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Das Kitāb al-Masālik wa-l-mamālik („Buch der Wege und Provinzen“; arabisch كتاب المسالك والممالك) ist ein aus der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts[1] stammendes kartographisches Werk des persisch-islamischen Geographen al-Istachrī. Das Buch beschreibt die damaligen sozio-ökonomischen, kulturellen und politischen Verhältnisse in islamischen Ländern – von Indien bis nach Afrika – und enthält 21 „schablonenhafte“[1] Karten. Inhaltlich handelt es sich um eine überarbeitete Version des (verschollenen) Werkes Ṣuwar al-Aqālīm von Abū Zaid al-Balchī.[1]

Die älteste arabische Handschrift des Buches befindet sich in der Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt (Ms. orient. A 1521), die älteste persische Abschrift in der Iranischen Nationalbibliothek in Teheran. Beide sind seit 2015 Teil des Weltdokumentenerbes in Deutschland und dem Iran.[2] Die Nominierung wurde seitens des iranischen Nationalkomitees eingereicht und mit Beteiligung der Forschungsbibliothek Gotha erarbeitet.[3]

Die Gothaer Handschrift wurde im Jahr 1807 in Kairo von Ulrich Jasper Seetzen für Ernst II. und August von Sachsen-Gotha-Altenburg erworben.[1]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Arabische Handschrift der Forschungsbibliothek Gotha zum Weltdokumentenerbe erklärt auf uni-erfurt.de
  2. Gothaer Handschrift Kitāb al-Masālik wa-‘l-mamālik nun Teil des Weltdokumentenerbes auf uni-erfurt.de
  3. Luther-Schriften und Bachs h-Moll-Messe sind Weltdokumentenerbe – Fünf deutsche Neueinträge im „Memory of the World“-Register auf unesco.de