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L'Aigle (bis 1961 Laigle) ist eine französische Stadt mit 8075 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Orne in der Region Normandie. Sie ist Hauptort des Kantons L’Aigle.

L’Aigle
Wappen von L’Aigle
L’Aigle (Frankreich)
L’Aigle
Region Normandie
Département Orne
Arrondissement Mortagne-au-Perche
Kanton L’Aigle (Hauptort)
Gemeindeverband Pays de L’Aigle
Koordinaten 48° 46′ N, 0° 38′ OKoordinaten: 48° 46′ N, 0° 38′ O
Höhe 195–277 m
Fläche 18,02 km2
Einwohner 8.075 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 448 Einw./km2
Postleitzahl 61300
INSEE-Code
Website www.ville-laigle.fr

Das Schloss von L'Aigle

LageBearbeiten

Die Stadt liegt in der Landschaft Pays d’Ouche und wird vom Fluss Risle durchflossen. Nach Mortagne-au-Perche (Unterpräfektur) sind es 30 Kilometer, Alençon (Präfektur) liegt etwa 65 Kilometer südwestlich.

GeschichteBearbeiten

Die bekannte Geschichte der Stadt beginnt mit dem Baron Fulbert de Beina, der im 11. Jahrhundert das Schloss von Laigle errichten ließ (etwa ab 1010). Der Legende nach soll sich am Bauplatz ein Adlernest befunden haben, was zum Namen Aquila für Adler, französisch Aigle geführt habe. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurde an der Stelle des alten Schlosses nach Plänen des Architekten Jules Hardouin-Mansart ein neues Schloss errichtet.

Am 26. April 1803 kam es in L’Aigle zu einem Meteoritenschauer, der die bisherigen Zweifel der französischen Akademie der Wissenschaften über die außerirdische Herkunft früherer Meteorsteine ausräumte.

Im Deutsch-Französischen Krieg (1870–1871) marschierten deutsche Truppen am 1. Januar 1871 mit etwa 600 Mann in L’Aigle ein.[1]

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Stadt am 7. Juni 1944 bombardiert, was 150 Menschen das Leben kostete und erhebliche Schäden verursachte.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen:

  • Schloss aus dem 17./18. Jahrhundert, heute Rathaus
  • Kirchen
    • Saint-Martin, ursprünglich aus dem 11. Jahrhundert (Romanik und Flamboyantstil)
    • Saint-Barthélemy aus dem 12. Jahrhundert (Romanik)
    • Saint-Jean-Baptist aus dem 15./16. Jahrhundert
  • Museen
    • Historisches Museum (Musée historique)
    • Archäologisches Museum (Musée archéologique)
    • Museum Louis Verrières
    • Musikinstrumenten-Museum (Musée des Instruments de musique)

PartnerstädteBearbeiten

L’Aigle unterhält Städtepartnerschaften mit

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: L'Aigle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Alex Gardin: La guerre de 1870–1871 à Bernay. Les Éditions Page de Garde, Saint-Aubin-les-Elbeuf 1997, ISBN 2-84340-037-6, S. 47 (französisch, Erstausgabe: 1898, Nachdruck).