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Lahane Oriental
Der Palast von Lahane
Der Suco Lahane Oriental liegt im Süden des Verwaltungsamts Nain Feto.
Daten
Fläche 3,96 km²[1]
Einwohnerzahl 13.716 (2015)[1]
Chefe de Suco João Alves Araujo
(Wahl 2009)
Aldeias Einwohner (2015)[1]
Alcrin 1.988
Becoe 1.479
Dembata Bessi 1.119
Deposito Penal 2.084
Marabia 992
Metin 1.373
Monumento Calma 1.270
Rai Mean 77
Sare 363
Suhu Rama 413
Temporal 1.277
Tuba Rai 732
Vale de Lahane 549
Taibesi (Osttimor)
Taibesi
Taibesi
Koordinaten: 8° 34′ S, 125° 36′ O

Lahane Oriental ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Nain Feto (Gemeinde Dili) und ein Ortsteil der Landeshauptstadt Dili.

GeographieBearbeiten

Lahane Oriental
Orte Position[2] Höhe
Marabia 8° 34′ S, 125° 35′ O 155 m
Mota Ulun (West) 8° 34′ S, 125° 35′ O 261 m
Quintal Arbiro 8° 34′ S, 125° 35′ O 128 m
Taibesi 8° 34′ S, 125° 36′ O 155 m

Vor der Gebietsreform 2015 hatte Lahane Oriental eine Fläche von 3,29 km².[3] Nun sind es 3,96 km²,[1] womit Lahane Oriental etwa zwei Drittel von Nain Feto einnimmt. Der Suco bildet den Süden von Osttimors flächenmäßig kleinstem Verwaltungsamt. Nördlich liegen die Sucos Santa Cruz und Bemori. Ihm wurde nach der Unabhängigkeit Osttimors auch der Suco Inur Fuik angegliedert.[4] Im Westen grenzt Lahane Oriental an das Verwaltungsamt Vera Cruz mit seinen Sucos Mascarenhas und Lahane Ocidental. Die restliche Grenze teilt sich Lahane Oriental mit dem Verwaltungsamt Cristo Rei mit den Sucos Culu Hun im Nordosten, Becora im Süden und Balibar im Süden. Im Südosten berührt eine Spitze des Sucos die Gemeinde Aileu (Suco Talitu, Verwaltungsamt Laulara).[5] Einen Teil der Grenze zu Culu Hun bildet der Fluss Bemori.[6] An der Nordostecke Culu Huns trifft dieser mit dem Benamauc zusammen und fließt als Mota Claran in die Bucht von Dili. Das ganze System fällt allerdings außerhalb der Regenzeit trocken.[5]

Der Nordteil des urbanen Sucos ist dichter besiedelt, als der Süden, der noch über freie Flächen verfügt und mit Hügeln bereits deutlich höher liegt. Im Nordwesten liegen die Ortsteile Quintal Arbiro und Marabia, im Nordosten Taibesi (Taibessi, Taibesse,) und West-Mota Ulun (Motaulun Barat, Ost-Mota Ulun befindet sich in Becora) und im Süden Lahane Oriental. Im Norden liegt die Grundschule Escola Aituri Laran[7], im Süden eine medizinische Station.[6] 2017 wurde die Schule Amigos de Jesus in Taibesi eröffnet.[8]

Das Denkmal zum Gedenken der Opfer der japanischen Besatzung im Zweiten Weltkrieg wurde 1946 in Taibesi aufgestellt. Es besteht aus dem Wappen Portugals und zwei gekreuzten Gewehren. Nahe dem Markt von Taibesi (Mercado de Taibesi) liegt der Pura Girinatha, der einzige hinduistischer Tempel Osttimors. Im Westen von Taibesi befindet sich der Chinesische Friedhof von Dili. Auch der Palácio de Lahane, der alte Wohnsitz des portugiesischen Gouverneurs, liegt in Lahane Oriental.

Im Suco befinden sich die 13 Aldeias Alcrin, Becoe, Dembata Bessi, Deposito Penal, Marabia, Metin, Monumento Calma, Rai Mean, Sare, Suhu Rama, Temporal, Tuba Rai und Vale de Lahane.[9]

EinwohnerBearbeiten

 
Älteste von Lahane Oriental

Im Suco leben 13.716 Einwohner (2015), davon sind 7.149 Männer und 6.567 Frauen. Die Bevölkerungsdichte beträgt 3.459,3 Einwohner/km². Im Suco gibt es 1.988 Haushalte.[1] Über 93 % der Einwohner geben Tetum Prasa als ihre Muttersprache an. Über 3 % sprechen Mambai, Minderheiten Tetum Terik, Baikeno, Kemak, Makasae oder Bunak.[10]

GeschichteBearbeiten

 
Der Pura Girinatha, der hinduistische Tempel Dilis

In Tabesi befand sich das portugiesische Hauptarsenal. Bei Ausbruch des Bürgerkrieges zwischen FRETILIN und União Democrática Timorense UDT 1975, erbeuteten hier FRETILIN-Kämpfer unter dem Unteroffizier Ponciano dos Santos große Mengen an Waffen und Munition.[11]

Am 10. Juni 1980 griffen FALINTIL-Einheiten den Fernsehsender in Marabia, und andere strategische Orte am Rande der Hauptstadt Dili an. Es war der erste größere Angriff gegen die indonesischen Besatzer seit der fast völligen Zerschlagung der Widerstandsbewegung im Jahre 1978. Das indonesische Militär tötete als Reaktion darauf über 100 Menschen und folterte oder verbannte Angehörige von Widerstandskämpfern auf die als Gefängnisinsel benutzte Insel Atauro.

PolitikBearbeiten

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Armando Siqueira Cardoso zum Chefe de Suco gewählt.[12] Bei den Wahlen 2009 gewann João Alves Araujo.[13]

SportBearbeiten

Nach dem Ortsteil Taibesi ist der FC Porto Taibesse benannt.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Direcção-Geral de Estatística: Ergebnisse der Volkszählung von 2015, abgerufen am 23. November 2016.
  2. Fallingrain.com: Directory of Cities, Towns, and Regions in East Timor
  3. Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Memento des Originals vom 5. Januar 2017 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/dne.mof.gov.tl (Zensus 2010; PDF; 22,6 MB)
  4. Timor-Leste: Poverty in a Young Nation (Memento vom 25. Dezember 2010 im Internet Archive) (PDF; 1,2 MB)
  5. a b Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  6. a b UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (Memento des Originals vom 3. Dezember 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/unmit.unmissions.org (PDF; 448 kB)
  7. Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)
  8. Inauguração da Escola Amigos de Jesus, em Taibessi
  9. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF; 323 kB)
  10. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Lahane Oriental (tetum; PDF; 8,1 MB)
  11. „Chapter 7.2 Unlawful Killings and Enforced Disappearances“ (Memento des Originals vom 25. März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cavr-timorleste.org (PDF; 2,5 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  12. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  13. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)

f1  Karte mit allen Koordinaten: OSM | WikiMap