Hauptmenü öffnen
Lagrange-Punkte L4 und L5

Die Kordylewskischen Wolken (nach Kazimierz Kordylewski) sind Staubwolken in den Lagrange-Punkten L4 und L5 des Systems Erde-Mond. Sie sollen aus Gas und Staubpartikeln bis zu einer Größe von mehreren Zentimetern bestehen. Die Existenz der Kordylewskischen Wolken wurde im Oktober 2018 bestätigt.[1][2][3]

Inhaltsverzeichnis

EntdeckungBearbeiten

Der polnische Astronom Kazimierz Kordylewski hatte 1956 visuell erstmals sehr lichtschwache, neblige Objekte beobachtet, die – von der Erde aus gesehen – eine Winkel-Ausdehnung von 2° und die Hälfte der Helligkeit der Lichtbrücke zwischen Zodiakallicht und Gegenschein aufwiesen. 1961 fotografierte er die vermeintlichen Wolken, die inzwischen offensichtlich ihre Ausdehnung und Form verändert hatten. 1967 beobachtete J. Wesley Simpson mittels des Kuiper Airborne Observatory ähnliche Objekte. 1975 wies die Raumsonde Orbiting Solar Observatory 6 ebenfalls neblige Strukturen nach.

2018 wurden weitere Beobachtungen gemeldet.

Die Wolken haben von der Erde aus betrachtet eine Ausdehnung von 6°.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Earth's dust cloud satellites confirmed. Abgerufen am 9. November 2018 (englisch).
  2. Judit Slíz-Balogh, András Barta, Gábor Horváth: Celestial mechanics and polarization optics of the Kordylewski dust cloud in the Earth–Moon Lagrange point L5 – I. Three-dimensional celestial mechanical modelling of dust cloud formation. In: Monthly Notices of the Royal Astronomical Society. Band 480, Nr. 4, 1. September 2018, ISSN 0035-8711, S. 5550–5559, doi:10.1093/mnras/sty2049 (oup.com [abgerufen am 9. November 2018]).
  3. Judit Slíz-Balogh, András Barta, Gábor Horváth: Celestial mechanics and polarization optics of the Kordylewski dust cloud in the Earth–Moon Lagrange point L5 – Part II. Imaging polarimetric observation: new evidence for the existence of Kordylewski dust cloud. In: Monthly Notices of the Royal Astronomical Society. Band 482, Nr. 1, 2. Oktober 2018, ISSN 0035-8711, S. 762–770, doi:10.1093/mnras/sty2630 (oup.com [abgerufen am 9. November 2018]).