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Kreuzkirche Hirschegg

Kirchengebäude in der österreichischen Gemeinde Mittelberg
Kreuzkirche in Hirschegg

Die Kreuzkirche Hirschegg ist eine evangelisch-lutherische Kirche im Kleinwalsertal in der Gemeinde Mittelberg im Ort Hirschegg mit einem Ei-förmigen Grundriss.

GeschichteBearbeiten

Die ersten Gottesdienste wurden im Jahre 1925 im Sanatorium Dr. Backer in der Schwende in Riezlern abgehalten. Im Zuge des Anschlusses von Österreich an Hitler-Deutschland wurde im Jahre 1939 die Kirchengemeinde von der Kreuzkirche am Ölrain in Bregenz gelöst und als Vikariat der Christuskirchengemeinde Oberstdorf zugeteilt. Weil ab 1940 in nichtgemeindeeigenen Räumlichkeiten Gottesdienste verboten wurden, wurde ein Betsaal in einer ehemaligen Schreinerwerkstatt am Zwerenbach in Riezlern im jetzigen Schullandheim Schwäbisch Gmünder-Haus eingerichtet und geweiht. Die Zahl der evangelischen Gläubigen nahm im Zweiten Weltkrieg stark zu und wurde durch Flüchtlinge nach 1945 weiter vergrößert, sodass im Jahre 1949 ein Kirchenbauverein gegründet wurde.[1][2]

Die österreichische Vikariatskirche gehört zur Mutterpfarre Christuskirche Oberstdorf und ist im Dekanat Kempten[3] des Kirchenkreises Augsburg der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern eingebunden.

KreuzkircheBearbeiten

 
Kruzifix und zwei Engel von Andreas Schwarzkopf
 
Orgel von Paul Ott

Die Kirche steht in Hanglage im Norden von Hirschegg und wurde von 1952 bis 1953 nach den Plänen des Architekten Gustav Gsaenger unter der örtlichen Bauleitung des Architekten Fritz Horle aus Obersdorf errichtet. Neben dem eiförmigen Kirchenschiff unter einem Walmdach steht angebaut ein eckiger Turm mit Zeltdach. Sakristei und Vorhalle sind unter einem Pultdach. Der Gemeinderaum im Untergeschoss und der Betraum mit Sakristei im Erdgeschoss haben jeweils eine Vorhalle.

Der Betraum hat eine flache Holzbalkendecke. Beim Altar sind Figuren Kruzifixus und zwei Engel aus 1953 vom Bildhauer Andreas Schwarzkopf aus Ruhpolding mit einer Fassung der Malerin Angela Gsaenger. Auch das Gemälde Evangeliensymbole an der Emporenbrüstung aus 1953 ist von Angela Gsaenger.

Im Jahre 1960 wurde die Kirche baulich vergrößert. Die Orgel mit 13 Registern aus dem Jahre 1961 ist vom Orgelbau Ott aus Göttingen. Im Jahre 1962 wurde ein Pfarrhaus und ein Mesnerhaus an die Kirche angebaut.

Eine nahezu baugleiche Kirche mit ebenfalls eiförmigen Kirchenschiff steht seit 1965 im Ortsteil Wommelshausen der Gemeinde Bad Endbach und eine weitere in Bodenmais mit der Johanneskirche.

LiteraturBearbeiten

  • Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs: Vorarlberg. Mittelberg. Evangelische Kreuzkirche in Hirschegg. Bundesdenkmalamt (Hrsg.), Verlag Anton Schroll & Co, Wien 1983, ISBN 3-7031-0585-2, Seite 312.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Kreuzkirche Hirschegg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Evangelische Kirchengemeinde Kleinwalsertal (Memento des Originals vom 20. Oktober 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kleinwalsertal-evangelisch.de Irmin Schwendiger: Die Geschichte der evangelisch-lutherischen Gemeinde im Kleinwalsertal, Juli 1993
  2. Kreuzkirche in Hirschegg (Memento des Originals vom 25. Dezember 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bayern-evangelisch.de. Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern, bayern-evangelisch.de: Auswahl sehenswerter Kirchen im Kirchenkreis Augsburg, abgerufen am 15. April 2010
  3. Dekanat Kemptenbayern-evangelisch.de: Dekanatsbezirke

Koordinaten: 47° 20′ 39,4″ N, 10° 9′ 58,6″ O