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Lützenkirchen

Stadtteil von Leverkusen

Lützenkirchen ist ein Stadtteil im Leverkusener Osten. Auf einer Fläche von 416,5 ha hat er 11.487 Einwohner (30. September 2019), die Bevölkerungsdichte beträgt 2755 Einwohner pro km².[1]

Lützenkirchen
„Geteilt in Rot und Blau, oben ein wachsender, steigender, bekrönter silberner (weißer) doppelschwänziger Löwe; unten ein silberner (weißer) zweiblättriger Ast mit einer Birne.“
Koordinaten: 51° 3′ 56″ N, 7° 3′ 28″ O
Höhe: 90 m
Fläche: 4,17 km²
Einwohner: 11.487 (30. Sep. 2019)
Bevölkerungsdichte: 2.755 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1930
Eingemeindet nach: Opladen
Postleitzahl: 51381
Vorwahl: 02171
Karte
Lage von Lützenkirchen in Leverkusen
Maurinuskirche

LageBearbeiten

Lützenkirchen grenzt im Osten an Burscheid, im Süden an Steinbüchel und Alkenrath, im Westen an Quettingen und im Norden an Bergisch Neukirchen. Die höchsten Stellen Lützenkirchens und ganz Leverkusens sind die beiden Hügel „Schöne Aussicht“ und „Herberg“.

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GeschichteBearbeiten

 
Historische Ansicht von Lützenkirchen mit alter (links) und neuer (rechts) Maurinuskirche sowie der Annakapelle (um 1845)

Urkundlich erwähnt wurde Lützenkirchen als Lützelenkerke je nach Betrachtungsweise im Jahr 1155 oder 1165 in einer Urkunde der Abtei Deutz und ist somit einer der ältesten Leverkusener Stadtteile.

Im Jahre 1363 wurde Lützenkirchen erstmals als Sitz eines Gerichts erwähnt.

Nachweislich vor 1423 wurde die Schützenbruderschaft Lützenkirchen gegründet. Diese existiert noch heute und gehört zu den ältesten Schützenbruderschaften im Bund der historischen deutschen Schützenbruderschaften.

Gegen 1717 siedelten sich zahlreiche Woll- und Leinenweber in Lützenkirchen an.

Bis zur frühen Neuzeit gehörte Lützenkirchen zum Amt Miselohe im Herzogtum Berg. Nach der Franzosenzeit kam Lützenkirchen im Jahre 1815 an das Königreich Preußen und war ein Teil des Kreises Opladen im Regierungsbezirk Düsseldorf.

In Lützenkirchen ist seit dem 12. Jahrhundert eine Pfarrei belegt. Eine erste Kirche bestand bis 1684, für die 1519 eine Glocke gegossen wurde. 1847 wurde die heutige Maurinus-Kirche geweiht, die zweite, 1683–1686 erbaute Kirche wurde abgerissen. Die 1698 errichtete Annakapelle sowie die 1712 erbaute Kreuzkapelle existieren bis heute.

Die Infrastruktur Lützenkirchens wurde 1914 mit der Errichtung einer elektrischen Kleinbahn nach Opladen und 1927 mit dem Anschluss der Gemeinde an die Gasversorgung erheblich verbessert. 1955 lösten Busse der Bahnen des Rhein-Wupper-Kreises die Kleinbahn ab.

Im Jahre 1927 wurde der Fußballverein SSV Lützenkirchen gegründet. Seitdem trägt der Verein seine Heimspiele auf dem Sportplatz in Bruchhausen in Lützenkirchen aus. 1964 öffnete sich der Verein auch für andere Sportarten. Heute bietet er neben Fußball auch Badminton, Beatgymnastik, Futsal, Tischtennis, Turnen und Volleyball an.[2]

Im Zuge einer Gemeindereform 1930 schied Lützenkirchen aus der Bürgermeisterei mit Schlebusch aus und wurde zusammen mit Quettingen nach Opladen eingemeindet. Nach dem Zusammenschluss von Hitdorf, Opladen und Leverkusen zur neuen Stadt Leverkusen gehört Lützenkirchen seit dem 1. Januar 1975 zum Stadtbezirk III.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

IndustrieBearbeiten

Die Lützenkirchener Weber waren für die Qualität ihrer Produkte bekannt. So stammten die meisten der auf der Titanic verwendeten Stoffe von ihnen.

EinrichtungenBearbeiten

  • Katholischer Kindergarten Sankt-Maurinus[3]
  • Katholischer Kindergarten St. Anna
  • Evangelische Kindertagesstätte Arche Noah[4]
  • Städtischer Kindergarten
  • Gemeinschaftsgrundschule Im Kirchfeld Lützenkirchen[5]
  • Werner-Heisenberg-Gymnasium
  • Jugend- und Bürgerhaus Schöne Aussicht
  • Freiwillige Feuerwehr Leverkusen – Löschzug -22- Lützenkirchen (Ausrückebereich Lützenkirchen, Quettingen und Neue Bahnstadt Opladen) und Jugendfeuerwehr Gruppe 3
  • Schützenklause Lützenkirchen im Pfarrheim St. Maurinus[6]

LiteraturBearbeiten

  • Leverkusener Informationen 2004. Herausgeber: Stadt Leverkusen, Leverkusen 2004.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Lützenkirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. leverkusen.de. Abgerufen am 4. Dezember 2019.
  2. http://www.ssv-luetzenkirchen.de/cms/index.php/hauptverein/unsere-historie
  3. Sankt-Maurinus-Kindergarten Lützenkirchen
  4. Evangelische Kindertagesstätte "Arche Noah" Lützenkirchen
  5. GGS im Kirchfeld Lützenkirchen
  6. 1423 St. Sebastianus Schützenbruderschaft Lützenkirchen