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Laderampen für Lkw
Einfache Betonrampe zur Entladung von Eisenbahngüterwaggons
Ehemalige Umladerampe zur Umladung von Normalspur (rechts) auf niedrigere Schmalspur (links) am Bahnhof Radebeul Ost

Eine Laderampe dient zum Materialtransport in, zu und aus einem Bauwerk und insbesondere zum Be- und Entladen von Transportfahrzeugen aller Art. Zweckmäßigerweise sind Laderampen oft an Lagerhäusern oder -hallen, Industriegebäuden und gewerblichen Bauten und Anlagen aller Sparten zu finden.

Bei Lagerhäusern und auch nichtüberdachten Laderampen liegt die Lagerfläche zumeist nicht ebenerdig, sondern etwas erhöht auf der Rampenhöhe. In der Regel liegt diese Höhe zwischen 1,20 und 1,30 m, da dies bei den meisten Lkw in etwa der Höhe der Ladefläche entspricht. Diese Anpassung der Bauweise an die Verlieferfahrzeuge hat sich dort durchgesetzt, wo Material- und Warenlogistik zu einem dominierenden Faktor wird, oder der eigentliche Zweck ist. Der sonstige Transport zwischen dem Boden- und dem Gebäude- respektive Rampenniveau wird durch einfachere schräge Rampen, Hubrampen als festinstallierte Gerätschaft im Sinne des Lastenaufzugs, oder mobile Geräte wie den Hubstapler (Gabelstapler) oder anderem geleistet.

Die einfachste Form einer Laderampe besteht aus einer starren Betonrampe, an der die Fahrzeuge seitlich (Seitenrampe) oder rückwärts (Kopframpe) heranfahren.

Bei Laderampen an Eisenbahngleisen ist die Rampenhöhe, analog zu denen der Straßenfahrzeuge, auf der Höhe des Bodens der Güterwagen, und entspricht letztendlich dem Bahnsteig als allgemeiner Niveuausgleich. Ein Gleis an einer Laderampe wird als Rampengleis bezeichnet, seltener hingegen ist die Bezeichnung Ladegleis (das zudem auch noch für das Gleis an einer Ladestraße verwendet wird).

Um die Lücke zwischen Rampe und Fahrzeug zu schließen, wird ein Überladeblech angelegt. Über dieses Blech kann nun mittels Ladegerät (wie Gabelstapler, Hubwagen, Sackkarren) von der Rampe auf das Fahrzeug gefahren werden. Zudem kann man so sogar Fahrzeuge auf Lkw oder Güterwagen verladen. Geringe Höhenunterschiede können bei beiden Varianten durch die Überladebleche ausgeglichen werden, bei luftgefederten Lkw ist es möglich, die Höhe der Ladefläche zur Be- und Entladung mittels der Luftfederung um etliche Zentimeter anzupassen. Sonst haben insbesondere Klein-Lkws auch am Fahrzeug montierte Verladerampen, die vom Ladeflächen- bis auf Bodenniveau absenkbar und auch leicht kippbar sind.

Bei kleineren Lagerhäusern, bei denen die Lagerfläche ebenerdig angeordnet ist, findet man auch Laderampen mit abgesenktem Anfahrbereich. Statt die komplette Lagerfläche auf Lkw-Höhe zu bauen, wird hier der Lkw auf das Niveau des Hallenbodens gebracht. Hierzu fährt der Lkw in eine vor dem Rampenbereich ausgeschachtete Vertiefung. Häufig findet man diese Art der Laderampe im Wareneingangsbereich von Großmärkten und Discountern, da es sich hier als zweckmäßig erweist, das vom Kunden mit Handwagen aufgesuchte oder nur kleine lokale Warenlager ebenerdig auf selbem Niveau wie die Verkaufsfläche zu haben, um einen schnellen und einfachen Transfer der Waren vom Lager in den Verkaufsraum im Inneren des Gebäudes und den Abtransport durch den Käufer zu ermöglichen.

Die meisten modernen Lagerhallen verfügen über Verladetore mit Ladebrücken, die auch Überladebrücke genannt werden. Bei dieser Form der Laderampe fährt der Lkw rückwärts an das mit einem Rolltor verschließbare Verladetor heran. An der Ladekante angebracht ist eine klappbare Ladebrücke, welche kraftbetrieben oder handbetätigt auf die Ladefläche des angedockten Lkw aufgelegt wird[1]. Da mit solchen Ladebrücken auch deutlich größere Höhenunterschiede überbrückt werden können als mit einem einfachen Überladeblech, eignet sich diese Form der Laderampe für eine Vielzahl verschiedener Lkw, angefangen vom Jumbo-Lkw (Ladefläche ca. 70 bis 100 cm über dem Boden), über Standard-Lkw mit Festaufbau (ca. 1,20 bis 1,40 m), bis hin zu Kühlfahrzeugen und Lkw mit Wechselaufbau (bis 1,60 m). Bei Eisenbahnfahrzeugen hingegen ist die Höhe des Wagenbodens bei Güterwagen international annähernd gleich, deswegen sind höhenverstellbare Überladebrücken an Eisenbahngleisen nicht gebräuchlich.

Bei Unternehmen mit vielen Laderampen für die Be- und Entladung kommt es häufig zu langen Wartezeiten. Daher setzen viele Unternehmen ein IT-gestütztes Laderampen- oder Zeitfenstermanagement ein, um die Be- und Entladungen zu koordinieren.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Laderampen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  Wiktionary: Laderampe – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. www.bge.de: Ladebrücken, Abruf 13. August 2009