LG Cup 2001

Snookerturnier

Der LG Cup 2001 war ein Snooker-Turnier der Saison 2001/02, das vom 12. bis 21. Oktober 2001 in der Guild Hall von Preston ausgetragen wurde. Der LG Cup war die Fortführung des 1984 eingeführten Grand Prix. Nach fünf Jahren ohne Namenssponsor unterstützte ab diesem Jahr das Unternehmen LG Electronics den Wettbewerb und sorgte so für den neuen Namen. Preston war nicht zum ersten Mal Austragungsort, 1998/99 hatte der Grand Prix bereits in der nordwestenglischen Stadt stattgefunden.

LG Cup 2001
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Turnierart: Weltranglistenturnier
Austragungsort: Guild Hall,
Preston, England
Eröffnung: 12. Oktober 2001
Endspiel: 21. Oktober 2001
Sieger: EnglandEngland Stephen Lee
Finalist: EnglandEngland Peter Ebdon
Höchstes Break: 147 (EnglandEngland Ronnie O’Sullivan)
2000
 
2002

Den vorhergehenden Grand Prix hatte Mark Williams gewonnen, doch der Weltranglistenerste scheiterte diesmal im Viertelfinale. Mit Stephen Lee und Peter Ebdon trafen im Finale zwei Spieler aufeinander, die den Wettbewerb zuvor bereits einmal gewonnen hatten. Sieger wurde Stephen Lee mit 9:4, der damit seinen Erfolg von 1998 an selber Stelle wiederholte.

Auch Ronnie O’Sullivan wiederholte etwas, was ihm in Preston bei diesem Turnier 1999 schon einmal gelungen war: Er erzielte im Achtelfinale ein Maximum Break. Es war das fünfte Break von 147 Punkten in seiner Karriere.

Preisgeld / WeltranglistenpunkteBearbeiten

Mit dem neuen Sponsor stieg auch das Preisgeld um fast 200.000 £. 20.500 £ bekam alleine der Sieger mehr. Für die Achtelfinalisten und die Letzten 32 verdoppelte sich das Preisgeld. Allerdings gab es nach der Reduzierung des Profifelds auf 128 Spieler für die Platzierungen außerhalb der Letzten 96 keine Prämie mehr. Auch bei den Punkten für die Weltrangliste gab es Anpassungen. Während die beiden Finalisten 800 bzw. 200 Punkte weniger bekamen, stieg die Punktzahl bei den weiteren Teilnehmern inklusive der letzten Qualifikationsrunde. Die vorher ausgeschiedenen Qualifikationsteilnehmer bekamen dagegen wieder weniger Punkte.[1]

Preisgeld Weltrang-
listenpunktea
Sieger 82.500 £ 4.000
Finalist 42.500 £ 3.000
Halbfinalist 21.250 £ 2.500
Viertelfinalist 11.700 £ 2.050
Achtelfinalist 9.600 £ 1.750
Letzte 32 7.800 £ 1.450
Letzte 48 4.000 £ 1.150
Letzte 64 3.150 £ 900
Letzte 80 2.150 £ 650
Letzte 96 1.450 £ 400
Letzte 128 200
Höchstes Break TV-Phase: 7.500 £
davor: 1.800 £
Insgesamt 597.200 £
a Gesetzte Spieler, die in der Qualifikation oder der Hauptrunde ihr Auftaktspiel verloren, erhielten nur 50 % der Punkte.

Für das Maximum Break gab es eine Zusatzprämie von 20.000 £.

FinalrundeBearbeiten

48 Spieler bestritten das Hauptturnier in Preston. In Runde 1 traten 32 Spieler an, die Top 16 der Weltrangliste waren für Runde 2 gesetzt.[2][3]

Runde 1Bearbeiten

16 Spieler waren erfolgreich durch die Qualifikation gekommen. Sie traten in Runde 1 gegen die Weltranglistenspieler von Platz 17 bis 32 an.

