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Laar (Grafschaft Bentheim)

Gemeinde im Landkreis Grafschaft Bentheim
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Laar (Grafschaft Bentheim)
Laar (Grafschaft Bentheim)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Laar (Grafschaft Bentheim) hervorgehoben
Koordinaten: 52° 37′ N, 6° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Grafschaft Bentheim
Samtgemeinde: Emlichheim
Höhe: 9 m ü. NHN
Fläche: 51,01 km2
Einwohner: 2139 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 42 Einwohner je km2
Postleitzahl: 49824
Vorwahl: 05947
Kfz-Kennzeichen: NOH
Gemeindeschlüssel: 03 4 56 012
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstr. 24
49824 Emlichheim
Website: www.laar-vechte.de
Bürgermeister: Gerhard Trüün (CDU)
Lage der Gemeinde Laar (Grafschaft Bentheim) im Landkreis Grafschaft Bentheim
Landkreis Grafschaft BentheimNiedersachsenKönigreich der NiederlandeLandkreis EmslandNordrhein-WestfalenBad BentheimOhneSamernSchüttorfSchüttorfQuendorfIsterbergEngdenNordhornWietmarschenGeorgsdorfOsterwaldLage (Dinkel)Halle (bei Neuenhaus)UelsenGeteloWielenItterbeckWielenRingeEmlichheimLaar (Grafschaft Bentheim)WilsumGölenkampEsche (Grafschaft Bentheim)NeuenhausHoogstedeKarte
Über dieses Bild

Laar ist eine Gemeinde im Landkreis Grafschaft Bentheim in Niedersachsen und gehört der Samtgemeinde Emlichheim an.

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Laar liegt nordwestlich von Nordhorn in unmittelbarer Nähe zur Grenze mit den Niederlanden in der Grafschaft Bentheim. Die Vechte fließt durch den Ort. Die Gemeinde gehört der Samtgemeinde Emlichheim an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Emlichheim hat. Mit 51 km² ist Laar die flächenmäßig größte Gemeinde innerhalb der Samtgemeinde.

In der Gemeinde Laar liegt das Naturschutzgebiet Laarsche Bruch.

NachbargemeindenBearbeiten

Die Gemeinde Laar grenzt im Süden an die Gemeinden Wielen und Wilsum, im Osten an die Gemeinde Emlichheim, im Norden an die niederländische Gemeinde und Stadt Coevorden und im Westen an die niederländische Gemeinde und Stadt Hardenberg.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde Laar besteht aus sechs Ortsteilen: Agterhorn, Echteler, Eschebrügge, Heesterkante, Laar und Vorwald.

GeschichteBearbeiten

Die Gemeinde besteht seit der Gebietsreform 1974 aus den Ortsteilen Agterhorn, Echteler, Eschebrügge, Heesterkante, Laar und Vorwald. Das Wahrzeichen der Gemeinde ist die Mühle im Zentrum von Laar.

Der Ort Laar war von jeher verknüpft mit dem Haus Laar, das 1227 als Besitz des Grafen von Bentheim Balduin I. erstmals erwähnt und das in diesem Jahr bei kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen dem Burggrafen von Coevorden und dem Bischof von Utrecht zerstört wurde.

Auf Gemeindegebiet entsteht seit 2009 der Europark, ein grenzüberschreitendes Industriegebiet zwischen Coevorden und Emlichheim, unter anderem mit einem Hafen und einem öffentlichen Bahnterminal sowie dem Containerumschlagplatz EuroTerminal. Dieses Güterverkehrszentrum (GVZ) soll in der 3. Ausbaustufe 350 Hektar Ansiedlungsfläche umfassen.

Laar hat eine Grundschule und einen angrenzenden Kindergarten. Größter Sportverein ist der SV Grenzland Laarwald.

NamensgebungBearbeiten

Den Namen Laar könnte man erklären mit dem altniederländischen Wort laar = Lichtung oder leere Stelle im Wald.[2] Es existiert auch die Deutung als „grasreicher Platz in tiefer Lage“.[3]

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Agterhorn, Echteler, Eschebrügge, Heesterkante und Vorwald eingegliedert.[4]

ReligionBearbeiten

Obwohl Laar ein kleiner Ort ist, gibt es drei Kirchengemeinden: die evangelisch-reformierte Kirche, die katholische Kirche und die evangelisch-altreformierte Kirche. Der altreformierte Pastor Jannes van Raalte, ein gebürtiger Niederländer, bekämpfte schon früh den Nationalsozialismus, was zu einer mehrjährigen Haft in Dachau führte.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Laar setzt sich aus 13 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

  • CDU: 11 Sitze
  • Grafschafter Bürger-Forum (gbf): 1 Sitz
  • FDP: 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl vom 11. September 2011)

Kommunalwahl 2016:[5]

  • CDU-FDP-Gruppe Laar: 12 Sitze
  • Fraktionslos: 1 Sitz

BürgermeisterBearbeiten

Zum ehrenamtlichen Bürgermeister wurde in der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates im November 2016 Gerhard Trüün (CDU) wiedergewählt.[6]

VerkehrBearbeiten

Laar liegt an der Bundesstraße 403. Es besteht eine regelmäßige Rufbusanbindung der Verkehrsgemeinschaft Grafschaft Bentheim (VGB) sowohl nach Coevorden, mit Anschlüssen an das niederländische Bahn- und Busnetz, als auch nach Emlichheim, wo es einen Anschluss an die Regionalbuslinie 10 in Richtung Neuenhaus gibt.[7] In Neuenhaus gibt es Anschlüsse an die Bahnlinie RB 56[8] in Richtung Nordhorn und Bad Bentheim sowie an die Regionalbuslinie 30 in Richtung Nordhorn. Seit dem 9. Dezember 2018 gilt das Niedersachsenticket[9] auch in den Bussen der VGB.[10]

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Gerrit Jan Beuker: Der Laarer Pastor Erich Karl Stuntz – Leben und Wirken eines reformierten Pastors im Bentheimer Land während der Weimarer Republik und der NS-Zeit, in: Studiengesellschaft für Emsländische Regionalgeschichte (Hrsg.): Emsländische Geschichte 22, Haselünne 2015, S. 102–157.
  • Gerrit Jan Beuker: Art. Raalte, Jannes van, in: Studiengesellschaft für Emsländische Regionalgeschichte (Hrsg.): Emsländische Geschichte 22, Haselünne 2015, S. 244–276.
  • Ernst Kühle: Laar. In: Der Grafschafter. S. 948, Folge 236, Dezember 1972
  • Ernst Kühle: Laar. In: Der Grafschafter. S. 965, Folge 237, Januar 1973
  • Ernst Kühle: Laar. In: Der Grafschafter. S. 973, Folge 238, Februar 1973

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2018 (Hilfe dazu).
  2. Laar, etymologische Begriffserklärung auf Niederländisch
  3. Hermann Abels: Die Ortsnamen des Emslandes, in ihrer sprachlichen und kulturgeschichtlichen Bedeutung. Ferdinand-Schöningh-Verlag, Paderborn 1929.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 255.
  5. https://emlichheim.more-rubin1.de/gremien_pers.php
  6. gn-online: Wer ist wo Bürgermeister?
  7. Liniennetz der VGB (PDF)
  8. https://www.be-mobil.de
  9. http://www.niedersachsenticket.de
  10. Grafschafter Nachrichten: Ab Sonntag gilt das Niedersachsenticket. 7. Dezember 2018, abgerufen am 26. Dezember 2018.