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Klappergasse (Aachen)

Innerortsstraße in Aachen
Relief Mundolph und Gundolph

Die Klappergasse ist eine kleine Straße in der Nähe des Aachener Doms, die ihren Namen durch eine alte Sage erhielt.[1] Im Jahre 805 wurde der Dom feierlich eingeweiht und Karl der Große lud neben Papst Leo III auch 365 Bischöfe ein, einen für jeden Tag des Jahres. Am Vortag der Feier waren aber nur 363 der Eingeladenen anwesend. Nun ließ Gott durch ein Wunder die Maastrichter Bischöfe Mundolph und Gundolphus auferstehen, die schon längere Zeit verstorben waren, um damit die Zahl 365 zu erreichen. Die Skelette zogen durch die Klappergasse ein und auch wieder heraus.

Am Ende der Klappergasse befindet sich das Kloster der Schwestern vom armen Kinde Jesus, an dem ein von Dries Engelen geschaffenes Relief der beiden Totengerippe angebracht ist. Dieser Haustein wurde den Aachener Bürgern im Jahre 1956 von der Stadt Maastricht geschenkt.

An der Ecke zur Straße Rennbahn steht heute das Denkmal Türelüre-Lißje des Bildhauers Hubert Löneke, am oberen Ende an der Jakobstraße befindet sich ein archäologisches Fenster[2], durch das man eine mittelalterliche Wasserrinne aus Blaustein sehen kann, die bei Tiefbauarbeiten im Jahre 2005 zufällig entdeckt wurde. Durch diese floss das Wasser der Pau, die unter anderem zur Versorgung der von den Stiftsherren des Aachener Münsterstiftes betriebenen Brudermühle diente.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Klappergasse (Aachen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten