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KUNSTFORUM International ist eine deutschsprachige Kunstzeitschrift zur zeitgenössischen Kunst im Buch-Format, die seit 1973 in heute sechs bis sieben Ausgaben jährlich erscheint. Sie wird von ihrem Gründer Dieter Bechtloff verlegt und herausgegeben.

Kunstforum International

Beschreibung Aktuelle Zeitschrift für alle Bereiche der Bildenden Kunst
Verlag Kunstforum International
Hauptsitz Köln
Erstausgabe 1973
Erscheinungsweise durchschn. 6 Bände pro Jahr
Chefredakteur Dieter Bechtloff
Herausgeber Dieter Bechtloff
Weblink www.kunstforum.de
ISSN (Print)

Die ZeitschriftBearbeiten

KUNSTFORUM widmet sich einem breiten inhaltlichen Spektrum, welches neben den als klassisch geltenden Medien wie Malerei, Skulptur oder Grafik, auch alle Bereiche der visuellen Kultur, auch Fotografie, Architektur, Design, Multimedia etc. beinhaltet. Zu den Besonderheiten gehören die Schwerpunktdokumentationen zu aktuellen Kunstrichtungen, zu Medien und Kunstregionen, zu Kunst in den Kontexten Gesellschaft, Literatur, Wissenschaft etc. So erschienen in den letzten Jahren unter anderem Themenbände zu Feminismus, Natur und Kunst, Postdigitalität oder der neuen Auftragskunst.

Erweiterung finden die Printbände durch das KUNSTFORUM Onlinearchiv. Dieses umfasst alle seit 1973 erschienenen Ausgaben mit über 25.000 Texten und 200.000 Bildern, sowie umfassenden Personen-, Institutions- und Ausstellungslexika zur zeitgenössischen Kunst und angrenzenden Bereichen.

Neben den Titeldokumentationen enthalten die Bände Monografien und Interviews mit Künstlern, Ausstellungsmachern, Sammlern, Kulturpolitikern etc. und Korrespondentenberichte aus den internationalen Kunstzentren. Bild- und Nachrichtenteile dokumentieren Ausstellungen und Kataloge, Bücher und Zeitschriften, Editionen, Markt- und Messegeschehen.

Zu großen Ausstellungen wie der documenta oder der Biennale Venedig (z. B. zur documenta 14 und der 57. Venedig Biennale) publiziert die Zeitschrift außerdem regelmäßig Sonderbände. In ihnen werden die Exponate systematisch und nahezu komplett als Rundgang in Installationsaufnahmen dokumentiert und in Essays und Interviews besprochen. Es ist eine Zeitschrift, innerhalb derer stilistische Besonderheiten der Autoren und Autorinnen bewusst erhalten bleiben sollen und unterschiedliche Perspektiven bewusst zulässt. Jeder Band umfasst in der Regel etwas über 300 Seiten.

GeschichteBearbeiten

Die Zeitschrift KUNSTFORUM wurde zu einem Zeitpunkt ins Leben gerufen, als sich im Umgang mit zeitgenössischer Kunst entscheidende Veränderungen abzeichneten. Gründer war Dieter Bechtloff, zuvor Redakteur und Teilhaber in der seit 1964 in Mainz erscheinenden, führenden Zeitschrift MagazinKUNST. Einer der ersten Mitarbeiter war der Kunstkritiker Klaus Honnef.[1] Anfang der 1970er Jahre rückte die Kunst aus den Museen näher ans Leben und beschäftigte nicht mehr nur Kenner und Spezialisten, sondern ein immer größeres Publikum. Seit Ende der 1960er waren in Köln regelmäßig die ersten „Kunstmessen“ veranstaltet worden, es eröffneten zahlreiche Galerien für zeitgenössische Kunst, die auch in Museen immer öfter gezeigt wurde. Weitere deutschsprachige Zeitschriften zur zeitgenössischen Kunst sind unter anderem Texte zur Kunst (gegründet 1990) und art – Das Kunstmagazin (gegründet 1979).

Regelmäßige Mitarbeiter (Auswahl)Bearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Sammlerzeitschriften. In: Der Spiegel vom 2. Oktober 1972