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Klasdorf

Ortsteil von Baruth/Mark, Landkreis Teltow-Fläming, Brandenburg

Klasdorf ist ein Ortsteil der Stadt Baruth/Mark im Landkreis Teltow-Fläming in Brandenburg, Deutschland.

Klasdorf
Koordinaten: 52° 1′ 30″ N, 13° 33′ 13″ O
Höhe: ca. 49 m ü. NN
Einwohner: 246 (24. Apr. 2014)
Eingemeindung: 31. Dezember 2001
Postleitzahl: 15837
Vorwahl: 033704
Klasdorf (Brandenburg)
Klasdorf

Lage von Klasdorf in Brandenburg

Bahnhofsgebäude Klasdorf

GeographieBearbeiten

Klasdorf liegt rund 45 Kilometer von der Südgrenze der Stadt Berlin und rund vier Kilometer südöstlich vom benachbarten Baruth entfernt im Niederungsgebiet des Baruther Urstromtals. Weitere Nachbarorte von Klasdorf und ebenfalls Ortsteile von Baruth sind (im Uhrzeigersinn, von Südwesten beginnend) Groß Ziescht, Kemlitz, Klein Ziescht, Radeland, Glashütte (Gemeindeteil von Klasdorf) sowie Mahlsdorf (Gemeindeteil von Golßen im Landkreis Dahme-Spreewald). Östlich liegt zwischen Klasdorf und Rietzneuendorf das Waldgebiet Mittelheide; nördlich die Dornswalder Heide

Klasdorf liegt an den in Nord-Süd-Richtung verlaufenden und auf diesem Teilstück dieselbe Strecke nutzenden Bundesstraßen 96 und 115 zwischen Baruth und Golßen. Wenige Kilometer weiter westlich liegen mit dem 126 m hohen Spitzenberg sowie dem 116 m hohen Bullenberg die höchsten Erhebungen in unmittelbarer Nähe zum Ort.

GeschichteBearbeiten

Das kleine Angerdorf Klasdorf wurde 1444 erstmals urkundlich erwähnt. Der Förderverein Naturpark Baruther Urstromtal geht davon aus, dass es sich dabei um eine Gründung von Nikolaus von Schlieben gehandelt haben soll.[1] 1716 entstand eine Glashütte, um 1800 ein Vorwerk, eine Windmühle sowie eine Teerschwelerei. 1841 nahm im Ort eine Ziegelei ihren Betrieb auf. Wie Baruth gehörte auch Klasdorf bis 1815 zum Königreich Sachsen und zur Baruther Herrschaft, danach zu Preußen. 1875 erhielt der Ort einen Anschluss an die neu errichtete Bahnstrecke Berlin–Dresden. Diese wurde 1906/1907 zweispurig ausgebaut. In diesem Zusammenhang rissen Handwerker das bislang vorhandene Wärterhäuschen ab und errichteten ein zweigeschossiges Bahnhofsgebäude.[2] 1912 gründete sich die Freiwillige Feuerwehr des Ortes.

Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Glashütte eingegliedert. Am 31. Dezember 2001 wurde Klasdorf zusammen mit seinem Gemeindeteil Glashütte sowie Dornswalde, Paplitz, Petkus und Schöbendorf in die Stadt Baruth eingemeindet.[3] 2019 begannen die Bauarbeiten an einem neuen Feuerwehrgebäude, das auch als Dorfgemeinschaftshaus genutzt werden kann.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Gefallenendenkmal

WeblinksBearbeiten

  Commons: Klasdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Klasdorf, Webseite des Fördervereins Naturpark Baruther Urstromtal.
  2. Bau und Bahngeschichte, Webseite des Bahnhofs Klasdorf, abgerufen am 1. Dezember 2019.
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001.
  4. Märkische Allgemeine vom 12. Mai 2014: Neues Café im Bahnhof Klasdorf