Lambertsberg

Gemeinde in Deutschland

Lambertsberg ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Arzfeld an.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Lambertsberg
Lambertsberg
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Lambertsberg hervorgehoben

Koordinaten: 50° 5′ N, 6° 23′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Arzfeld
Höhe: 480 m ü. NHN
Fläche: 3,67 km2
Einwohner: 386 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 105 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54649
Vorwahl: 06554
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 254
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Luxemburger Straße 6
54687 Arzfeld
Website: www.lambertsberg.de
Ortsbürgermeister: Jochen Schoden
Lage der Ortsgemeinde Lambertsberg im Eifelkreis Bitburg-Prüm
BitburgAuw bei PrümRoth bei PrümOlzheimNeuendorfKleinlangenfeldSchwirzheimBüdesheimWallersheimFleringenWeinsheimGondenbrettSellerichBuchetOberlascheidBleialfMützenichWinterscheidWinterspeltGroßlangenfeldBrandscheidPrümRommersheimGiesdorfHersdorfSeiwerathSchöneckenOberlauchNiederlauchOrlenbachWinringenDingdorfWatzerathPittenbachPronsfeldHabscheidMasthornHeckhuscheidMatzerathHeisdorfNimsreulandLaselWawernFeuerscheidNimshuscheidLützkampenGroßkampenbergKesfeldÜttfeldEuscheidStrickscheidLünebachLierfeldEilscheidDackscheidMerlscheidPintesfeldKinzenburgWaxweilerManderscheidLichtenbornArzfeldIrrhausenReiffSengerichLeidenbornHerzfeldEschfeldRoscheidHarspeltSevenig (Our)DahnenReipeldingenDaleidenDasburgPreischeidOlmscheidJuckenKickeshausenLauperathKrautscheidOberpierscheidNiederpierscheidLascheidHargartenLambertsbergMauelPlütscheidBurbachBalesfeldNeuheilenbachNeidenbachUschZendscheidSteinbornSankt ThomasMalbergweichMalberg (Eifel)KyllburgweilerSeinsfeldOberkailGransdorfGindorfPickließemOrsfeldKyllburgEtteldorfWilseckerBademSefferweichSeffernSchleidHeilenbachEhlenzOberweilerBickendorfNattenheimFließemRittersdorf (Eifel)LießemNiederweilerBiersdorf am SeeWiersdorfWißmannsdorfHamm (Eifel)EchtershausenBrechtFeilsdorfHütterscheidBaustertBrimingenMülbachOberweisBettingen (Eifel)OlsdorfWettlingenStockemHalsdorfEnzenDudeldorfGondorfMetterichHüttingen an der KyllRöhlScharfbilligSülmDahlemTrimportIdenheimIdesheimMeckelEßlingenOberstedemNiederstedemWolsfeldDockendorfIngendorfMesserichBirtlingenAltscheidBerkothNusbaumBiesdorfKruchtenHommerdingenHüttingen bei LahrMettendorfNiehlBurgLahrGeichlingenKörperichRoth an der OurGentingenAmmeldingen an der OurBerscheidBaulerWaldhof-FalkensteinKeppeshausenRodershausenGemündSevenig bei NeuerburgAfflerDauwelshausenScheitenkorbNasingenMuxerathObergecklerNiedergecklerSinspeltNiederradenKoxhausenHerbstmühleKarlshausenZweifelscheidLeimbachEmmelbaumAmmeldingen bei NeuerburgHeilbachUppershausenPlascheidHüttenNeuerburgScheuernFischbach-OberradenUtscheidWeidingenÜbereisenbachWallendorfBollendorfEchternacherbrückErnzenFerschweilerMindenMenningenEisenachGilzemKaschenbachNiederweisIrrelPrümzurlayAlsdorfHolsthumPeffingenSchankweilerSpangdahlemHerforstBeilingenPhilippsheimSpeicher (Eifel)PreistOrenhofenAuw an der KyllHostenNordrhein-WestfalenBelgienLuxemburgTrierLandkreis Trier-SaarburgLandkreis VulkaneifelLandkreis Bernkastel-WittlichKarte
Über dieses Bild
Lambertsberg

GeographieBearbeiten

Der Ort liegt in der Südeifel, am Rande des Deutsch-Luxemburgischen Naturparks. Lambertsberg besteht aus den Ortsteilen Lambertsberg und Greimelscheid. Zum Ortsteil Lambertsberg gehört auch der Wohnplatz „Im nächsten Busch“.[2]

55 % des Gemeindegebietes werden landwirtschaftlich genutzt, 33 % sind von Wald bestanden (Stand 2018).[3]

Im Nordwesten grenzt Lambertsberg an Hargarten, im Osten an Plütscheid, im Süden an Mauel und im Westen an Waxweiler.

GeschichteBearbeiten

Vor 1794 gehörte Lambertsberg zum Kondominium Pronsfeld, Greimelscheid dagegen gehörte zum Kurfürstentum Trier. Die verwaltungsmäßige Teilung der beiden Orte blieb auch, nachdem 1794 französische Revolutionstruppen das Linke Rheinufer einnahmen. Lambertsberg gehörte bis 1814 zur Mairie Waxweiler im Wälderdepartement, Greimelscheid zur Mairie Dingdorf im Saardepartement. Ebenso in der preußischen Zeit nach 1815: Lambertsberg gehörte von 1816 an zur Bürgermeisterei Waxweiler, Greimelscheid zur Bürgermeisterei Dingdorf, beide gehörten zum Kreis Prüm im Regierungsbezirk Trier.[4]

Lambertsberg und der heutige Ortsteil Greimelscheid wurden im Pfarrbezirk Lambertsberg im Bistum Trier vereint. Die erste urkundliche Erwähnung von Greimelscheid fand 1288 statt. Lambertsberg ist aus dem 1408 erstmals erwähnten Obergreimelscheid entstanden und wurde im 16. Jahrhundert umbenannt. Lambertsberg und Greimelscheid wurden zwar lediglich durch die heutige Landstraße getrennt, die aber auch die staatliche und kirchliche Grenzlinie für die verschiedenen Institutionen bildete.

Die heutige Ortsgemeinde wurde am 1. Januar 1968 aus den bis dahin eigenständigen Gemeinden Greimelscheid (damals 143 Einwohner) und Lambertsberg (206 Einwohner) neu gebildet.[5]

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Lambertsberg bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 96
1835 165
1871 160
1905 155
1939 178
1950 185
Jahr Einwohner
1961 186
1970 232
1987 299
2005 345
2011 348
2017 377

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Lambertsberg besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender.[6]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Rot ein silberner Göpel, vorne ein silberner Bischofsstab und eine silberne Lanze, hinten vier silberne vierstrahlige Sterne, je pfahlweise zu zweien schräg versetzt.“[7]
Wappenbegründung: Über 500 Jahre lang existierten die beiden Ortschaften nebeneinander. Das ältere Greimelscheid wurde um 1288 das erste Mal genannt. Lambertsberg entwickelte sich aus Obergreimelscheid, welches im Jahr 1408 erstmals Erwähnung fand. Die beiden Gemeinden lagen sich gegenüber, getrennt durch die heutige Landesstraße. Die Straße bedeutete nicht nur die Trennung der beiden Orte, sondern auch staatliche und kirchliche Grenzlinie, sodass man beim Überqueren der Straße schon in einen anderen Zuständigkeitsbereich trat. Erst nachdem Napoleon mit seinen Truppen abzog, kamen die beiden Orte gemeinsam zum Land Preußen und wurden auch im Pfarrbezirk Lambertsberg, im Bistum Trier, vereint.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

 
Lambertsberg, Wallfahrtskirche St. Lambertus, Außenansicht
 
Lambertsberg, Wallfahrtskirche St. Lambertus, Innenansicht

Sehenswert sind die Wallfahrtskirche St. Lambertus aus dem 15. Jahrhundert mit einer Außenkanzel aus dem Jahr 1618 und ein ehemaliges Marktkreuz von 1623 auf dem Kirchenvorplatz.

VeranstaltungenBearbeiten

  • Fastnacht: Der Lambertsberger Nachtumzug galt als einer der größten Fastnachtsumzüge der Südeifel bzw. des Kreises Bitburg-Prüm. Der Umzug fand traditionell am Karnevalsfreitag gegen Abend statt. Aus Platzgründen wird der Umzug heute nicht mehr ausgerichtet.
  • 1. Sonntag im August: Antik- und Trödelmarkt am Gemeindehaus.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

GewerbeBearbeiten

Lambertsberg ist heute eine landwirtschaftlich geprägte Wohngemeinde, die im Vergleich zu den umliegenden Gemeinden jedoch eine höhere Wirtschaftskraft aufweist.

Seit 1971, als noch 30 landwirtschaftliche Betriebe gezählt worden waren, hat die landwirtschaftlich genutzte Fläche von 260 ha auf 180 ha (2010) abgenommen, die von 6 Betrieben bewirtschaftet wurden.[3]

VerkehrBearbeiten

Durchquert wird die Ortschaft von der Landesstraße 12, die sie unter anderem mit Waxweiler und der 3 km östlich liegenden Anschlussstelle Waxweiler/Schönecken der Bundesautobahn 60 verbindet.

WeblinksBearbeiten

Commons: Lambertsberg – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2020, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2019[Version 2021 liegt vor.]. S. 95 (PDF; 3 MB).
  3. a b c Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Mein Dorf, meine Stadt. Abgerufen am 28. Februar 2020.
  4. Verwaltungszugehörigkeit der einzelnen Gemeinden. (PDF) Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm, abgerufen am 28. Februar 2020.
  5. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (Memento vom 22. Dezember 2017 im Internet Archive) (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 393). Bad Ems März 2006, S. 184 (PDF; 2,6 MB).  Info: Es liegt ein aktuelles Verzeichnis (2016) vor, das aber im Abschnitt „Gebietsänderungen – Territoriale Verwaltungsreform“ keine Einwohnerzahlen angibt.
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen.
  7. Lambertsberg - Geschichte. Verwaltungsgemeinde Arzfeld, abgerufen am 8. Februar 2021.