Spiel Spieler 1 Ergebnis Spieler 2
1 Quinten Hann Australien  35:35 England  Michael Holt
2 Anthony Davies Wales  52:52 England  Jason Ferguson
3 Dominic Dale Wales  05:05 England  Rory McLeod
4 Billy Snaddon Schottland  50:50 England  Mark Davis
5 Steve Davis England  35:35 Nordirland  Patrick Wallace
6 Michael Judge Irland  53:53 Thailand  Phaitoon Phonbun
7 Chris Small Schottland  51:51 Finnland  Robin Hull
8 John Parrott England  45:45 Pakistan  Shokat Ali
9 Marco Fu Hongkong  45:45 England  Ali Carter
10 James Wattana Thailand  51:51 England  Barry Hawkins
11 Joe Perry England  52:52 England  Brian Morgan
12 David Gray England  05:05 Schottland  Stephen Maguire
13 Anthony Hamilton England  45:45 England  Gary Wilkinson
14 Tony Drago Malta  54:54 England  Alfie Burden
15 Drew Henry Schottland  25:25 Schottland  Marcus Campbell
16 Nigel Bond England  53:53 England  Jonathan Birch

Top 32 bis FinaleBearbeiten

  Runde 1
Best of 9 Frames
Achtelfinale
Best of 9 Frames
Viertelfinale
Best of 9 Frames
Halbfinale
Best of 11 Frames
Finale
Best of 17 Frames
                                               
1  Wales  Mark Williams 5                
25  Australien  Quinten Hann 4  
1  Wales  Mark Williams 5
  15  England  Dave Harold 3  
15  England  Dave Harold 5
56  England  Jason Ferguson 2  
1  Wales  Mark Williams 2
  5  Schottland  Stephen Hendry 5  
12  Schottland  Alan McManus 5    
20  Wales  Dominic Dale 3  
12  Schottland  Alan McManus 4
  5  Schottland  Stephen Hendry 5  
5  Schottland  Stephen Hendry 5
60  England  Mark Davis 1  
5  Schottland  Stephen Hendry 4
  8  England  Stephen Lee 6  
8  England  Stephen Lee 5
21  England  Steve Davis 1  
8  England  Stephen Lee 5
  14  Schottland  Graeme Dott 4  
14  Schottland  Graeme Dott 5
74  Thailand  Phaitoon Phonbun 1  
8  England  Stephen Lee 5
  3  Schottland  John Higgins 2  
13  England  Mark King 5    
86  Finnland  Robin Hull 3  
13  England  Mark King 4
  3  Schottland  John Higgins 5  
3  Schottland  John Higgins 5
22  England  John Parrott 2  
8  England  Stephen Lee 9
7  England  Peter Ebdon 4
4  Irland  Ken Doherty 2
17  Hongkong  Marco Fu 5  
17  Hongkong  Marco Fu 4
  85  England  Barry Hawkins 5  
16  Irland  Fergal O’Brien 4
85  England  Barry Hawkins 5  
85  England  Barry Hawkins 4
  10  Nordirland  Joe Swail 5  
10  Nordirland  Joe Swail 5    
33  England  Brian Morgan 1  
10  Nordirland  Joe Swail 5
  6  Wales  Matthew Stevens 2  
6  Wales  Matthew Stevens 5
30  England  David Gray 3  
10  Nordirland  Joe Swail 3
  7  England  Peter Ebdon 6  
7  England  Peter Ebdon 5
19  England  Anthony Hamilton 4  
7  England  Peter Ebdon 5
  9  England  Paul Hunter 4  
9  England  Paul Hunter 5
38  England  Alfie Burden 1  
7  England  Peter Ebdon 5
  2  England  Ronnie O’Sullivan 4  
11  England  Jimmy White 3    
18  Schottland  Drew Henry 5  
18  Schottland  Drew Henry 1
  2  England  Ronnie O’Sullivan 5  
2  England  Ronnie O’Sullivan 5
50  England  Jonathan Birch 0  

FinaleBearbeiten

Peter Ebdon hatte den Grand Prix 1993, Stephen Lee 1998 gewonnen. Erstmals überhaupt spielten die beiden Engländer diesmal in einem Finale gegeneinander. Zwei Begegnungen der beiden früher im Jahr hatte Ebdon gewonnen. Die erste Session des Finales verlief wechselhaft. Erst zog Stephen Lee 3:0 davon, dann glich Ebdon aus, dann gewann wieder Lee zwei Frames hintereinander. Zu Beginn der Abendsession konnte Ebdon auf 5:4 verkürzen, dann dominierte aber Lee die Partie und holte sich vier Frames in Folge zum 9:4-Sieg. Der zweite Sieg bei diesem Turnier war auch der zweite Ranglistentitel in Lees Karriere.

Finale: Best of 17 Frames
Schiedsrichter/in: England  Colin Brinded
Guild Hall, Preston, England, 21. Oktober 2001
England  Stephen Lee 9:4 England  Peter Ebdon
Nachmittag: 99:17, 84:54 (76/54), 69:13, 1:62, 52:55 (52 Ebdon), 26:62 (60), 75:0 (74), 85:0;
Abend: 55:83, 70:9 (70), 66:12, 61:21 (52), 72:4 (71)
76 Höchstes Break 60
Century-Breaks
5 50+-Breaks 3

QualifikationBearbeiten

Die Qualifikationsspiele fanden zwischen dem 26. Juli und dem 7. August 2001 statt und wurden in vier Runden ausgetragen. Die Spieler von Platz 49 bis 128 der Weltrangliste spielten in vier Runden gegeneinander und ermittelten die 16 Spieler, die dann im Oktober im Hauptturnier in Preston antraten.[2][4]

Century-BreaksBearbeiten

20 Spieler erzielten im Hauptturnier 32 Breaks von mindestens 100 Punkten. Zum zweiten Mal gab es bei diesem Turnier nach 1999 ein Maximum Break, zum zweiten Mal war es Ronnie O’Sullivan, dem das gelang. Es war das 43. offizielle 147-Punkte-Break im Snooker und brachte dem Engländer eine Gesamtprämie von 27.500 £. Das höchste Break in der Qualifikation erzielte Stephen Maguire, für 141 Punkte am Stück bekam er auch noch 1.800 £.[1]

HauptturnierBearbeiten

England  Ronnie O’Sullivan 147, 138, 116
England  Michael Holt 137a
England  Mark King 136
Schottland  John Higgins 136, 131, 122, 114, 109
England  Mark Davis 132a
Hongkong  Marco Fu 132a, 100
Schottland  Alan McManus 126, 120, 100
England  Paul Hunter 124
Schottland  Stephen Hendry 117, 103, 101
England  Barry Hawkins 116, 102a
Pakistan  Shokat Ali 115a
England  Anthony Hamilton 112
Finnland  Robin Hull 109
England  Jason Ferguson 105
England  Dave Harold 105
England  Steve Davis 104
Irland  Ken Doherty 104
England  David Gray 102
Malta  Tony Drago 101a
England  Peter Ebdon 100
a erzielt in Runde 1 (Runde der letzten 48 ohne die Top-16-Spieler)

QuellenBearbeiten

  1. a b 2001 LG Cup - Finishes. CueTracker, abgerufen am 1. Dezember 2017 (englisch).
  2. a b 2001 LG Cup. In: CueTracker Snooker Results & Statistics Database. Ron Florax, abgerufen am 1. Dezember 2017 (englisch).
  3. LG Cup 2001. snooker.org, abgerufen am 1. Dezember 2017 (englisch).
  4. Rankings - 2001-2002. In: CueTracker Snooker Results & Statistics Database. Ron Florax, abgerufen am 1. Dezember 2017 (englisch).