Kurier nach Triest

Film von Henry Hathaway (1952)

Kurier nach Triest (Originaltitel: Diplomatic Courier) ist ein US-amerikanischer Spielfilm in Schwarzweiß aus dem Jahr 1952. Regie führte Henry Hathaway. Die Hauptrollen waren mit Tyrone Power, Patricia Neal, Stephen McNally und Hildegard Knef besetzt. Das Drehbuch stammt von Casey Robinson, der den Film auch produzierte. Das Buch beruht auf der Novelle „Sinister Errand“ von Peter Cheyney. In seinem Heimatland kam der Streifen das erste Mal am 13. Juni 1952 ins Kino, in der Bundesrepublik Deutschland am 30. Januar 1953.

Filmdaten
Deutscher TitelKurier nach Triest
OriginaltitelDiplomatic Courier
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1952
Länge97 Minuten
AltersfreigabeFSK 16
Stab
RegieHenry Hathaway
DrehbuchCasey Robinson
Liam O’Brian
ProduktionCasey Robinson
MusikSol Kaplan
KameraLucien Ballard
SchnittJames B. Clark
Besetzung

HandlungBearbeiten

Bei seinem Flug von Paris nach Salzburg lernt der US-amerikanische Agent Mike Kells eine vornehm gekleidete junge Frau kennen. Es stellt sich heraus, dass sie verwitwet ist und an ihrem Zielort die Festspiele besuchen möchte. Kells dagegen hat eine andere Aufgabe: er soll von Sam Carew, der bei der amerikanischen Botschaft in Bukarest in Diensten steht, einen geheimen Mikrofilm in Empfang nehmen und in die Vereinigten Staaten schmuggeln. Nach der Ankunft in Salzburg sieht Mike zwar Sam Carew, aber dieser schenkt ihm keinerlei Beachtung. Kells vermutet daher, dass sein Kollege von sowjetischen Agenten beobachtet wird. Sein Verdacht erhärtet sich, als sie mit dem Arlberg-Express nach Triest reisen.

Als der Zug in einen Tunnel fährt, wird es plötzlich dunkel. Kells kann aber erkennen, wie zwei Männer Sam Carew aus dem Fenster werfen. Daraufhin setzt er sich mit seinem Vorgesetzten, Colonel Cagle, in Verbindung. Der fordert ihn auf, nach einer blonden jungen Frau zu suchen, die mit ihm im Zug gefahren sei. Zu seiner Überraschung findet Kells in seiner Jackentasche ein Foto des gesuchten Mädchens mit dem Namen Janine Betki und ihre Hotel-Adresse in Triest. Dort scheint sie jedoch nicht angekommen zu sein. Daraufhin sucht Mike im Umfeld des Hotels mehrere Nachtlokale auf in der Hoffnung, dort die Gesuchte zu finden. Statt ihrer trifft er jedoch Joan Ross wieder, seine Bekannte aus dem Flugzeug. Kaum hat sich diese vom Tisch entfernt, wird Mike von einem sonderbaren Händler bedrängt, der ihm verschiedene Uhren zum Kauf anbietet. In einem Exemplar erkennt Mike die Uhr seines Kollegen Sam Carew. Als er dafür Interesse bekundet, nennt ihm der Fremde eine Adresse und eilt davon. Mike jagt ihm hinterher und sieht, wie der Mann die Uhr wegwirft. Kurz danach wird der Fremde von einem Auto überfahren. Kaum hat Mike die Uhr gefunden, sucht er das genannte Haus auf. Dort empfängt ihn Janine Betki. Diese versichert, eine russische Agentin zu sein, inzwischen aber die Seiten gewechselt zu haben. Als Lohn habe Sam ihr versprochen, sich für ihre Einreise in die Vereinigten Staaten einzusetzen. Als Zeichen seines Vertrauens überlässt ihr Mike Sams Uhr.

Schließlich entpuppt sich auch Joan Ross als sowjetische Agentin. Nur einem Zufall hat Mike es zu verdanken, dass er nicht umgelegt worden ist. Als er völlig erschöpft Colonel Cagle den Vorfall meldet, spielt Janine den Amerikanern einen Mikrofilm mit wichtigen Geheimplänen der Sowjets zu. Das Dokument hatte sich in Sams Uhr befunden. Jetzt hat Mike die Gewissheit, dass Janine auf seiner Seite steht. Nach einigen waghalsigen Manövern gelingt es ihm, das Mädchen und sich selbst in Sicherheit zu bringen. Ihren weiteren Weg wollen sie nun gemeinsam gehen.

KritikBearbeiten

„Spionage- und Abenteuerfilm aus der Ära des Kalten Kriegs – nach vertrautem Schema effektvoll und spannend inszeniert und überdurchschnittlich gespielt.“

„Meisterhaft inszenierter Spionage-Thriller mit Tyrone Power, der im Kalten Krieg einen Mikrofilm zu schmuggeln hat.“

Moviepilot[2]

QuelleBearbeiten

Programm zum Film, erschienen im Verlag Das neue Filmprogramm, H. Klemmer, Frankfurt am Main, Taunusstr. 52–60, ohne Nummernangabe

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. rororo-Taschenbuch Nr. 6322 (1988), S. 2128
  2. http://www.moviepilot.de/movies/kurier-nach-triest