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Der Kočevski Rog (deutsch Hornwald) ist ein Karst-Höhenzug in Slowenien bei Kočevje (deutsch Gottschee). Er erreicht im Veliki Rog („Großes Horn“, Hornbühel, Hornbüchel oder Hornbichl) 1099 m, im nahe gelegenen Pogorelec (Pogorelz) 821 m.

Der Hornwald lag in der deutschen Sprachinsel der Gottscheer. Nach der Aussiedlung der Deutschen aus der von Italien besetzten Gottschee 1941 bzw. der endgültigen Vertreibung 1945 blieb das Gebiet fast menschenleer. Im Jahre 1942 befand sich dort einige Zeit das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Sloweniens, ebenso die Führung der Osvobodilna Fronta und das Oberkommando der slowenischen Partisanen sowie Druckereien und sonstige technische Infrastruktur. Weiterhin befand sich dort ein Lazarett und die Siedlung Baza 20 (Basis 20), die heute eine Touristenattraktion ist. In der Nähe liegt das Skigebiet Rog-Črmošnjice bzw. Gače.

Im Hornwald fanden nach dem Zweiten Weltkrieg Massenerschießungen durch Tito-Partisanen statt, bei denen die Erschossenen in Karstschluchten geworfen wurden. Unter den Opfern befanden sich viele Mitglieder der kroatischen Heimwehr, slowenische Domobranzen sowie slowenische und serbische Weißgardisten, die zuvor von den Briten an Jugoslawien ausgeliefert worden waren (vgl. Massaker von Bleiburg).

LiteraturBearbeiten

  • France Kozina, Milan Zajec, France Dejak: Ušli so smrti [Sie sind dem Tod entronnen] (slowenisch). Hermagoras Verlag Klagenfurt. 1998. 224 Seiten.
  • Griesser-Pecar, Tamara (2003): Das zerrissene Volk. Slowenien 1941–1946. Böhlau Verlag Wien, 604 Seiten, ISBN 3-205-77062-5.
  • Mitja Ferenc, Joachim Hösler (Hrsg.): Spurensuche in der Gottschee. Deutschsprachige Siedler in Slowenien. Deutsches Kulturforum östliches Europa e.V., Potsdam 2011. 245 S.

WeblinksBearbeiten