Klaus Behling

deutscher Journalist und Sachbuchautor

Klaus Behling (* 1949 in Damgarten) ist ein deutscher Journalist und Autor. Schwerpunkt seines Wirkens sind Sachbücher über die Geschichte der DDR.

LebenBearbeiten

Behling studierte Asienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin und spezialisierte sich auf die Sprache und Kultur von Kambodscha. Von 1972 bis 1977 war er Diplomat in Laos und Kambodscha.[1] 1979 war er erneut in Kambodscha als Geschäftsträger ad interim der DDR-Vertretung.[2] Danach arbeitete er als Kulturattaché in Rumänien und ab 1987 bis 1991 beim Institut für Internationale Beziehungen in Potsdam, wo er sich bis 1991 mit der Indochina-Forschung befasste[1] und auch in der DDR-Presse publizierte.[3] Danach arbeitete er als Journalist beim Axel Springer Verlag in Berlin, unter anderem als Reporter bei der Bild-Zeitung.[4]

Seit Anfang der 2000er Jahre und vor allem nach seiner Pensionierung trat er als Buchautor in Erscheinung und veröffentlichte eine Vielzahl von Titeln vor allem zur Geschichte der DDR, insbesondere zum Staatssicherheitsdienst und zu anderen Staatsgeheimnissen. Mehrere Werke entstanden in Zusammenarbeit mit Jan Eik und anderen Mitautoren.

Werke (Auswahl)Bearbeiten

  • mit Andrea Behling: Kundschafter a. D. Das Ende der DDR-Spionage. Hohenheim Verlag, Stuttgart – Leipzig 2003, ISBN 3-89850-098-5.
  • mit Andrea Behling: Spione in Uniform. Die Alliierten Militärmissionen in Deutschland. Hohenheim Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-89850-121-3.
  • Der Nachrichtendienst der NVA: Geschichte, Aktionen und Personen. Edition Ost, Berlin 2005, ISBN 3-360-01061-2.
  • mit Jan Eik: Besondere Vorkommnisse: politische Affären und Attentate in der DDR. Das Neue Berlin 2006, ISBN 3-360-00766-2.
  • mit Jan Eik: Vertuschte Verbrechen. Kriminalität in der Stasi. Militzke Verlag, Leipzig 2007, ISBN 978-3-86189-769-9.
  • Hightech-Schmuggler im Wirtschaftskrieg. Wie die DDR das Embargo des Westens unterlief. Kai Homilius Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-89706-872-8.
  • mit Christian Behling: Berlin im Kalten Krieg: Schauplätze und Ereignisse. Kai Homilius Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-89706-901-5.
  • mit Jan Eik: Transit in den Tod Kriminalgeschichten aus der Stasi. Militzke Verlag, Leipzig 2008, ISBN 978-3-86189-807-8.
  • mit Jan Eik: Verschlusssache. Die größten Geheimnisse der DDR. Das Neue Berlin 2008, ISBN 978-3-360-01944-8.
  • mit Jan Eik: Lautloser Terror. Kriminalität in der Stasi. Militzke Verlag, Leipzig 2009, ISBN 978-3-86189-816-0.
  • „Der Letzte macht das Licht aus“. Zu Lande, zu Wasser und in der Luft – 250 Fluchtgeschichten aus der DDR. Berlin Story Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-86368-038-1.
  • mit Andreas Jüttemann: Berlin Teufelsberg: Trümmer, Truppen und Touristen. Berlin Story Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-86368-023-7.
  • Geheimnisse eines versunkenen Landes: Kurzweilige Anekdoten aus dem DDR-Zettelkasten. Bild und Heimat, 2015, ISBN 978-3-86789-594-1.
  • „Plötzlich und unerwartet“. Selbstmorde nach Wende und Einheit. Edition Berolina, Berlin 2015, ISBN 978-3-95841-004-6.
  • mit Jan Eik: Tod bei der Fahne. Edition Berolina 2012, ISBN 978-3-86789-827-0.
  • Fernsehen aus Adlershof. Das Fernsehen der DDR vom Start bis zum Sendeschluss. Edition Berolina, Berlin 2015, ISBN 978-3-95841-043-5.
  • mit Jan Eik: Attentat auf Honecker und andere Besondere Vorkommnisse. Jaron Verlag, Berlin 2017, ISBN 978-3-89773-814-0.
  • Die Kriminalgeschichte der DDR. Edition Berolina, Berlin 2017, ISBN 978-3-95841-055-8.
  • Leben in der DDR. Alles, was man wissen muss. Bild und Heimat, Berlin 2018, ISBN 978-3-95958-160-8.
  • Spur der Scheine. Wie das Vermögen der SED verschwand. Edition Berolina, Berlin 2019, ISBN 978-3-95841-102-9.
  • Die Treuhand. Wie eine Behörde ein ganzes Land abschaffte. Edition Berolina, Berlin 2015 (erweitere Neuauflage Berlin 2019, ISBN 978-3-95841-109-8).
  • Der Lustmörder aus dem Erzgebirge. Wahre Gewaltverbrechen aus Ostdeutschland. Bild und Heimat, Berlin 2019, ISBN 978-3-95958-244-5.
  • Das Grab unter der Couch. Spektakuläre Kriminalfälle in der DDR. Jaron Verlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-89773-084-7.
  • Potsdam. Damals und heute. Bild und Heimat, Berlin 2019, ISBN 978-3-95958-195-0.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Klappentext zu: Leben in der DDR. Alles, was man wissen muss. Verlag Bild und Heimat, Berlin 2018, ISBN 978-3-95958-160-8.
  2. Botschaft in Phnom Penh eröffnet. In: Berliner Zeitung. 4. April 1979, S. 5.
  3. u. a.: Auf zwiespältiger Suche nach neuen Wegen in Vietnam. In: Neues Deutschland. 5. September 1990.
    USA — Kambodscha: Gewachsener Realitätssinn führte zur Wende. In: Neues Deutschland. 29. August 1990.
  4. Der größte Raffke der Stasi. In: Bild-Zeitung. 11. Juli 2017 und etliche von Behling geschriebene Artikel dort.