Klementia von Habsburg

Mitglied des Hauses Habsburg

Klementia von Habsburg (* um 1262; † 1293) war ein Mitglied des Hauses Habsburg.

Klementia von Habsburg, Gemälde von Anton Boys (ca. 1540–nach 1593)

FamilieBearbeiten

Klementia wurde als jüngere Tochter von Rudolf IV. von Habsburg und seiner ersten Frau Gertrude von Hohenberg geboren.

Die Habsburger waren ein relativ unbedeutendes Geschlecht, bis Klementias Vater Rudolf 1273 zum römisch-deutschen König gewählt wurde. Danach begann der Aufstieg der Habsburger zur Herrscherdynastie des Heiligen Römischen Reiches.

Klementia war das sechste von zehn Kindern. Ihr Bruder Albrecht I. folgte seinem Vater als römisch-deutscher König nach. Ihr Bruder Hartmann ertrank 1281. Rudolf II. wurde Herzog von Schwaben, starb aber 1290. Klementia und ihre Schwestern wurden mit mächtigen Fürsten verheiratet: Mathilde heiratete Ludwig, Herzog von Oberbayern, Katharina Otto III. von Niederbayern, Hedwig Otto VI., Markgraf von Brandenburg-Salzwedel, Agnes Herzog Albrecht II. von Sachsen-Wittenberg und Guta König Wenzel II. von Böhmen.[1] Dadurch sicherte Rudolf IV. sich die Unterstützung der mächtigen Fürsten im Reich.

Nach dem Tod von Klementias Mutter 1281 heiratete Rudolf Isabella von Burgund. Diese war, abgesehen von Guta, jünger als ihre Stiefkinder.

Ehe und NachkommenBearbeiten

Am 11. Januar 1281 heiratete sie in Wien Karl Martell, Titularkönig von Ungarn (* 1271; † 1295), Sohn von Karl II. von Anjou und Maria von Ungarn (1257–1323). Ihre Kinder waren:

Ihr Mann wurde von Papst Nikolaus IV. als Nachfolger seines Onkels mütterlicherseits zum Titularkönig von Ungarn ernannt. Selbst regiert hat er aber nicht. Die wirkliche Macht hatte sein Cousin Andreas III.

Klementia wurde in der Kathedrale von Neapel bestattet.[3]

WeblinksBearbeiten

Commons: Klementia von Habsburg – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Miroslav Marek: Habsburg 2. Genealogy.EU.
  2. ALO docView - 06 Biographisches Lexikon des Kaisertums Österreich (1860). Abgerufen am 4. August 2019.
  3. Capet 19. Abgerufen am 4. August 2019.