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Klosterfelde (Wandlitz)

Ortsteil von Wandlitz

Klosterfelde ist ein Ortsteil der Gemeinde Wandlitz, der erstmals im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt wurde. Die Gemeinde gehört zum Landkreis Barnim im Bundesland Brandenburg. Bis zum Jahr 2003 war Klosterfelde eine selbstständige Gemeinde innerhalb des Amtes Wandlitz. Im Wandlitzer Ortsteil Klosterfelde leben auf 17,36 km² 3204 Einwohner, das entspricht einer Bevölkerungsdichte von 184,6 Einwohnern je km².

Klosterfelde
Gemeinde Wandlitz
Koordinaten: 52° 47′ 27″ N, 13° 28′ 48″ O
Höhe: 49 m
Fläche: 17,36 km²
Einwohner: 3204 (30. Sep. 2013)
Bevölkerungsdichte: 185 Einwohner/km²
Eingemeindung: 26. Oktober 2003
Postleitzahl: 16348
Vorwahl: 033396
Klosterfelde (Brandenburg)
Klosterfelde

Lage von Klosterfelde in Brandenburg

Geografische LageBearbeiten

ÜbersichtBearbeiten

Klosterfelde befindet sich auf dem nordwestlichen Teil der Barnim-Hochfläche, im sogenannten Niederbarnim. Der höchste Punkt mit 64,7 Meter über Normalhöhennull (NHN) liegt in der Nähe der östliche Ortsteilgrenze zu Prenden am Ostrand der Seeger-Siedlung. Mit 39 Meter über NHN ist die Fläche des Großen Lottschesees an der Nordgrenze der niedrigste Punkt des Ortes. Die Höhe der Ortsmitte an der Kirche beträgt 49 Meter über NHN.

NachbarorteBearbeiten

Klosterfelde liegt etwa 16 Kilometer nördlich der Berliner Stadtgrenze direkt an der ehemaligen Bundesstraße 109, heute L100, entlang der Chaussee Richtung Prenzlau und der Regionalbahnlinie RB 27, auch Heidekrautbahn genannt. Nördlich grenzt Klosterfelde an den Ortsteil Kreuzbruch der Stadt Liebenwalde, die zum Landkreis Oberhavel gehört. Östlich schließt sich Prenden, westlich Stolzenhagen und südlich der Ortsteil Wandlitz an, allesamt Ortsteile der Großgemeinde Wandlitz.

OrtsteilgliederungBearbeiten

Neben dem Hauptort, dem in Nord-Süd-Richtung angelegten Straßendorf des alten Ortskerns mit der unmittelbar angrenzenden Bahnhofssiedlung im Osten und der Rückersiedlung im Norden, gibt es fünf Siedlungsgebiete außerhalb dieser geschlossenen Bebauung. Dabei handelt es sich um die Seegersiedlung im Osten, die Heyert- und die Paradiessiedlung im Süden Richtung Wandlitz, Marienwalde im Nordwesten und die Siedlung am Lottschesee im Norden.

NaturraumBearbeiten

Der Ort Klosterfelde liegt innerhalb eines der Brandenburger Großschutzgebiete, dem Naturpark Barnim, und ist von mehreren Seen, dem Stolzenhagener-, dem Wandlitz- und dem Liepnitzsee, umgeben. Einziger zum Ortsteilgebiet gehörender See ist der Große Lottschesee nördlich des Ortskerns. Außerdem hat Klosterfelde Anteil am Westufer des angrenzenden Kleinen Lottschesees. Weitere Wasserflächen sind einige Gräben innerhalb des Ortsgebietes und zwei Becken eines ehemaligen Torfstichs Richtung Lottschesee. Der östliche Teil des Torfstichs ist inzwischen Naturschutzgebiet.

Die Waldfläche des Ortes ist sehr unterschiedlich verteilt. Östlich der Bahnlinie der Heidekrautbahn befindet sich ein geschlossenes Waldgebiet, das bis Prenden, Lanke und zum Liepnitzsee reicht. Westlich der Ortsbebauung schließt fast ausschließlich landwirtschaftliche Nutzfläche an. Im Norden bildet die Waldgrenze gleichzeitig die Kreisgrenze zum Landkreis Oberhavel.

