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GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Kutenholz liegt im Westen des Landkreises, an der Kreisgrenze zum Landkreis Rotenburg (Wümme), südwestlich von Hamburg und östlich von Bremen im östlichen Elbe-Weser-Dreieck. Die nächstgelegenen Oberzentren sind Stade (16 km) und Bremervörde (15 km).

GeologieBearbeiten

Die Gemeinde Kutenholz liegt auf der östlichen Bevener Geest, die zur Stader Geest gehört. Von den früheren Wäldern und Hochmooren in der Umgebung ist ein Teil erhalten, während der Rest landwirtschaftlich urbar gemacht wurde.

Die Schwinge entspringt in der Gemeinde im Hohen Moor bei Mulsum.

NachbargemeindenBearbeiten

Heinbockel Fredenbeck
Bremervörde  
Farven Bargstedt, Brest

GemeindegliederungBearbeiten

KlimaBearbeiten

Das Klima in Kutenholz ist warm und gemäßigt. Es fällt überdurchschnittlich viel Niederschlag, selbst während des trockensten Monats.[2]

Klimatabelle Kutenholz
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 2,5 3,1 7,1 12,3 17,0 20,3 21,4 21,1 18,6 13,2 7,3 4,0 Ø 12,4
Min. Temperatur (°C) -2,4 -2,8 -0,2 2,8 6,5 9,6 11,5 11,2 8,8 5,5 2,1 -0,5 Ø 4,4
Temperatur (°C) 0 0,1 3,4 7,5 11,7 14,9 16,4 16,1 13,7 9,3 4,7 1,7 Ø 8,3
Niederschlag (mm) 61 43 52 48 59 73 79 82 69 62 67 68 Σ 763
T
e
m
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a
t
u
r
2,5
-2,4
3,1
-2,8
7,1
-0,2
12,3
2,8
17,0
6,5
20,3
9,6
21,4
11,5
21,1
11,2
18,6
8,8
13,2
5,5
7,3
2,1
4,0
-0,5
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
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43
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59
73
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62
67
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  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: [3]

GeschichteBearbeiten

VorgeschichteBearbeiten

Kutenholz und die anderen Ortsteile gehörten vor 1852 zur Börde Mulsum im Amt Harsefeld und ab 1859 zum Amt Himmelpforten. 1885 wurde Kutenholz Teil des Kreises Stade und 1932 des heutigen Landkreises Stade.

GründungBearbeiten

Sadersdorf wurde am 1. Januar 1929 nach Kutenholz eingemeindet. Mit der Gemeindereform wurde am 1. Juli 1972 aus den Orten Kutenholz, Aspe, Essel und Mulsum die neue Gemeinde Kutenholz gebildet.[4]

Ausgliederungen, EingemeindungenBearbeiten

Mulsum wurde am 1. September 1990 aus Kutenholz ausgegliedert und wieder selbständig. Jedoch wurde der Ort bereits am 16. Oktober 1990 wieder eingemeindet.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner
31. Dezember 1972[5] 3681
31. Dezember 1977[5] 3793
31. Dezember 1982[5] 4078
31. Dezember 1987[5] 4010
31. Dezember 1992[5] 4320
31. Dezember 1997[5] 4642
31. Dezember 2002[5] 4995
31. Dezember 2007[5] 4878
31. Dezember 2012[5] 4749

ReligionBearbeiten

Die Gemeinde ist evangelisch-lutherisch geprägt und bildet mit der St.-Petri-Kirche in Mulsum ein eigenes Kirchspiel.

