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Das Konklave von 1669 bis 1670 war die Wahlversammlung nach dem Tod von Papst Clemens IX. und dauerte vom 20. Dezember 1669 bis zum 29. April 1670. Es wählte Emilio Altieri, der den Papstnamen Clemens X. annahm.

TeilnehmerzahlBearbeiten

 
Anlass des Konklave war der Tod Clemens’ IX.

Nachdem Papst Clemens IX. am 9. Dezember 1669 verstorben war, zählte das Kardinalskollegium 70 Mitglieder, von denen 57 bis 66 am Konklave teilnahmen. Die Zahl der Konklaveteilnehmer war schwankend. Nicht nur die schlechte Beheizung war ein Problem, auch mussten verschiedene Kardinäle aufgrund von Erkrankung das Konklave zwischenzeitlich verlassen. Mit Kardinal Scipione Panocchieschi d’Elci verstarb am 13. April 1670 einer der Konklaveväter, so dass die Zahl der Kardinäle auf 69 sank.

 
Ergebnis des Konklave war Clemens X.
  • 20. Dezember 1669: 57 Kardinäle
  • 26. Dezember 1669: 60 Kardinäle
  • 30. Dezember 1669: 62 Kardinäle
  • 20. Januar 1670: 63 Kardinäle
  • 27. Februar 1670: 60 Kardinäle
  • 30. März 1670: 58 Kardinäle
  • 23. April 1670: 59 Kardinäle

ParteiungenBearbeiten

Zeitgenossen stellten fest, dass es zu dieser Zeit keine bedeutsamen Kardinäle gab. Auch galten gleich 21 von ihnen als Papabile. Hierzu kamen noch die starken Parteiungen innerhalb des Konklaves, die bis zu sechs Gruppen erreichten.

VerlaufBearbeiten

Bereits in den ersten Tagen teilte sich das Konklave in zwei Lager. Auf der einen Seite standen die Parteien der Chigis und der Spanier, auf der anderen Seite die Parteien der Päpste Urban VIII., Clemens IX. und Squadrone volante. Die französischen Kardinäle waren noch nicht in das Konklave eingetreten. Bis sie in Rom eintrafen, hatten die Kardinäle Chigi und Medici die Mehrheit des Kardinals Vidoni bereits zerrüttet, der von Königin Christina von Schweden favorisiert wurde. Lediglich die Squadrone volante standen noch hinter Vidoni.

Die Spanier und die Kardinäle um Kardinal Chigi brachten nun den Kardinal Odescalchi ins Gespräch. Kardinal Brancaccio scheiterte sogleich an der Exklusive des Königs von Spanien, der ihn ablehnte.

Im April brach Kardinal Chigi mit der Partei der Spanier, nachdem alle seine Vorschläge gescheitert waren, und trat mit den Franzosen in Verhandlung. Ein Eingreifen des venezianischen Botschafters brachte die Französische und die Spanische Partei zusammen, welche nun die Wahl eines Kardinals aus der Partei der Kardinäle Clemens’ IX. bevorzugten. Hierbei konnte Chigi allerdings den Ausschluss des Kardinals Vidoni erreichen.

Am 28. April kam es zu einer Geheimverhandlung zwischen Chigi und Rospigliosi, welche sich auf Kardinal Altieri einigten. Doch erreichte er am Folgetag nur drei von 58 Stimmen. Nun verkündeten die Anführer der beiden Parteiungen, Chigi und Rospigliosi, dass sie sich auf Altieri als Kandidaten geeinigt hätten. Obwohl Altieri, aufgrund seines Alters, von einer Wahl seiner Person nichts wissen wollte, und andere überraschte Kardinäle um einen Aufschub baten, wurde am 29. April erneut zur Wahl geschritten. Diesmal erhielt Altieri 21 Stimmen und 35 Akzesse, also 56 von 59 Stimmen. Nachdem die Wahl gegen 15.00 Uhr bekannt war, nahm der Erwählte diese erst gegen 16.00 Uhr an.[1]

Die Inthronisation des neuen Papstes, am 11. Mai 1670, beendete eine Sedisvakanz von 154 Tagen.

Abwesende KardinäleBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: @1@2Vorlage:Toter Link/www.bundeskunsthalle.de[1]