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Breitblättriges Knabenkraut (Dactylorhiza majalis)
Männliches Knabenkraut (Orchis mascula)
Dactylorhiza im Schulterbachtal im nördlichen Steigerwald

Mehrere Gattungen der Orchideen werden im Volksmund Knabenkräuter genannt und wurden jeweils auch als Stendelwurz, Standwurz oder Satyrion bezeichnet.[1][2]Botanisch gesehen sind es die Gattungen Dactylorhiza, Orchis und einige andere, teils monotypische Gattungen.

MerkmaleBearbeiten

Knabenkräuter der Gattung DactylorhizaBearbeiten

  • Meist gefleckte Laubblätter.
  • Laubblätter am Stängel verteilt, nach oben hin kleiner werdend.
  • Immer an den blütenbegleitenden Hochblättern zu erkennen.
  • Viele Arten besiedeln feuchte Standorte.
  • Knollen ähneln einer Hand.

Knabenkräuter der Gattungen Orchis, Neotinea und AnacamptisBearbeiten

  • Es gibt gefleckte und ungefleckte Laubblätter, die Anzahl der Arten mit ungefleckten Blättern überwiegt.
  • Blätter in einer Rosette angeordnet, meist 1–2 scheidige Blätter den Stängel umfassend.
  • Die meisten Arten besiedeln mäßig feuchte bis trockene Böden.
  • Knollen oval bis rund.

Die Arten der Gattung Neotinea wurden, mit Ausnahme einer Art, bis 1997 zur Gattung Orchis gerechnet. Auch zahlreiche ehemals zu Orchis gehörende Arten der Gattung Anacamptis (Hundswurzen) werden Knabenkräuter genannt.

Andere Arten und Gattungen, die ebenfalls „Knabenkraut“ genannt werdenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Knabenkräuter (Dactylorhiza) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
  Commons: Knabenkräuter (Orchis) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
  Commons: Rosa Kugelorchis (Traunsteinera globosa) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
  Commons: Zwergstendel (Chamorchis alpina) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
  Commons: Rundblättriges Knabenkraut (Amerorchis rotundifolia) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Peter Dilg: Knabenkrautgewächse. In: Lexikon des Mittelalters, Band V, Sp. 1231.
  2. Lorenz Fries: Synonima und gerecht ußlegung der wörter so man in der artzny, allen Krütern, Wurtzlen, Bluomen, Somen, Gesteinen, Safften und anderen Dingen zuo schreiben ist [...]. Straßburg 1519, Blatt XLIII („Satirion, stendelwurtz, Knabenkrut“).