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Hessen im 19. Jahrhundert
Ehemaliges Kreisamt (1840–1872) in Breuberg-Neustadt, heute Stadtarchiv und Sitz des Breuberg-Bundes.

Der Kreis Neustadt war ein vom 12. Mai 1852 bis zum 1. Juli 1874 bestehender Landkreis im Großherzogtum Hessen in der Provinz Starkenburg. Kreisstadt war Neustadt im Odenwald.

Inhaltsverzeichnis

Einordnung des Kreises in das Großherzogtum HessenBearbeiten

Zusammen mit den Kreisen Bensheim, Darmstadt, Dieburg, Erbach, Groß-Gerau, Heppenheim und Offenbach bildeten die zeitweise bestehenden Kreise Wimpfen, Lindenfels und Neustadt die Provinz Starkenburg, eine von drei Provinzen des Großherzogtums Hessen neben Oberhessen und Rheinhessen.

GeschichteBearbeiten

Nach der Verkündigung der Verfassung des Großherzogtums Hessen am 17. Dezember 1820 folgte am 14. Juli 1821 eine umfassende Verwaltungsreform. Statt der Amtsvogteien wurden nun Landratsbezirke eingesetzt. Diese waren die Vorläufer der Kreise. Im Bereich des heutigen Odenwaldkreises wurden die Landratsbezirke Breuberg mit Sitz in Neustadt (ab 1847) und Erbach mit Sitz in Erbach gegründet.

Mit Gesetz vom 31. Juli 1848 wurden die Verwaltungseinheiten ein weiteres Mal vergrößert. An die Stelle der Kreise traten nunmehr „Regierungsbezirke“, wobei die bisherigen Landratsbezirke Breuberg, Erbach und Wimpfen zum Regierungsbezirk Erbach vereinigt wurden. Bereits vier Jahre später kehrte man aber zur Einteilung in Kreise zurück, wobei neben dem Kreis Erbach der Kreis Neustadt gegründet wurde, der den Landgerichtsbezirk Höchst ohne die Orte Habitzheim, Nieder-Klingen und Ober-Klingen umfasste.[1]

1852 hatte der Kreis 18.000 Einwohner.[2]

Im Zuge der am 1. Juli 1874 im Großherzogtum Hessen vorgenommenen Kreisreform wurde der Kreis Neustadt aufgelöst und auf Nachbarkreise aufgeteilt:[3]

GemeindenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt 1852. Nr. 30. (reader.digitale-sammlungen.de).
  2. a b Philipp A. F. Walther: Das Großherzogthum Hessen nach Geschichte, Land, Volk, Staat und Oertlichkeit. 1854, S. 352 (books.google.de).
  3. Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt. Nr. 28. Darmstadt 12. Juni 1874, S. 247 (digital.staatsbibliothek-berlin.de).