Hauptmenü öffnen
Basisdaten
Bezirk: Schwerin
Verwaltungssitz: Parchim
Fläche: 677 km²
Einwohner: 39.500 (31. Dez. 1985)
Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: B (1953–1990)
PCH (1991–1994)
Kreisgliederung: 24 Gemeinden
Lage des Kreises in der DDR
Kreis RügenKreis Bad DoberanKreis GreifswaldGreifswaldKreis GrevesmühlenKreis GrimmenKreis Ribnitz-DamgartenKreis Rostock-LandRostockKreis Stralsund-LandStralsundKreis Wismar-LandWismarKreis WolgastKreis GüstrowKreis BützowKreis GadebuschKreis HagenowKreis LudwigslustKreis LübzKreis ParchimKreis PerlebergKreis Schwerin-LandSchwerinKreis SternbergKreis AnklamKreis AltentreptowKreis DemminKreis MalchinKreis Neubrandenburg-LandNeubrandenburgKreis NeustrelitzKreis PasewalkKreis PrenzlauKreis Röbel/MüritzKreis StrasburgKreis TemplinKreis TeterowKreis UeckermündeKreis WarenKreis BelzigKreis Brandenburg-LandBrandenburg an der HavelKreis GranseeKreis JüterbogKreis Königs WusterhausenKreis KyritzKreis LuckenwaldeKreis NauenKreis NeuruppinKreis OranienburgKreis Potsdam-LandPotsdamKreis PritzwalkKreis RathenowKreis WittstockKreis ZossenKreis AngermündeKreis Bad FreienwaldeKreis BeeskowKreis BernauKreis EberswaldeKreis Eisenhüttenstadt-LandEisenhüttenstadtFrankfurt (Oder)Kreis FürstenwaldeSchwedt/OderKreis SeelowKreis StrausbergKreis Bad LiebenwerdaKreis CalauKreis Cottbus-LandCottbusKreis FinsterwaldeKreis ForstKreis GubenKreis HerzbergKreis HoyerswerdaKreis JessenKreis LuckauKreis LübbenKreis SenftenbergKreis SprembergKreis WeißwasserKreis BurgKreis GardelegenKreis GenthinKreis HalberstadtKreis HaldenslebenKreis HavelbergKreis KlötzeMagdeburgKreis OscherslebenKreis OsterburgKreis SalzwedelKreis SchönebeckKreis StaßfurtKreis StendalKreis WanzlebenKreis WernigerodeKreis WolmirstedtKreis ZerbstKreis ArternKreis AscherslebenKreis BernburgKreis BitterfeldDessauKreis EislebenKreis GräfenhainichenHalle (Saale)Kreis HettstedtKreis HohenmölsenKreis KöthenKreis MerseburgKreis NaumburgKreis NebraKreis QuedlinburgKreis QuerfurtKreis RoßlauSaalkreisKreis SangerhausenKreis WeißenfelsKreis WittenbergKreis ZeitzKreis AltenburgKreis BornaKreis DelitzschKreis DöbelnKreis EilenburgKreis GeithainKreis GrimmaKreis Leipzig-LandLeipzigKreis OschatzKreis SchmöllnKreis TorgauKreis WurzenKreis BautzenKreis BischofswerdaKreis DippoldiswaldeKreis Dresden-LandDresdenKreis FreitalKreis Görlitz-LandGörlitzKreis GroßenhainKreis KamenzKreis LöbauKreis MeißenKreis NieskyKreis PirnaKreis RiesaKreis SebnitzKreis ZittauKreis AnnabergKreis AueKreis AuerbachKreis Brand-ErbisdorfKreis FlöhaKreis FreibergKreis GlauchauKreis HainichenKreis Hohenstein-ErnstthalKreis Karl-Marx-Stadt-LandKarl-Marx-StadtKreis KlingenthalKreis MarienbergKreis OelsnitzKreis Plauen-LandPlauenKreis ReichenbachKreis RochlitzKreis SchwarzenbergKreis StollbergKreis WerdauKreis ZschopauKreis Zwickau-LandZwickauKreis EisenbergKreis Gera-LandGeraKreis GreizKreis Jena-LandJenaKreis LobensteinKreis PößneckKreis RudolstadtKreis SaalfeldKreis SchleizKreis StadtrodaKreis ZeulenrodaKreis ApoldaKreis ArnstadtKreis EisenachKreis Erfurt-LandErfurtKreis GothaKreis HeiligenstadtKreis LangensalzaKreis MühlhausenKreis NordhausenKreis SömmerdaKreis SondershausenKreis Weimar-LandWeimarKreis WorbisKreis Bad SalzungenKreis HildburghausenKreis IlmenauKreis MeiningenKreis Neuhaus am RennwegKreis SchmalkaldenKreis SonnebergKreis Suhl-LandSuhlOst-BerlinVolksrepublik PolenTschechoslowakeiBerlin (West)DeutschlandDänemarkKarte
Über dieses Bild
Lage des Kreises Parchim
im Bezirk Schwerin
Rathaus in Parchim
FF-Stein (Trigonometrischer Punkt) auf dem Ruhner Berg

Der Kreis Parchim war ein Kreis des Bezirks Schwerin in der DDR. Ab dem 17. Mai 1990 bestand er als Landkreis Parchim fort. Sein Gebiet gehört heute zum Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern. Der Sitz der Kreisverwaltung befand sich in Parchim.

