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Krempel (Dithmarschen)

Gemeinde im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Krempel
Krempel (Dithmarschen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Krempel hervorgehoben

Koordinaten: 54° 19′ N, 9° 2′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Dithmarschen
Amt: Kirchspielslandgemeinden Eider
Höhe: 2 m ü. NHN
Fläche: 4,83 km2
Einwohner: 615 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 127 Einwohner je km2
Postleitzahl: 25774
Vorwahl: 04882
Kfz-Kennzeichen: HEI, MED
Gemeindeschlüssel: 01 0 51 061
Adresse der Amtsverwaltung: Kirchspielsschreiber-Schmidt-Straße 1
25779 Hennstedt
Website: www.gemeinden-lunden-lehe-krempel.de
Bürgermeister: Ronald Petersen (SPD)
Lage der Gemeinde Krempel im Kreis Dithmarschen
Karte

Krempel ist eine Gemeinde im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein.

GeografieBearbeiten

LageBearbeiten

Die Gemeinde liegt auf der Lundener Nehrung in unmittelbarer Nähe des Zentralortes Lunden im Norden Dithmarschens.

NachbargemeindenBearbeiten

Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn im Norden beginnend die Gemeinden Lunden, Sankt Annen, Schlichting, Rehm-Flehde-Bargen und Groven (alle im Kreis Dithmarschen).

GeschichteBearbeiten

Erstmals wurde Krempel 1231 urkundlich erwähnt. Ob es seinerzeit die Kelten waren, die Cremböl, woraus das heutige Krempel entstand, gegründet haben, ist ungeklärt. Während Lunden eine ruhmreiche Zeit mit florierendem Handel erlebte, entwickelte sich Krempel im Schatten der Nachbargemeinde zu einem landwirtschaftlich geprägten Dorf. Schon in historischer Zeit waren die meisten Bauern auf einen Nebenerwerb in der Marsch oder im Moor zur Existenzsicherung angewiesen. Heute hat sich die Gemeinde von der Sanddüne zur modernen Wohngemeinde gewandelt.

Am 1. April 1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Lunden aufgelöst. Alle ihre Dorfschaften, Dorfgemeinden und Bauerschaften wurden zu selbständigen Gemeinden/Landgemeinden, so auch Krempel.[2]

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung hat die SPD seit der Kommunalwahl 2013 fünf Sitze und die Wählergemeinschaft WGK vier.[3]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Gespalten von Gold und Grün. Vorn ein halber, rot bewehrter schwarzer Adler am Spalt, hinten eine bewurzelte silberne Kiefer.“[4]

Der Adler soll im Gegensatz zum unbändigen nordischen Wappenlöwen der dänischen, schleswigschen und holsteinischen Herrscher, die vielfach die Freiheit Dithmarschens bedroht hatten, die Wachsamkeit und Wehrhaftigkeit des Kirchspiels beschwören. Der halbe Reichsadler soll gleichfalls bildlich demonstrieren, dass man sich, ähnlich wie bei den freien Reichsstädten, nur dem Deutschen Reich und seiner Kaiser untergeordnet und zugehörig fühle, und nicht irgendwelchen Fürsten. Die knorrige Kiefer symbolisiert den Kampf der Bewohner, sich auf der kargen Düne zu behaupten (neuerdings sind in der Gemeinde Krempel umfangreiche Anpflanzungen von Nadelwald) und sowohl im Westen wie im Osten die Landschaft (einst See und Meer) urbar bzw. fruchtbar zu machen.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Die Gemeinde Krempel liegt direkt an der Bahnlinie Hamburg-Westerland. Durch den Autobahnzubringer der B 5 bei Hemme und Karolinenkoog in ca. 6 km Entfernung ist auch die A 23 gut zu erreichen.

Ansässige UnternehmenBearbeiten

In Krempel sind zahlreiche Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen ansässig wie z. B. eine Kfz-Werkstatt, Bau- und Tiefbauunternehmen, Heizungs- und Sanitärbetrieb und ein Elektroinstallateurbetrieb.

BildungBearbeiten

Für die Kinder der Gemeinde ist eine Grundschule im Nachbarort Lunden vorhanden, ebenso wie die Realschule, die Förderschule und der Kindergarten. Gymnasien befinden sich in Heide oder Husum und sind gut erreichbar durch Bus und Bahn. Eine Bahnstation befindet sich in ca. 1 km Entfernung in Lunden.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Krempel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2018 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867–1970. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, Kiel 1972, S. 251.
  3. Endergebnis der Kommunalwahl 2013@1@2Vorlage:Toter Link/www.amt-eider.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein