageBearbeiten

Nach der Landtagswahl 1952 hatten die Christliche Volkspartei des Saarlandes (CVP) und die Sozialdemokratische Partei des Saarlandes (SPS) eine Regierungskoalition gebildet. Ab 1954 regierte die CVP alleine.

Als Teil der Pariser Verträge wurde 1954 das Abkommen zwischen den Regierungen der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik über das Statut der Saar geschlossen, welches ein Europäisches Saarstatut vorsah: das Saarland bliebe demnach wirtschaftlich an Frankreich angebunden und würde nach außen durch einen Kommissar der Westeuropäischen Union vertreten. Über dieses Statut fand am 23. Oktober 1955 eine Volksabstimmung statt, in der 67,7 % der Saarländer das Statut ablehnten.

In der Folge trat Ministerpräsident Johannes Hoffmann zurück. Nachfolger wurde der parteilose Heinrich Welsch. Die Landtagswahlen wurden auf Dezember 1955 vorgezogen.

Im Vorfeld der Volksabstimmung wurden die für die Angliederung an Deutschland votierenden Parteien – die Demokratische Partei Saar (DPS), die Deutsche Sozialdemokratische Partei (DSP, später SPD Saarland) und die CDU Saar – zugelassen. Diese waren im Heimatbund zusammengeschlossen. Die DPS war seit 1951 verboten gewesen.

ErgebnisBearbeiten

Partei Stimmen Prozent Sitze
CDU 149.525 25,4 % 14 (+14)
DPS 142.602 24,2 % 13 (+13)
CVP 128.658 21,8 % 12 (–17)
DSP 84.414 14,3 % 7 (+7)
KP 38.698 6,7 % 2 (–2)
SPS 34.285 5,8 % 2 (–15)
DDU 5.121 0,9 %
CSU 3.795 0,6 %
ÜEVS 2.081 0,4 %

Ursprünglich wurden auf die CVP 13 Sitze und auf die DPS 12 Sitze verteilt. Nach einer Entscheidung der Verfassungskommission vom 19. April 1956 erhielt die DPS 13, die CVP 12 Sitze.

FolgenBearbeiten

Die Parteien des Heimatbundes konnten eine klare Mehrheit der Sitze gewinnen und bildeten daraufhin eine schwarz-rot-gelbe Koalition unter Führung von Hubert Ney (CDU), der am 10. Januar 1956 zum Ministerpräsidenten einer Heimatbundregierung gewählt wurde. Im Luxemburger Vertrag vom 27. Oktober 1956 wurde der Beitritt des Saarlandes zur Bundesrepublik Deutschland beschlossen.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Valentin Schröder: Deutschland seit 1945: Landtagswahlen Saarland. In: Wahlen in Deutschland. 23. April 2017, abgerufen am 11. Dezember 2018.