GeografieBearbeiten

LageBearbeiten

Das Kreisgebiet war im Nordwesten durch die Lewitz, einer nach der Eiszeit durch Schmelzwasser ausgespülten Senke mit weiten Wiesen- und Ackerflächen, und im Süden durch einen Endmoränenzug, die Ruhner Berge geprägt. Der Ruhner Berg war mit seinen 177 Metern Höhe über dem Meeresspiegel der höchste Berg im Bezirk Schwerin. Weitere Erhebungen sind der Lange Berg (125 m) beim Parchimer Ortsteil Kiekindemark und der Tempelberg (83 m) bei Frauenmark. Die tiefsten Lagen befanden sich innerhalb der Lewitz am Ufer der Elde (ca. 40 m ü. NN).

Durch die Gemarkung des ehemaligen Kreises verläuft die Nordsee-Ostsee-Wasserscheide. Während die Müritz-Elde-Wasserstraße, dies ist der kanalisierte Verlauf der Elde, deren ursprüngliches Flussbett in Teilen in Form von Seitenarmen erhalten ist, sowie die bei Ziegendorf entspringende Löcknitz über die Elbe in die Nordsee entwässern, mündet die Warnow, deren Quelle sich bei Grebbin befindet, in die Ostsee.

In dem eher seenarmen Gebiet sind der Treptowsee bei Redlin und der Wockersee in Parchim nennenswert. Südlich von Parchim befinden sich größere Waldflächen.

Fläche und EinwohnerzahlBearbeiten

Die Fläche des Kreises betrug 677 km². Das entsprach 7,8 % der Fläche des Bezirks Schwerin.

Die Einwohnerzahl betrug im Jahr 1985 etwa 39.500. Das waren 6,6 % der Einwohner des Bezirks. Die Bevölkerungsdichte belief sich auf 58 Einwohner je km².

NachbarkreiseBearbeiten

Der Kreis Parchim grenzte im Norden an den Kreis Sternberg, im Osten an den Kreis Lübz, im Süden an den Kreis Perleberg, im Südwesten an den Kreis Ludwigslust, im Nordwesten an den Kreis Schwerin-Land und im Südosten an den zum Bezirk Potsdam gehörenden Kreis Pritzwalk.

GeschichteBearbeiten

Der mecklenburgische Kreis Parchim entstand am 25. Juli 1952 aus dem alten Landkreis Parchim unter Abtretung der Osthälfte, die den neuen Kreis Lübz bildete, und gehörte dem neu gebildeten Bezirk Schwerin an.[1] Am 17. Mai 1990 wurde aus dem Kreis der Landkreis Parchim.[2] Er kam am 3. Oktober 1990 in das neu gegründete Bundesland Mecklenburg-Vorpommern innerhalb des Beitrittsgebiets zur Bundesrepublik Deutschland. Am 12. Juni 1994 wurde der Landkreis aufgelöst und zusammen mit dem Landkreis Lübz sowie Teilen der Landkreise Sternberg und Schwerin zum neuen Landkreis Parchim.[1]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Weite Teile wurden bei mittlerer Bodengüte landwirtschaftlich, vor allem für den Anbau von Roggen, Gerste und Kartoffeln genutzt. Neben dem Hydraulikwerk, der Geflügelzucht und der Konservenfabrik waren in Parchim Betriebe zur Produktion von Möbelstoffen und Gasbeton vertreten.

Durch den Kreis Parchim führte die Fernverkehrsstraße 191 von Ludwigslust nach Lübz. Die F 321 verband den Kreis mit Schwerin und Pritzwalk. Seit 1982 verlief ein Teilstück der Transitautobahn Hamburg–Berlin durch das Kreisgebiet mit den Anschlussstellen Parchim und Suckow. In Höhe Stolpe existierte schon zu DDR-Zeiten eine Autobahnraststätte. Nach dem Abzug der russischen Streitkräfte wurde der Flughafen Schwerin-Parchim privat genutzt und seither für die zivile Luftfahrt ausgebaut.

BilderBearbeiten

Städte und GemeindenBearbeiten

Der Ort Ruhn bei Marnitz fiel 1982 wüst und wurde abgetragen. Zum 18. Juli 1992 wechselten die Ortsteile Pampin und Platschow der brandenburgischen Gemeinde Berge zur Gemeinde Ziegendorf.

Am 3. Oktober 1990 besaß der Landkreis Parchim 24 Gemeinden, davon eine Stadt:

Kfz-KennzeichenBearbeiten

Den Kraftfahrzeugen (mit Ausnahme der Motorräder) und Anhängern wurden von etwa 1974 bis Ende 1990 dreibuchstabige Unterscheidungszeichen, die mit den Buchstabenpaaren BK und BL begannen, zugewiesen.[3] Die letzte für Motorräder genutzte Kennzeichenserie war BT 00–01 bis BT 10–40.[4]

Anfang 1991 erhielt der Landkreis das Unterscheidungszeichen PCH.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  2. Gesetz über die Selbstverwaltung der Gemeinden und Landkreise in der DDR (Kommunalverfassung) vom 17. Mai 1990
  3. Andreas Herzfeld: Die Geschichte der deutschen Kennzeichen. 4. Auflage. Deutsche Gesellschaft für Flaggenkunde e. V., Berlin 2010, ISBN 978-3-935131-11-7, S. 301.
  4. Andreas Herzfeld: Die Geschichte der deutschen Kennzeichen. 4. Auflage. Deutsche Gesellschaft für Flaggenkunde e. V., Berlin 2010, ISBN 978-3-935131-11-7, S. 551.