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Kleinsteinbach (Pfinztal)

Ortsteil von Pfinztal, Baden-Württemberg, Deutschland

Kleinsteinbach ist mit etwa 2270 Einwohnern der kleinste Ortsteil der Gemeinde Pfinztal im Landkreis Karlsruhe in Baden-Württemberg. Der Ort liegt an der Grenze zum Enzkreis und der Gemarkungsfläche Karlsruhe.

Kleinsteinbach
Gemeinde Pfinztal
Wappen von Kleinsteinbach
Koordinaten: 48° 58′ 1″ N, 8° 33′ 0″ O
Höhe: 134 m
Einwohner: 2270 (Aug. 2012)
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 76327
Vorwahl: 07240

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

 
Kleinsteinbach – Bahnhof und Kirche

Von den Flüssen Bocksbach und der Pfinz durchzogen ist Kleinsteinbach umgeben von Bergen und Hängen.

An Kleinsteinbach grenzen die Ortschaften Söllingen, Mutschelbach, Stupferich und Singen.

GeschichteBearbeiten

Im Jahre 1328 wurde Kleinsteinbach erstmals urkundlich als „Niedern Steinbach“ erwähnt. Bereits im Jahr 1346 ist in den schriftlichen Aufzeichnungen von „Cleinen Steinbach“ die Rede.

Kleinsteinbach war Zubehör der Burg Remchingen und badisches – vermutlich ursprünglich weißenburgisches, dann ebersteinisches – Lehen für die Herren von Remchingen und zeitweilig für in die Ganerbschaft mit aufgenommene Verwandte. 1562 verkauften die Herren von Remchingen den Ort mit der Burg an den Markgrafen von Baden.

Im Krieg 1692 gegen Frankreich wurde Kleinsteinbach zerstört und ausgeplündert.

Bis zum 19. Jahrhundert war Kleinsteinbach ein Bauerndorf. Dies änderte sich mit dem Bau der Eisenbahn 1859. Kleinsteinbach gehörte bis 1821 zum baden-durlachischen Amt Stein, dann zum Amt Durlach, seit 1924 zu Karlsruhe.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Baugelände erschlossen, der Ort erhielt ein Kanalnetz und ein Klärwerk. Ein Wasserhochbehälter wurde gebaut. Weiterhin wurde die Grund- und Hauptschule und ein Kindergarten errichtet.

Am 1. Januar 1974 wurde Kleinsteinbach in die neue Gemeinde Pfinztal eingegliedert.[1]

VerkehrBearbeiten

Kleinsteinbach wird von der Bundesstraße 10 durchquert. Der Ort liegt außerdem an der Bahnstrecke Karlsruhe–Mühlacker. Am Haltepunkt „Kleinsteinbach“ halten die Karlsruher Stadtbahnen der Linie S5 von Pforzheim und Bietigheim-Bissingen in die Karlsruher Innenstadt und weiter nach Wörth. Mit dem Bus ist außerdem der Anschluss nach Karlsbad gewährleistet.

WirtschaftBearbeiten

Aufgrund der Lage Kleinsteinbachs als Wohngemeinde ist hier kaum Gewerbe anzutreffen. Dennoch finden sich hier die Firma Edelstahl Rosswag sowie weitere Handwerks- und Gastronomiebetriebe.

BildungBearbeiten

Wie alle Ortsteile von Pfinztal verfügt auch Kleinsteinbach über eine Grundschule und mehrere Kindergärten. Als weiteres Schulangebot findet sich in der Nähe des Bahnhofes eine evangelische Privatschule, die Aloys-Henhöfer-Schule mit Grund-, Haupt-, Werkreal-, Realschule und Gymnasium.

Kirchen und GlaubensgemeinschaftenBearbeiten

Die evangelische Thomaskirche wurde von Friedrich Weinbrenner erbaut. Die katholische Kirche in Kleinsteinbach wurde erst nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet. Außer den beiden großen Kirchen gibt es in der Nähe des Kindergartens „Unterm Regenbogen“ eine Neuapostolische Kirche.

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

Die Hagwaldhalle ist eine Mehrzweckhalle. Auch können in der Schulturnhalle kleinere sportliche Veranstaltungen stattfinden.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Bertha Benz Memorial RouteBearbeiten

Kleinsteinbach liegt an der Bertha Benz Memorial Route, die an die erste automobile Fernfahrt von 1888 erinnert, und von Mannheim über Berghausen nach Pforzheim und über Bretten wieder zurück nach Mannheim führte.

Skulpturenweg und RokycanyplatzBearbeiten

Der Pfinztaler Skulpturenweg ist seit 2001 geöffnet. Entlang des Bocksbachs stehen 23 Kunstwerke unterschiedlicher Künstler. In regelmäßigen Abständen finden organisierte Führungen statt. Das Herzstück des Skulpturenweges bildet der Rokycanyplatz in der Ochsenstraße.

WappenBearbeiten

Das Wappen von Kleinsteinbach hat seinen Ursprung im 19. Jahrhundert. Es soll durch die ehemalige Zugehörigkeit zu den Herren von Remchingen symbolisieren und führt deshalb die gekreuzten silbernen Lilienstäbe auf rotem Grund der Herren von Remchingen.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 481.

WeblinksBearbeiten