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Kotzen (Havelland)

Gemeinde im Landkreis Havelland, Brandenburg
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Kotzen führt kein Wappen
Kotzen (Havelland)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kotzen hervorgehoben
Koordinaten: 52° 38′ N, 12° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Havelland
Amt: Nennhausen
Höhe: 27 m ü. NHN
Fläche: 42,87 km2
Einwohner: 600 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 14 Einwohner je km2
Postleitzahl: 14715
Vorwahl: 033874
Kfz-Kennzeichen: HVL, NAU, RN
Gemeindeschlüssel: 12 0 63 165
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile und ein Wohnplatz
Adresse der Amtsverwaltung: Fouqué-Platz 3
14715 Nennhausen
Webpräsenz: amt-nennhausen.de
Bürgermeister: Thomas Behlke (Wählergruppe Dorfentwicklung, Natur und Kultur)
Lage der Gemeinde Kotzen im Landkreis Havelland
BrieselangDallgow-DöberitzFalkenseeFriesackGollenberg (Havelland)GroßderschauHavelaueKetzin/HavelKleßen-GörneKotzen (Havelland)Märkisch LuchMilower LandMühlenbergeNauenNennhausenPaulinenauePessinPremnitzRathenowRetzowRhinowSchönwalde-GlienSeeblickStechow-FerchesarWiesenaueWustermarkBrandenburgKarte
Über dieses Bild

Kotzen ist eine Gemeinde im Landkreis Havelland in Brandenburg. Sie wird vom Amt Nennhausen verwaltet.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Kotzen liegt ca. 14 km östlich von Rathenow. Die Gemeinde befindet sich ca. 70 km westlich von Berlin. Sie liegt an der B 188 (Ortsteil Rhinsmühlen) und beidseits des Großen Havelländischen Hauptkanales.

GemeindegliederungBearbeiten

Zur Gemeinde Kotzen gehören die Ortsteile[2]

und der bewohnte Gemeindeteil

  • Rhinsmühlen

GeschichteBearbeiten

Westlich Landins befand sich im Mittelalter auf dem Teufelsberg die Burg Landin, die einzige bekannte Höhenburg der Gegend.[3] Kotzen ist 1352 erstmals unter dem Namen Cozym erwähnt worden. 1353 wurde der heutige Ortsteil Landin als Besitz der Familie von Bredow urkundlich erwähnt. Schloss und Gut Kotzen standen seit dem 14. Jahrhundert bis zur Enteignung durch die Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone im Eigentum der Familie von Stechow.

Der Ortsteil Kriele ist vermutlich von Einwanderern aus dem Rheinland (wahrscheinlich Kriel bei Köln) gegründet worden, seine erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem 13. Jahrhundert.

Im Zuge der brandenburgischen Gemeindegebietsreform schlossen sich die Dörfer Kotzen, Kriele und Landin am 26. Oktober 2003 zur Gemeinde Kotzen zusammen.[4]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner
1875 498
1890 522
1910 444
1925 513
1933 484
1939 479
1946 717
1950 702
Jahr Einwohner
1964 514
1971 548
1981 451
1985 493
1989 463
1990 463
1991 450
1992 447
1993 422
1994 416
Jahr Einwohner
1995 402
1996 392
1997 382
1998 392
1999 379
2000 362
2001 359
2002 382
2003 650
2004 644
Jahr Einwohner
2005 651
2006 643
2007 629
2008 614
2009 631
2010 590
2011 588
2012 582
2013 577
2014 571
Jahr Einwohner
2015 585
2016 600

Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[5][6] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Die Gemeindevertretung von Kotzen besteht aus acht Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[7]

  • Proaktiv Kotzen 3 Sitze
  • Wählergruppe Interessengruppe Landin 2 Sitze
  • Wählergruppe Kotzen, Kriele und Landin für Dorfentwicklung, Natur und Kultur 2 Sitze
  • Einzelbewerber Tobias Hünicke 1 Sitz

BürgermeisterBearbeiten

  • 2003–2014 Marlies Ossenbühl[8]
  • seit 2014 Thomas Behlke (Wählergruppe Dorfentwicklung, Natur und Kultur)

Behlke wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 50,9 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[9] gewählt.[10]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Kirche in Kriele

In der Liste der Baudenkmale in Kotzen (Havelland) stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Denkmäler. Sonstige Sehenswürdigkeiten sind:

  • Hundertjährige Eichen und Robinien in Kotzen
  • Eichenallee in Kotzen
  • Wildgehege Kotzen
  • Aussichtspunkt Hoher Rott in Kotzen
  • Kirche in Kriele, älteste noch erhaltene Backsteinkirche im Kreis Rathenow aus dem 13. Jahrhundert
  • Kirche in Landin aus dem 18. Jahrhundert
  • Landschaftsschutzgebiet Landiner See
  • Landschaftsschutzgebiet Am Teufelsberg
  • Burgwall, Landwehr und Pumpenwerk in Landin

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Verkehr

Die Bundesstraße 188 zwischen Rathenow und Friesack verläuft über das Gemeindegebiet.

Vom 2. April 1900 bis 1945 war Kotzen Haltepunkt an der Kreisbahn Rathenow-Senzke-Nauen.

Vereine

Im Frühjahr 2009 wurde der Heimat- und Sportverein Kotzen gegründet.

PersönlichkeitenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

WeblinksBearbeiten