Klaus-Dieter Kühbacher

deutscher Verwaltungsbeamter und Politiker, MdL, MdB, brandenburger Landesminister

Klaus-Dieter Kühbacher (* 30. Oktober 1943 in Heerlen, Niederlande) ist ein deutscher Verwaltungsbeamter und Politiker (SPD).

Leben und BerufBearbeiten

Nach der Mittleren Reife absolvierte Kühbacher seit 1960 eine Ausbildung in der Kommunalverwaltung und arbeitete anschließend im Verwaltungsdienst. Er schlug eine Beamtenlaufbahn im gehobenen Dienst ein, besuchte von 1963 bis 1966 die Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie der Technischen Universität Braunschweig und bestand dort die Diplomprüfung. 1966/67 war er als Stadtinspektor in Braunschweig tätig.

Kühbacher leistete 1967/68 Wehrdienst und war im Anschluss Reserveoffizier der Bundeswehr. Er war von 1968 bis 1974 erneut als städtischer Beamter in Braunschweig tätig und wurde dort zuletzt zum Stadtamtmann befördert. Außerdem war er von 1968 bis 1976 Dozent für Verwaltung und Sozialarbeit an der Braunschweiger Fachhochschule.

Von 1995 bis 2002 amtierte Kühbacher als Präsident der Landeszentralbank Berlin/Brandenburg. Gleichzeitig war er Mitglied im Zentralbankrat der Deutschen Bundesbank.

ParteiBearbeiten

Kühbacher ist seit 1962 Mitglied der SPD. Er war seit 1974 Vorstandsmitglied des SPD-Bezirks Braunschweig und wurde 1980 in den Landesvorstand der SPD Niedersachsen gewählt.

AbgeordneterBearbeiten

Kühbacher gehörte von 1974 bis 1976 dem niedersächsischen Landtag an und war dort Mitglied des Haushalts- und Finanzausschusses.

Bei der Bundestagswahl 1976 wurde er in den Deutschen Bundestag gewählt. Hier war er ebenfalls Mitglied des Haushalts- und Finanzausschusses. Von 1976 bis 1983 vertrat er im Parlament den Wahlkreis Braunschweig. Anschließend zog er bis zu seinem Ausscheiden aus dem Bundestag 1990 über die Landesliste der SPD Niedersachsen ins Parlament ein.

Von Oktober 1994 bis August 1995 war er Mitglied des Landtags Brandenburg.

Öffentliche ÄmterBearbeiten

Kühbacher wurde am 1. November 1990 als Finanzminister in die von Ministerpräsident Manfred Stolpe geführte Regierung des Landes Brandenburg berufen. Während seiner Amtszeit beteiligte er sich maßgeblich am Aufbau einer neuen Finanzverwaltung. Nach seiner Ernennung zum Landeszentralbankpräsidenten schied er am 11. Oktober 1995 aus der Regierung aus und wurde in seiner Funktion von Wilma Simon abgelöst.

QuellenBearbeiten

  • Barbara Simon: Abgeordnete in Niedersachsen 1946–1994. Biographisches Handbuch. Hrsg. vom Präsidenten des Niedersächsischen Landtages. Niedersächsischer Landtag, Hannover 1996, S. 219.

WeblinksBearbeiten