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Kristen Stewart

US-amerikanische Schauspielerin
Kristen Stewart 2014 bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes
Unterschrift von Kristen Stewart

Kristen Jaymes Stewart (* 9. April 1990 in Los Angeles, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Filmschauspielerin. Bekannt geworden ist sie durch die Rolle der Bella Swan in den Verfilmungen der Twilight-Romane von Stephenie Meyer.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Kindheit und Jugend

Kristen Jaymes Stewart hat noch einen älteren Bruder namens Cameron und zwei Adoptivbrüder, Taylor und Dana. Ihr Vater John Stewart ist Fernsehproduzent beim amerikanischen Sender Fox. Ihre Mutter Jules Mann-Stewart stammt aus Queensland (Australien) und ist Script Supervisor in Hollywood. Kristen Stewart besuchte die Schule bis zur siebten Klasse. Danach nahm sie Privatunterricht und machte 2009 ihren Highschool-Abschluss.[1]

Karrierebeginn

 
Kristen Stewart (2007)

Ihre Karriere begann mit acht Jahren, als ein Schauspielagent bei einer Theateraufführung ihrer Grundschule auf sie aufmerksam wurde, was zu einem kurzen Auftritt im Disney-TV-Film Das dreizehnte Jahr (1999) führte. Es folgte eine Komparsenrolle in Die Flintstones in Viva Rock Vegas (2000). Außerdem wirkte sie in mehreren Werbespots mit, unter anderem machte sie Werbung für die Automarke Porsche.[2]

Ihre erste größere Rolle spielte Stewart in The Safety of Objects (2001), wo sie die burschikose Tochter einer unruhigen alleinerziehenden Mutter (Patricia Clarkson) verkörperte. Auf sich aufmerksam machte sie in dem Film Panic Room (2002), in dem sie die zuckerkranke Tochter Sarah von Meg Altmann (Jodie Foster) spielte (kurz vor Drehbeginn ersetzte sie die für die Rolle vorgesehene Hayden Panettiere).[3] Des Weiteren spielte sie in dem Thriller Cold Creek Manor (2003) die Tochter von Dennis Quaid und Sharon Stone. Im US-Remake des dänischen Kinderfilms Kletter-Ida, Mission: Possible (2004), hatte Stewart eine der Hauptrollen. Im Alter von 13 Jahren übernahm sie in Speak – Die Wahrheit ändert alles (2004) die Rolle einer Highschool-Schülerin, die von einem älteren Mitschüler auf einer Party vergewaltigt wird, dies jedoch niemandem anvertraut. Dieser Film erschien in Deutschland erst 2014 auf DVD.

Im Jahr 2005 spielte Stewart in Fierce People neben Diane Lane und Donald Sutherland sowie in dem Fantasie-Abenteuer-Film Zathura als die große, unverantwortliche Schwester Lisa zweier kleiner Brüder, die ihr Haus in ein Raumschiff verwandeln, während sie ein Brettspiel spielen. 2006 übernahm Stewart die Rolle des Teenagers Lucy Hardwicke in dem romantischen Drama Im Land der Frauen mit Meg Ryan und O.C., California-Star Adam Brody. Der Film wie auch Stewarts Leistung stießen auf gemischte Reaktionen.[4] 2008 spielte Stewart in dem Drama The Cake Eaters die 15-jährige, schwer kranke Georgia und an der Seite von William Hurt und Maria Bello in der Neuverfilmung des Dramas Das gelbe Segel die Rolle der Martine. Im selben Jahr wirkte sie in dem Film Into the Wild – Die Geschichte eines Aussteigers von Sean Penn mit. Darin spielte sie eine junge Sängerin, die ein Auge auf den Hauptcharakter, den jungen Abenteurer Christopher McCandless (Emile Hirsch) geworfen hat. Salon.com beschrieb ihre Arbeit als eine „stabile, sensible Leistung“.[5] Es gab aber auch einige weniger gute Kritiken.[6] Bis heute sind Kritiker und Publikum gespalten in der Beurteilung von Stewarts schauspielerischen Leistungen.

Ebenfalls 2008 war sie am Ende des Science-Fiction-Films Jumper in einer kleinen Nebenrolle zu sehen.

Schauspielerischer Durchbruch

 
Kristen Stewart 2016 bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes

Noch 2008 wurde Stewart schlagartig einer größeren Öffentlichkeit bekannt. An der Seite von Robert Pattinson spielte sie die Isabella „Bella“ Marie Swan in Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen (2008), basierend auf dem ersten Buch der gleichnamigen, vierteiligen Roman-Reihe von Stephenie Meyer, welche von der Liebesgeschichte zwischen der sterblichen Highschool-Schülerin Bella und einem über 100 Jahre alten Vampir namens Edward Cullen handelt.[7] Die Verfilmung des zweiten Teils, New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde, kam 2009 in die deutschen Kinos und war wie der Vorgänger ein großer Erfolg.[8] Der dritte Teil, Eclipse – Bis(s) zum Abendrot, lief am 15. Juli 2010 in Deutschland an.[9]

In dem Film Adventureland (2009) spielte Stewart an der Seite von Jesse Eisenberg und Ryan Reynolds die Hauptrolle der Emily „Em“ Lewin.

In The Runaways (2010), einem Film über die gleichnamige Rock-’n’-Roll-Band, verkörperte Stewart Joan Jett.[10] Für die Rolle ließ sie sich die Haare kurz schneiden und schwarz färben. Mit ihrer Filmpartnerin Dakota Fanning, welche in dem Film als Bandkollegin von Joan Jett, Cherie Currie, zu sehen ist, hatte Stewart eine Kussszene.[11] Eigens für den Film haben Fanning und Stewart einige Songs der Runaways neu eingesungen. Diese sind, bis auf I love Rock ’n' Roll, welchen Stewart alleine singt, auch auf dem Soundtrack zu finden.[12] Zu Cherry Bomb haben Stewart und Fanning ein Musikvideo gedreht.[13]

2010 war Stewart in dem Drama Welcome To The Rileys an der Seite von James Gandolfini und Melissa Leo als jugendliche Prostituierte Mallory zu sehen.[14] Der Film wurde 2010 im Rahmen des Sundance Film Festival zum ersten Mal vorgestellt. Stewart erhielt für diese Rolle überwiegend positive Kritiken.[15]

2012 war sie im fünften Film der Twilight-Reihe Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht – Teil 2 sowie in Snow White and the Huntsman und in On the Road – Unterwegs zu sehen.

2014 spielte Stewart tragende Nebenrollen in den von Kritikern positiv bewerteten Filmdramen Still Alice – Mein Leben ohne Gestern und Die Wolken von Sils Maria. Für Die Wolken von Sils Maria wurde sie als erste US-amerikanische Schauspielerin mit dem César, dem wichtigsten französischen Filmpreis, sowie mit vielen weiteren Kritikerpreisen als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet. 2015 spielte sie die Hauptrolle in dem Stoner-Film American Ultra, der gemischte Kritiken erhielt und nur knapp seine Kosten einspielte. In Woody Allens Film Café Society (2016), in dem Stewart eine der Hauptrollen spielte, war sie nach Adventureland und American Ultra bereits zum dritten Mal an der Seite von Jesse Eisenberg zu sehen. Der Film feierte 2016 bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes Premiere.

2017 wurde sie in die Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) aufgenommen, die jährlich die Oscars vergibt.[16]

Debüt als Autorin und Regisseurin

Beim Sundance Film Festival 2017 wurde ihr 2016 entstandener Kurzfilm Come Swim gezeigt, zu dem Kristen Stewart das Drehbuch schrieb und bei dem sie Regie führte.[17]

Persönliches

Stewart lebt seit 2008 in Woodland Hills, Los Angeles.

Bei den Dreharbeiten zu Speak lernte sie ihren Co-Star Michael Angarano kennen. Zwei Jahre später wurden sie ein Paar, trennten sich 2009 jedoch wieder. Bis 2013[18] war Stewart, mit kurzer Unterbrechung im Juli 2012, mit ihrem Twilight-Co-Star Robert Pattinson liiert.[19][20] Im Juli 2016 bestätigte sie, dass sie mit ihrer früheren persönlichen Assistentin Alicia Cargile in einer Beziehung lebe.[21]

Filmografie (Auswahl)

Deutsche Synchronstimme

Seit 2008 wird die deutsche Synchronstimme von Annina Braunmiller gesprochen.

Auszeichnungen und Nominierungen

 
Kristen Stewart bei der Premiere des Films Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht – Teil 2 im November 2012

Young Artist Awards:

SAG Awards:

  • 2008: Nominierung als bestes Schauspielensemble für Into the Wild

BRAVO Otto:

  • 2008: Bester Kinostar (Silber)
  • 2011: Bester weiblicher Kinostar (Gold)[22]

MTV Movie Awards:

Teen Choice Awards:

  • 2009: Beste Schauspielerin in einem Drama für Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen
  • 2009: Bester Filmkuss (mit Robert Pattinson) für Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen
  • 2010: Beste Schauspielerin in einem Fantasy Film für New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde
  • 2010: Beste Sommerfilm-Schauspielerin für Eclipse – Bis(s) zum Abendrot
  • 2010: Bester Filmkuss (mit Robert Pattinson) für New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde
  • 2010: Bestes Filmpaar (mit Robert Pattinson) für New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde
  • 2010: Nominierung in der Kategorie Beste Schauspielerin in einem Drama für The Runaways
  • 2011: Nominierung in der Kategorie Beste Schauspielerin in einem Sci Fi-/Fantasyfilm für Eclipse – Bis(s) zum Abendrot
  • 2011: Nominierung in der Kategorie Bester Filmkuss (mit Robert Pattinson) für Eclipse – Bis(s) zum Abendrot
  • 2011: Nominierung in der Kategorie Bester Filmkuss (mit Taylor Lautner) für Eclipse – Bis(s) zum Abendrot
  • 2012: Beste Schauspielerin in einer Romanze für Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht – Teil 1
  • 2012: Bester weiblicher Filmstar für Snow White and the Huntsman
  • 2012: Nominierung in der Kategorie Bester Filmkuss (mit Robert Pattinson) für Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht – Teil 1
  • 2012: Nominierung in der Kategorie Beste Schauspielerin in einem Sci Fi-/Fantasyfilm für Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht – Teil 1
  • 2015: Nominierung in der Kategorie Beste Schauspielerin in einem Drama für Still Alice

Scream Awards:

  • 2009: Beste Fantasy-Schauspielerin für Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen
  • 2009: Nominierung in der Kategorie Bestes Schauspielensemble für Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen
  • 2010: Beste Fantasy-Schauspielerin für Eclipse – Bis(s) zum Abendrot

Gotham Awards:

  • 2009: Nominierung in der Kategorie Bestes Schauspielensemble für Adventureland

TeenVogue Awards:

  • 2009: Best Dressed für den Monat Mai

People’s Choice Awards:

  • 2010: Bestes On-Screen Team (mit Taylor Lautner und Robert Pattinson) für Die Twilight-Saga
  • 2010: Nominierung als beste Schauspielerin
  • 2011: Beste Schauspielerin
  • 2011: Bestes On-Screen Team (mit Taylor Lautner und Robert Pattinson) für Die Twilight-Saga
  • 2011: Nominierung in der Kategorie Bester Film Star unter 25

BAFTA Awards

Elle Style Awards:

  • 2010: Woman of the Year

Goldene Himbeere:

  • 2010: Nominierung als schlechtestes Leinwandpaar (mit Robert Pattinson) für New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde
  • 2010: Nominierung als schlechtestes Leinwandpaar (mit Taylor Lautner) für New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde
  • 2011: Nominierung als schlechteste Schauspielerin für Eclipse – Bis(s) zum Abendrot
  • 2011: Nominierung als schlechtestes Leinwandpaar für Eclipse – Bis(s) zum Abendrot
  • 2012: Nominierung als schlechteste Schauspielerin für Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht – Teil 1[23]
  • 2012: Nominierung als schlechtestes Leinwandpaar für Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht – Teil 1[23]
  • 2013: Schlechteste Schauspielerin für Snow White and the Huntsman und für Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht – Teil 2
  • 2013: Nominierung in der Kategorie Schlechtestes Leinwandpaar (mit Robert Pattinson) für Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht – Teil 2
  • 2015: Nominierung in der Kategorie Himbeere-Erlöser-Preis für Camp X-Ray

Nickelodeon Kids’ Choice Awards:

  • 2010: "Süßestes Pärchen für Bella und Jake" (mit Taylor Lautner) für New Moon Bis(s) zur Mittagsstunde
  • 2010: Nominierung als "süßestes Pärchen für Bella und Edward" (mit Robert Pattinson) für New Moon Bis(s) zur Mittagsstunde
  • 2011: Nominierung als Lieblings-Schauspielerin für Eclipse – Bis(s) zum Abendrot
  • 2012: Lieblings-Schauspielerin für Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht – Teil 1[24]
  • 2013: Lieblings-Schauspielerin für Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht – Teil 2 sowie Lieblings-Verklopperin für Snow White and the Huntsman

César

  • 2015: Beste Nebendarstellerin für Die Wolken von Sils Maria

New York Film Critics Circle Award

  • 2015: Beste Nebendarstellerin für Die Wolken von Sils Maria

Florida Film Critics Circle

  • 2015: Beste Nebendarstellerin für Die Wolken von Sils Maria

National Society of Film Critics

  • 2016: Beste Nebendarstellerin für Die Wolken von Sils Maria

Veröffentlichungen

  • Bhautik Joshi, Kristen Stewart, David Shapiro: Bringing Impressionism to Life with Neural Style Transfer in Come Swim. 2017, arxiv:1701.04928

Literatur

  • Robert Pattinson, Kristen Stewart, Taylor Lautner: The Interviews 2008–2011 [Kindle Edition] (Hrsg.: The Interview People), November 2011.

Weblinks

  Commons: Kristen Stewart – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Kristen Stewart holt Schulabschluss nach. In: Topnews.de. 8. Oktober 2009; abgerufen am 22. Dezember 2010.
  2. Porschewerbung mit Kristen Stewart auf Metacafe.com
  3. Diverse Infos zu Panic Room auf IMDb.com
  4. Kritiken für Im Land der Frauen auf Metacritic.com
  5. Into the wild Kritik auf Salon.com
  6. Into the wild Kritik auf Variety.com
  7. Offizielle Homepage der Twilight-Verfilmungen
  8. New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde auf Moviepilot.de
  9. Twilight Eclipse startet mit Rekord, Bericht auf Moviepilot.de
  10. Bericht zu The Runaways auf Hollywoodreporter.com
  11. Kusszene zwischen Stewart und Fanning in The Runaways Artikel auf Viviano.de
  12. The Runaways Soundtrack
  13. Cherry Bomb Musikvideo
  14. Welcome to the Rileys Homepage
  15. Welcome to the Rileys Reviews auf Film.com und Hollywoodreporter.com
  16. „Class of 2017“. Zugegriffen 30. Juni 2017. http://www.app.oscars.org/class2017/.
  17. Come Swim
  18. Robert Pattinson hat Trennung überwunden:Glücklich ohne Kristen Stewart. Pro7. 17. September 2013. Abgerufen am 31. Dezember 2013.
  19. R-Patz admits: I AM with K-Stew, thesun.co.uk (englisch)
  20. Robert Pattinson verlässt die gemeinsame Wohnung, focus.de
  21. Bericht der FAZ vom 27. Juli 2016 mit Bezugnahme auf eine von Stewart der Frauenzeitschrift Elle gegebenes Interview, abgerufen am 29. Juli 2016
  22. Bravo Otto#2011
  23. a b Goldene Himbeere 2012 – die Gewinner der Anti-Oscars, giga.de, 2. April 2012, abgerufen am 24. April 2016
  24. kca.nick.de