Knüllköpfchen

Berg in Deutschland

Das Knüllköpfchen, auch Knüllkopf genannt, ist ein erloschener Vulkan und mit 633,8 m ü. NHN[1] der zweithöchste Berg des Knüllgebirges (Knüll) und gehört zum Schwalm-Eder-Kreis in Nordhessen, Deutschland.

Knüllköpfchen (Knüllkopf)
Knüllköpfchen mit dem östlichen Nachbarberg (Waldknüll)

Knüllköpfchen mit dem östlichen Nachbarberg (Waldknüll)

Höhe 633,8 m ü. NHN
Lage Schwalm-Eder-Kreis, Hessen (Deutschland)
Gebirge Knüllgebirge
Koordinaten 50° 55′ 0″ N, 9° 25′ 20″ OKoordinaten: 50° 55′ 0″ N, 9° 25′ 20″ O
Knüllköpfchen (Hessen)
Knüllköpfchen
Typ erloschener Schichtvulkan
Gestein Sandstein mit Basaltdurchbruch
Besonderheiten August-Franke-Turm (AT)
Funkturm

Da man das Gebirge bis ins 20. Jahrhundert hinein in einem wesentlich engeren Bereich definierte, wird das Knüllköpfchen in einigen Quellen auch als höchster Berg des Knüllgebirges bezeichnet.

Geographische LageBearbeiten

Das Knüllköpfchen liegt im Nordwestteil der Gemarkung der Stadt Schwarzenborn. Der Berg befindet sich etwa 20,5 km (Luftlinie) westlich von Bad Hersfeld, 14,5 km östlich von Schwalmstadt und 13 km südlich von Homberg (Efze). Knapp 1,9 km südöstlich seines Gipfels liegt die Kernstadt von Schwarzenborn, mit dessen Weiler Richberg auf dem Nordwesthang, und etwa 7,5 km südöstlich erhebt sich als höchster Berg des Knüllgebirges der Eisenberg (635,5 m ü. NHN). Am Nordhang des Knüllköpfchens entspringt der Hergetsbach, am Südhang entsteht einer von zwei Quellbächen der Efze und am Westhang die Steina. Der östliche Nachbarberg ist der Waldknüll (624,4 m ü. NHN).

Infrastruktur und KulturBearbeiten

In unmittelbarer Nähe des Gipfels befindet sich das Boglerhaus, eine Jugendherberge mit angeschlossener Gastronomie. Sie steht auf dem Platz der ehemaligen Bogler-Kate, die dem Maler der Knülllandschaft Friedrich Wilhelm Bogler gehörte. Der Parkplatz am Boglerhaus ist über die Landstraße von Ziegenhain nach Schwarzenborn bzw. von Westen und Nordwesten über die Landstraße von Frielendorf erreichbar. Neben dem Boglerhaus befindet sich das KnuellCamp, eine christliche Freizeit- und Bildungsstätte mit Campingplatz und einer Jausenstation. Gleich angrenzend an das Gelände neben Stahlfachwerkturm befindet sich das Informationszentrum des Knüllgebirgsvereins, am Nordwesthang liegen ein kleiner Windpark mit fünf Windkraftanlagen und der Weiler Richberg.

Das früher am Mosenberg bei Homberg (Efze) veranstaltete überregional bekannte Sommermusikfest findet seit 2006 alljährlich im KnüllCamp und im Boglerhaus statt.

TürmeBearbeiten

 
August-Franke-Turm; rechts hinter dem Turm der felsige Gipfel des Knüllköpfchens und ein historischer Vermessungspunkt

Auf dem Berg steht ein 12 Meter hoher Aussichtsturm. 1978 als Knüllturm errichtet wurde er 1984 in August-Franke-Turm umbenannt.[2] Weiterhin befindet sich westlich, etwas unterhalb des Gipfels ein 46 Meter hoher in Stahlfachwerkbauweise ausgeführter Sendeturm der Deutschen Bundespost. Er dient der Funkübertragung und wird auch von einer Ortsgruppe des Amateur-Radio-Clubs genutzt.

AktivitätenBearbeiten

Der Berg ist ein beliebtes Ausflugsziel in der Region, mit einem gut ausgebauten Netz von Wanderwegen wie dem Löwenweg, welches den gesamten Knüll erschließt. Seit 2007 unterhält der Knüllgebirgsverein ein Informationszentrum mit Vereinsarchiv auf dem Berg. Im Winter gibt es eine gespurte Loipe.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

 Commons: Knüllköpfchen – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  2. Bildergalerie - Das Knüllköpfchen bei Schwarzenborn > Fotos der Gedenktafeln auf zu-gast-in-schwarzenborn.de