Für die wenigen Katholiken war von 1968 bis 2003 die Lukas-Kirche in Fredenbeck zuständig. Die Kirche wurde geschlossen und später abgerissen, um Geld zu sparen. Heute gehört die Gemeinde zur Kirchengemeinde der Heilig-Geist-Kirche in Stade. Eine andere katholische Kirche in der Nähe ist die St.-Michaels-Kirche in Harsefeld.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Rat der Gemeinde Kutenholz besteht aus 15 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 3.000 und 5.000 Einwohnern.[6] Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Die letzte Kommunalwahl am 11. September 2016 ergab das folgende Ergebnis:[7]

Partei Anteilige Stimmen Anzahl Sitze
CDU 65,38 % 10
SPD 28,54 % 4
Grüne 6,07 % 1

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2016 lag mit 57,43 %[7] über dem niedersächsischen Durchschnitt von 55,5 %.[8]

BürgermeisterBearbeiten

Zeitraum Name Partei
1972–1991 Klaus Schmetjen CDU
1991–2001 Karl Windhorst CDU
2001–2011 Johann Peter Hink CDU
2011– Gerhard Seba CDU

Der Gemeinderat wählte das Gemeinderatsmitglied Gerhard Seba (CDU) zum ehrenamtlichen Bürgermeister für die aktuelle Wahlperiode.[9]

WappenBearbeiten

 

Blasonierung: „In Blau mit rotem Dreiberg; oben vier fächerförmig gestellte goldene (gelbe) Ähren, unten eine silberne (weiße) Eiche mit goldenen (gelben) Eicheln.“

Der Gemeinderat hat am 12. März 2015 ein neues Wappen beschlossen. Die Ähren symbolisieren die vier Ortsteile Aspe, Essel, Kutenholz und Mulsum, aus denen am 1. Juli 1972 die neue Gemeinde Kutenholz hervorgegangen ist. Der Dreiberg steht für die Stader Geest und die Eiche entstammt dem Wappen der ehemaligen Gemeinde Kutenholz. Hier wurde gegen die heraldische Farbregel verstoßen, welche lautet, dass Farben nicht an Farben, sondern nur an Metalle (Gold und Silber) grenzen dürfen.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

  • Heimathaus „Op de Heidloh“
  • „Peter Kors sin olet Huus“
  • St. Petri Kirche“ (Mulsum)[10]
  • Festhalle

SportBearbeiten

Überregional bekannt ist der TSV Essel, dessen Frauenmannschaft in der Hallensaison 2016/17 in der Faustballbundesliga spielte.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

InfrastrukturBearbeiten

Der Anschluss an das Stromnetz erfolgte in den Jahren 1921/1922. Im Jahre 2007 hat der Mobilfunkanbieter O2 eine GSM-Basisstation errichtet.

VerkehrBearbeiten

Kutenholz hat über die Landstraße 123 Anschluss an Bremervörde im Westen und die Bundesstraße 73 im Osten, die weiteren Anschluss nach Stade, Buxtehude und Hamburg bietet.

Durch die Gemeinde führt die Bahnstrecke Bremerhaven–Buxtehude. Die Strecke wird heute von der EVB genutzt. Nur noch ab Sommerwochenenden fährt der Moorexpress auf der Verbindung Hesedorf–Stade mit Halt in Mulsum.

Ansässige UnternehmenBearbeiten

Größter Arbeitgeber ist die RPC Verpackung Kutenholz mt über 300 Mitarbeitern, die Kunststofflaschen produziert.

In Kutenholz besteht ein innovativer Brachenmix aus Dienstleistung, Handel, Handwerk, Landwirtschaft und Industrie.

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

GalerieBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2018 (Hilfe dazu).
  2. Klima Kutenholz: Wetter, Klimatabelle & Klimadiagramm für Kutenholz. Abgerufen am 18. Dezember 2018.
  3. abgerufen am 18. Dezember 2018
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 246.
  5. a b c d e f g h i Home. Abgerufen am 18. Dezember 2018.
  6. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 18. Februar 2017.
  7. a b Gemeinde Kutenholz – Gesamtergebnis Gemeinderatswahl 2016, abgerufen am 18. Februar 2017.
  8. Die CDU holt landesweit die meisten Stimmen. 12. September 2016, abgerufen am 18. Februar 2017.
  9. Rat der Gemeinde Kutenholz, abgerufen am 18. Februar 2017.
  10. http://www.kirche-mulsum.de/