GeschichteBearbeiten

Vom 13. bis zum 19. JahrhundertBearbeiten

Der Ort wurde das erste Mal 1240 erwähnt als Closterveld und war bis 1242 in landesherrschaftlichem Besitz, danach ging Closterveld an das Kloster Lehnin. Damals erkaufte sich das Kloster Lehnin vom Landesvater für 312 Mark Silber mehrere Dörfer, darunter Arnesee (Arendsee), Tribnisdorf mit dem Lozilitz See (Lottsche See), Bredewisch, Wandelitz (Wandlitz) und halb Stolzenhagen von Johann I und Otto II.

20. JahrhundertBearbeiten

Im Wald nordwestlich von Klosterfelde befand sich nach 1955 bis 1990 die Fla-Raketenabteilung 4123 der NVA. Von den Anlagen sind nur noch Ruinen zu sehen (Stand 2015).

21. JahrhundertBearbeiten

Klosterfelde war bis zum 25. Oktober 2003 eine selbstständige Gemeinde. Per Landesgesetz erfolgte eine Eingemeindung in die aus den Gemeinden des Amtes Wandlitz neu gebildete Großgemeinde Wandlitz.[1] Eine Verfassungsbeschwerde aller amtsangehörigen Gemeinden gegen die kommunale Neugliederung wurde am 16. Juni 2005 zurückgewiesen.

Anzahl Einwohner
(Quelle: Entwicklung der Einwohnerzahlen in den Ortsteilen der Gemeinde Wandlitz (PDF; 78 kB))
Jahr 199019921994199619982000200120022003200420052006200720082009201020112012
Einwohner 296630002973291329473118314331003136313731743168315531623180317131813190

PolitikBearbeiten

OrtsbeiratBearbeiten

Ortsbeirat Klosterfelde
Partei /
Wahlbewerber
Stimmenanteil
(Prozent)
Sitze
Freie Bürgergemeinschaft
Wandlitz
39,5 4
SPD 28,4 3
CDU 13,5 1
Die Linke 11,9 1

Am 25. Mai 2014 fanden die letzten Kommunalwahlen statt. Die Wahlbeteiligung betrug 46,9 Prozent der wahlberechtigten Einwohner. Der Ortsbeirat besteht aus neun Personen. Die Tabelle zeigt die Ergebnisse dieser Wahl.[2]

Der Ortsbeirat hat beratende Funktion für die Gemeindevertretung von Wandlitz bezüglich der Entscheidungen des Gremiums, die den Ortsteil Lanke betreffen. Einige der Vertreter des Ortsbeirates sind gleichzeitig Gemeindevertreter.

OrtsvorsteherBearbeiten

Das frühere Amt des Bürgermeisters wird seit der Fusion mit Wandlitz von einem Ortsvorsteher, zunächst auch Ortsteilbürgermeister genannt, wahrgenommen. Am 13. Oktober 2008 wurde Klaus Pawlowski (damals Wählervereinigung Klosterfelder Bürgerkreis e.V.) in dieses Amt gewählt und bei der Kommunalwahl 2014 darin bestätigt. Zum 31. Dezember 2018 legte Pawlowski sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder. Zum Nachfolger mit Amtsantritt Mitte Februar 2019 wählte der Ortsbeirat den Rechtsanwalt Rico Bauer.[3]

Er hält jeden zweiten Dienstag von 16 bis 18 Uhr Bürgersprechstunden in der Bibliothek Bahnhofstraße 35 ab.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Baudenkmal in der Hauptstraße

Bau- und BodendenkmaleBearbeiten

Jedes der neuen Wandlitzer Ortsteile besitzt Baudenkmale, auch sind einige Bodendenkmale entdeckt worden, die allesamt in der Brandenburgischen Denkmalliste aufgeführt sind.

→ Übersicht: Liste der Baudenkmale in Klosterfelde

KircheBearbeiten

BaugeschichteBearbeiten

 
Dorfkirche

Die evangelische Kirche Klosterfelde wurde im 13. Jahrhundert als Feldsteinbau errichtet, im 15. Jahrhundert wurde sie an der Ostseite verlängert und eine Apsis angebaut. Auf der Nordseite erhielt der Sakralbau eine Sakristei mit Tonnengewölbe. Im Jahr 1742 ließ die Dorfgemeinde das Gebäude im Barockstil umbauen, außerdem erhielt es einen zweigeschossigen haubenbekrönten Glockenturm auf der Westseite. Die Fassaden wurden verputzt.

Zwischen den Jahren 2002 und 2010 konnte mit aktiver Unterstützung des Fördervereins Dorfkirche Klosterfelde e. V. und zahlreicher Sponsoren eine große Sanierung der Kirche erfolgen. Dabei wurde der Dachstuhl gereinigt, das Dach neu gedeckt, die Turmhaube erneuert und eine neue Wetterfahne aufgebracht. Die Turmkugel erhielt neueste Zeitzeugnisse und eine Vergoldung und wurde im Frühjahr 2004 feierlich wieder aufgesetzt. Im Inneren erhielt die Apsis frischen Putz (an einem Sichtfenster ist ein Stück des mittelalterlichen Putzes erhalten worden), die Ausmalung wurde erneuert, alle Bleiglasfenster nach alten Vorbildern neu gestaltet und schließlich wurde eine umfassende Restaurierung des Altars und der Kanzel vorgenommen. An den genannten Arbeiten war unter anderem die Firma von Wilfried Schwuchow aus Angermünde und der Berliner Restaurator Dirk Jakob beteiligt.[4]

InnenausstattungBearbeiten

 
Kirchenschiff bei einer Messe

Die mit Spitzbögen abgeschlossenen dreijochigen Kirchenschiffe tragen seit dem 18. Jahrhundert eine Stuckdecke. Im Chor befindet sich ein von Tonköpfen getragenes Kreuzrippengewölbe. Der holzgeschnitzte Altar stammt aus dem Jahr 1719; das Altarbild, flankiert von zwei gewundenen Weinlaubsäulen, stellt die Kreuzigung Jesu dar. Geschnitzte Figuren des Johannes, des Mose und des auferstandenen Christus schmücken den Altarraum.

Die Kanzel aus dem Jahr 1690 ist ebenfalls eine Holzschnitzarbeit, unter anderem mit der Darstellung der vier Evangelisten in den Brüstungsfeldern. Eine Empore umgibt das Hauptschiff hufeisenförmig. Hier steht eine um 1884 gefertigte Orgel des Wittstocker Orgelbauers Friedrich Hermann Lütkemüller. Das Interieur wird abgerundet durch eine dreibeinige hölzerne Taufe, die aus einer Kirche der Gemeinde Tasdorf (heute Ortsteil von Rüdersdorf bei Berlin) stammt.[4]

MuseumBearbeiten

Das privat betriebene Internationale Artistenmuseum, Liebenwalder Damm 2, bot Informationen zu Artistik, Attraktionen von Volksfesten, Kabarett, Magie, Unterhaltungsmusik und Tanz in Bild und Wort, oft auch gegenständlich. Es wurde 1997 eröffnet und im Jahr 2000 mit dem Barnimer Kulturpreis ausgezeichnet.[5] Wegen des Todes des Gründers, Roland Weise, musste diese Einrichtung im Sommer 2013 vorübergehend geschlossen werden. Gemeinderat, Förderverein und das Kulturministerium Brandenburgs suchten zwar nach Lösungen, fanden jedoch keine. So wurde das Inventar an Trödler verkauft und die Räume leer geräumt. Das Museum ist nun selbst Geschichte.[6]

DenkmaleBearbeiten

An der Hauptstraße stehen drei Kriegerdenkmale. Sie ehren die Toten des Jahres 1813, die gefallenen Klosterfelder des Ersten und des Zweiten Weltkriegs und in einer gesonderten Grünanlage die im Zweiten Weltkrieg im Kampf gefallenen Soldaten der Roten Armee. Anlässlich der 750-Jahr-Feier von Klosterfelde ließ die Gemeinde einen Gedenkstein aufstellen. Ein weiteres Denkmal in der Hauptstraße, welches an den Klosterfelder Holzarbeiterstreik von 1931 erinnert, wurde von Herdegen Fehlhaber (* 1931) aus Frankfurt/Oder geschaffen. Es trägt die Inschrift: „Gesetzt als Zeichen des Gedenkens an die Kämpfer der Arbeiterklasse um politische und soziale Befreiung.“[7]

 
Triketreffen (Mai 2008)

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

Seit 2002 gibt es jedes zweite Jahr zu Pfingsten das privat organisierte Triker-Treffen am Rande von Klosterfelde neben dem Sportplatz. Dazu reisen jährlich mehr als 100 Triker aus Deutschland und den Nachbarländern an. Mehrere Tausend Menschen besuchen die dreitägige Schau.[8][9]

