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Kleinfriesen ist ein Stadtteil von Plauen im Stadtgebiet Ost, der 1903 eingemeindet wurde.

Kleinfriesen
Stadt Plauen
Koordinaten: 50° 29′ 46″ N, 12° 10′ 37″ O
Fläche: 1,91 km²
Einwohner: 200 (31. Dez. 2002)
Bevölkerungsdichte: 105 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1903
Postleitzahl: 08529
Vorwahl: 03741
Karte
Lage von Kleinfriesen in Plauen

GeographieBearbeiten

Kleinfriesen liegt im Osten Plauens und grenzt an drei weitere Stadtteile Plauens und an zwei Ortsteile einer Gemeinde des Vogtlandkreises.

Alt Chrieschwitz Voigtsgrün
(Gemeinde Neuensalz)
  Neuensalz
(Gemeinde Neuensalz)
Reusa mit Sorga Großfriesen

Die Fläche der Ortschaft besteht zu 33,6 % aus landwirtschaftlicher Nutzfläche und zu 26,3 % aus Wald. Die restliche Fläche sind Straßen, Wohn- und Industrieflächen.[1]

Durch den Stadtteil fließt der Friesenbach.

GeschichteBearbeiten

 
Die Eisenbahnbrücke an der ehemaligen Bahnstrecke Lottengrün–Plauen

Der Ort wurde 1418 als „Winczigen Friesen“ erwähnt. Es handelte sich um einen Bauernweiler in Blockflur. Kleinfriesen gehörte bis ins 19. Jahrhundert zum Amt Plauen.[2] Der Ort bildete zusammen mit Tauschwitz, Reusa und Sorga eine Landgemeinde. Die Gemeinde gehörte später zur Amtshauptmannschaft Plauen und wurde 1903 in die Stadt Plauen eingemeindet, kurz bevor diese Großstadt wurde.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Entwicklung der Einwohnerzahl[3][4][1]:

  • 1557: 09
  • 1764: 12
  • 1834: 76
  • 1871: 65
  • 1890: 243
  • 1903: 492
  • 2002: 200

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

 
Die Autobahnbrücke über das Friesenbachtal

Durch Kleinfriesen verläuft die Bundesstraße 173. An der nordöstlichen Grenze des Stadtteils befindet sich die Anschlussstelle "Plauen-Ost" der Bundesautobahn 72.

Bis Anfang der 1970er Jahre verlief durch den Stadtteil die Bahnstrecke Lottengrün–Plauen.

Ansässige UnternehmenBearbeiten

Im Nordosten des Stadtteils befinden sich die Gewerbegebiete "Neuensalz Nord" und "Neuensalz Süd"[5]. Dort sind verschiedene Branchen angesiedelt. Unter anderem befindet sich dort die Abfüllung der Sternquell-Brauerei.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Kleinfriesen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Kleinfriesen im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Gerd Kramer: Stadtentwicklung Plauen, Seite 64–65 in: Brigitte Unger, Werner Pöllmann u. a. (Hrsg.): Der Vogtlandatlas. Regionalatlas zur Natur, Geschichte, Bevölkerung, Wirtschaft und Kultur des Sächsischen Vogtlandes. 3. Auflage. Verlag Klaus Gumnior, Chemnitz 2007, ISBN 978-3-937386-18-8
  2. Historisches Ortsverzeichnis Sachsen
  3. Einwohnerzahlen Kleinfriesens bis 1890 im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis. Abgerufen am 6. März 2013.
  4. Einwohnerzahl 1903: A. Neupert sen. (Hrsg.): Kleine Chronik der Stadt Plauen i. Vogtland von 1122 bis zum Ausgang des 19. Jahrhunderts. Kommissionsverlag Rud. Neupert jr., Plauen 1909, ISBN 978-3-929039-23-8.
  5. Informationen zu den Plauener Gewerbegebieten auf der Seite der Stadt. Abgerufen am 2. Oktober 2014.