Hauptmenü öffnen

Lídia Pereira

portugiesische Politikerin (PSD), MdEP
Lídia Pereira (2019)

Ana Lídia Fernandes Oliveira Pereira, kurz Lídia Pereira (* 26. Juli 1991 in Coimbra), ist eine portugiesische Politikerin (PSD). Pereira ist seit 2017 stellvertretende Vorsitzende und seit 2018 Vorsitzende des Jugendverbandes der Europäischen Volkspartei (YEPP). Im Zuge der Europawahl 2019 errang sie ein Mandat und ist seitdem Abgeordnete im 9. Europäischen Parlament.

LebenBearbeiten

Jugend und AusbildungBearbeiten

Lídia Pereira wurde am 26. Juli 1991 in der portugiesischen Stadt Coimbra im Zentrum des Landes geboren und wuchs dort mit ihrer Familie auf. Nach ihrer Schulausbildung studierte sie zunächst Wirtschaftswissenschaften an der Universität Coimbra und absolvierte ein Erasmus-Semester in Prag. Anschließend wechselte sie nach Brügge, um einen Master in Europawissenschaften am College of Europe anzuschließen.[1] Dem schloss sie 2016 ein Praktikum bei der Europäischen Investitionsbank in Luxemburg an.

Anschließend arbeitete sie als Beraterin für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaften Ernst & Young sowie Deloitte.[1][2]

Politisches EngagementBearbeiten

 
Pereira auf dem Kongress der EVP in Helsinki im November 2018

Pereira trat – im Vergleich zu vielen anderen portugiesischen Politikerinnen und Politikern – relativ spät, mit 20 Jahren den portugiesischen konservativen Sozialdemokraten (bzw. deren Jugendverband JSD) bei. Im April 2017 wurde sie auf dem Kongress der Youth of the European People’s Party zur Vizepräsidentin gewählt, 2018 zur Vorsitzenden.[1][2][3]

AbgeordneteBearbeiten

Im Februar 2018 schlug PSD-Parteichef Rui Rio überraschend Lídia Pereira für Platz 2 der Europawahlliste der portugiesischen Sozialdemokraten vor, die von Paulo Rangel angeführt wurde. Zahlreiche Medien berichteten über die unerwartete Nominierung, mit der Parteichef Rui Rio mehr „Frische“ in die Partei bringen wolle. Auch Pereira selbst war von der hohen Platzierung überrascht.[4][5][6]

Bei den Europawahl gewannen die Sozialdemokraten etwa 22 Prozent der abgegebenen Stimmen und errangen somit sechs Mandate, eines davon auch Lídia Pereira. Die sechs Abgeordneten schlossen sich, wie bereits in den vorherigen Legislaturen, der Fraktion der Europäischen Volkspartei (EVP) an. Für ihre Fraktion ist sie Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Währung sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.[7]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Lídia Pereira – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Manuel Carlos Freire und Bárbara Cruz: Lídia Pereira chegou tarde à política mas é número dois do PSD nas europeias. In: Diário de Notícias. 11. März 2019, abgerufen am 7. Juni 2019 (portugiesisch).
  2. a b Paula Sá: Lídia Pereira: ″Parece um filme de terror, não quero continuar a ver fake news″. In: Diário de Notícias. 24. November 2018, abgerufen am 7. Juni 2019 (portugiesisch).
  3. Camilo Soldado: Portuguesa torna-se na primeira mulher a liderar a Juventude Popular Europeia. In: Público. 3. November 2018, abgerufen am 7. Juni 2019 (portugiesisch).
  4. Camilo Soldado: Jovem aposta de Rio quer trazer frescura para a política. In: Público. 17. März 2019, abgerufen am 7. Juni 2019 (portugiesisch).
  5. Jovem conimbricense Lídia Pereira é a número 2 da lista do PSD às Europeias | Notícias de Coimbra. In: Notícias de Coimbra. 11. März 2019, abgerufen am 7. Juni 2019 (portugiesisch).
  6. Lídia Pereira é a número dois do PSD para as europeias. In: Jornal de Notícias. 11. März 2019, abgerufen am 7. Juni 2019 (portugiesisch).
  7. 9. Wahlperiode | Lídia PEREIRA | Abgeordnete | Europäisches Parlament. Abgerufen am 26. September 2019.