Dazu kommen regionale Veranstaltungen wie ein Dorftalk, ein Kürbisfest oder Sommerfeste der Freiwilligen Feuerwehr.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Durch den Ort verläuft die Bundesstraße 109 zwischen den Orten Wandlitz und Zerpenschleuse. Bernau ist von Klosterfelde aus per Linienbus über Wandlitz erreichbar. Zur Verbesserung der Infrastruktur wurden in den Jahren 2007/2008 die großen Straßen Bahnhofstraße und Lange Gasse ausgebaut. Vor allem wurden Rad- und Gehwege angelegt bzw. verbessert.[8]

Die Heidekrautbahn, befahren als Regionalbahnlinie 27 von der Niederbarnimer Eisenbahn, bietet seit ihrer Einweihung im Jahr 1901 südwärts eine Direktverbindung nach Berlin (Berlin-Wilhelmsruh bis 1961; danach Berlin-Karow) oder nordwärts nach Groß Schönebeck am Rand der Schorfheide. Dazu erhielt der Ort einen der typischen Bahnhofsbauten: ein unverputztes zweistöckiges Backstein-Empfangsgebäude mit angebautem langgestrecktem Güterschuppen. Kurz nach der Wende waren auf dieser Strecke Doppelstock-Zuggarnituren im Einsatz und auch an diesem Bahnhof zu sehen.[10]

Ansässige UnternehmenBearbeiten

Hier ist zuerst die traditionsreiche Klosterfelder Küchenmöbelfabrik zu nennen, die aus der von Louis Bergemann 1852 gegründeten einfachen Tischlerei hervorging. Zu DDR-Zeiten lieferte sie ihre Küchenmöbel in alle Bezirke und teilweise auch in das sozialistische Ausland, sie konnte 1990 reprivatisiert werden und existiert weiter fort.[11][12] Darüber hinaus sind als Besonderheiten die von Familie Trautmann in historischer Tradition betriebene Klosterfelder Senfmanufaktur mit 33 Sorten Mostrich ebenso erwähnenswert[13][14], wie der Holzmarkt Koehn (u. a. Lieferant für das Häuschen des Sommer-Theaters im Berliner Monbijoupark).[15] Handwerker, Dienstleister, Lebensmittelverkaufseinrichtungen, ein Baumarkt oder eine Firma, die sich auf die Errichtung von Holzblockhäusern spezialisiert hat, gehören ebenfalls zu den Wirtschaftsunternehmen des Ortes.

EnergieversorgungBearbeiten

Hier ist besonders das Biomasseheizkraftwerk zu nennen, das von der ESP-GEKO GmbH nach der Wende aus dem damals vorhandenen Heizwerk aufgebaut wurde und seit 1996 Strom und Wärme aus Biomasse (Altholz und aufbereiteter Sperrmüll) generiert. Die erzeugte Leistung beträgt zwischen 10 und 16 MW thermisch und 1,6 MW elektrisch. Ab 2002 betrieb die Firma Vattenfall Europe das Kraftwerk, inzwischen gehört die Anlage der BPK Biopower Klosterfelde.[16] Anfang der 2010er Jahre prüfte der Verein Wandlitz erneuerbar die Option, die Energieversorgung des Ortes Klosterfelde langfristig in Richtung eines Bioenergiedorfs umzugestalten.[16] Ein Ergebnis ist bisher nicht bekannt geworden (Stand Sommer 2017).

Bildung und GesundheitBearbeiten

In Klosterfelde gibt es eine Grund- und eine Oberschule. Die Schule in der Ernst-Thälmann-Straße wurde am 21. November 1960 als Hauptschule in Betrieb genommen. Damals gab es im Ort rund 400 Schülerinnen und Schüler.[17] Das Gebäude wurde nach der Wende in eine Grundschule verwandelt. Sie hatte am Ende des Schuljahres 2007/2008 acht Klassen mit 171 Schülern der Klassenstufen 1 bis 6. Das entspricht einer Klassenfrequenz von 21 Schülern pro Klasse. Diese Grundschule gewann bei der Aktion „Drei Länder – ein Ziel: Wir helfen syrischen Flüchtlingskindern“, die als UNICEF-Junior-Botschafter-Wettbewerb im Jahr 2014 stattfand, zusammen mit der Comenius-Partnerschule (CEIP GIL Lopez) aus Spanien und einer weiteren Partnerschule aus der Türkei (Özel Sivas Final Ortaokuli) den 3. Hauptpreis. An dieser humanitären Veranstaltung beteiligten sich mehr als 8700 Kinder und Jugendliche aus 63 Schulen, 21 Gruppen und 13 Vereinen in über 100 Projekten aus ganz Deutschland – unter anderem sammelten sie Spenden für Hilfsprogramme, veranstalteten Benefiz-Basare und -Theateraufführungen, machten öffentlich auf Missstände von Kinderrechten in Syrien und anderen Ländern aufmerksam. Vertreter von Unicef nahmen die Preisverleihung in der Frankfurter Paulskirche am 30. Juni 2014 vor, Pädagogen aus Klosterfelde waren selbstverständlich anwesend.[18]

Die Oberschule, Klassenstufen 7 bis 10, hatte im Jahr 2008 232 Schüler in zehn Klassen, bei einer Klassenfrequenz von 23 Schülern pro Klasse.[19]

Für alle Schulen wurde im Zeitraum 2007/2008 eine neue Außensportanlage errichtet, die die Gemeinde mit 170.000 Euro finanziert hatte.[8]

Im Ort Klosterfelde sind fünf Ärzte ansässig: zwei Allgemeinmediziner, eine Zahnärztin, ein Frauenarzt sowie eine Veterinärmedizinerin.[20] Des Weiteren gibt es hier eine Apotheke. (Stand: Juli 2010)

Vereine und KörperschaftenBearbeiten

Am 9. September 1919 gründete sich der Sportverein SG Union Klosterfelde, der im 21. Jahrhundert etwa 180 Mitglieder aufweist.[21] Diese Sportgemeinschaft betrieb vor allem Fußball. Hinzu kamen Gymnastik, Volleyball und Tischtennis. Die SG Union Klosterfelde hatte aber auch schon eine Boxgruppe. Die Fußballer spielten 2013/2014 in der Landesklasse. Außer diesem Ballsportverein enthält das Vereinsregister weitere 17 Einrichtungen in Klosterfelde (Stand 2009):[22]

  • Schützengilde von 1904 Klosterfelde
  • Kegelsportverein Klosterfelde
  • Motorsportclub Klosterfelde
  • Pferde- und Breitensportverein Klosterfelde: Ferienfreizeit, Fahrsport, Selbstverteidigung ab 6 Jahren, Babymassage, Spiel & Bewegung, Kinderyoga, Reitgruppen, Reittherapie, tiergestützte Pädagogik, Zirkusgruppe, Präventionssport[23]
  • Sportangler Kleine Lottsche
  • Brieftauben-Verein 04702
  • Gospelchor Klosterfelde[24]
  • Imkerverein Klosterfelde (gegründet 1908)[25]
  • Jugendclub No limit, Treffpunkt für alle Jugendlichen ab der Klassenstufe 7
  • Diakonieverein Bernau e.V. für Sozialstation Klosterfelde
  • Kloster-Triker (gegründet September 2001, 33 Mitglieder)[26], Trike- und Bikefahrer
  • Natur- und Campingfreunde
  • Volkssolidarität in Brandenburg e.V., Ortsgruppe Klosterfelde
  • Klosterfelder Bürgerkreis (KBK)
  • Kleintierzüchterverein
  • und die Fördervereine Freiwillige Feuerwehr, Dorfkirche.
 
Traditionsgasthaus Zum tapferen Schneiderlein

GastronomieBearbeiten

Klosterfelde hat drei Gasthäuser: das seit 200 Jahren im Familienbesitz befindliche Dorfgasthaus, das seinen Namen Zum tapferen Schneiderlein von der Gastwirtsfamilie Schneider herleitet, die Gaststätte und Pension Lindengarten und den Gasthof Bergquelle, alle drei in der Hauptstraße gelegen.

Persönlichkeiten, die mit Klosterfelde verbunden sindBearbeiten

  • Louis Bergemann (1852–1936), Unternehmer, der durch seine Möbelfabrik Klosterfelde weit über seine Grenzen hinaus bekannt machte und einen wichtigen Beitrag zum Aufschwung des Ortes leistete. Sein Grab wurde im Mai 2011 zur Ehrengrabstätte.[27]
  • Alfred Hempel (1882–1947), 1928–1947 Pfarrer in Klosterfelde;
    Im Jahr 2011 wurde sein Grab als Ehrengrabstätte ausgewiesen, weil er unter anderem anlässlich der Martin Luther-Ehrung 1933 im Ort die Luther-Eiche pflanzen ließ.[27]
  • Helmut Zitzmann (1923–1957), Mediziner, Leiter des Klosterfelder Landambulatoriums 1955–1957.
    Auf dem Klosterfelder Friedhof befindet sich ein Gedenkstein zu seinen Ehren, beigesetzt ist er in seinem Heimatort Steinach/Thüringen. Der Gedenkstein wurde aufgrund seiner ärztlichen Tätigkeit für den Ort ebenfalls als Ehrengrab gekennzeichnet.[27]
  • Claus Ulrich Wiesner (auch C. U. Wiesner) (1933–2016), deutscher Schriftsteller und Drehbuchautor, lebte seit 1989 im Ort.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Klosterfelde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  2. Offizielles Wahlergebnis der Kommunalwahl in der Gemeinde Wandlitz 2014 für den Ortsbeirat in Klosterfelde, abgerufen am 10. August 2014.
  3. Amtsblatt für die Gemeinde Wandlitz, 15. Jg., Ausg. 1/2019, S. 44.
  4. a b Flyer Dorfkirche Klosterfelde vom Mai 2010
  5. Das Internationale Artistenmuseum in Deutschland – Museum (www.mantoa.de/iam) (Memento des Originals vom 15. Januar 2010 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mantoa.de
  6. Aus für Internationales Artistenmuseum. Auf: www.mzvd.de (Magischer Zirkel von Deutschland), abgerufen am 26. Juni 2017.
  7. Gedenkstein für die Klosterfelder Arbeiter In: Heidekraut-Journal, 2017.
  8. a b c Jahresbericht 2008 der Gemeinde Wandlitz
  9. Kloster Triker – Triketreffen
  10. Jürgen Opravil: Die Heidekrautbahn, Hrsg. Chronik Pankow, 1996, S. 125.
  11. Klosterfelde (Memento vom 21. Juli 2012 im Webarchiv archive.today)
  12. Homepage mit Darstellung der Küchenmöbel (Memento des Originals vom 9. Juli 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sc-buero.de
  13. TV-Sendung auf rbb vom 21. Januar 2010
  14. Homepage Senfmanufaktur
  15. Wandlitz. bürger- und Besucherinformation 2011/2012; S. 30
  16. a b Jürgen Bahr: Klosterfelde: Energie aus eigener Kraft – Voruntersuchung zur Etablierung eines Bioenergiedorfes, Bachelorarbeit, Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH), 2010.
  17. 50 Jahre Schule Klosterfelde in der Ernst-Thälmann-Straße In: Amtsblatt für die Gemeinde Wandlitz vom 11. September 2010; Seite 19.
  18. Grundschule Klosterfelde gewinnt Hauptpreis in: Heidekrautjournal, August/September 2014, S. 7.
  19. Heidekraut Journal, Bürgerblatt für die Orte der Gemeinde Wandlitz, Jahrgang 2008, Heft 19, S. 4: Wandlitzer Schulen in Fakten.
  20. Wandlitz. Bürger- und Besucher-Information 2010/11; Ärzte von A bis Z
  21. Website der SG Union Klosterfelde 1919.
  22. Wandlitz. Bürger- und Besucher-Information 2009/10; Vereine von A bis Z, S. 29.
  23. Website des Pferde- und Breitensportvereins Klosterfelde e.V.
  24. Amtsblatt für die Gemeinde Wandlitz Nr. 8/2011, S. 53
  25. Beschlussvorlage BV-AS 2008-0001: öffentlicher Haushaltsplan der Gemeinde Wandlitz für 2008 mit der Nennung der unterstützten Vereine
  26. Website der Kloster Triker, Stand vom August 2012
  27. a b c Amtsblatt für die Gemeinde Wandlitz vom 28. Mai 2011: Gemeinde Wandlitz weist Ehrengräber aus. Fünf Grabstellen in Wandlitz und Klosterfelde mit Liegestein gekennzeichnet.; S. 11