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Kirsten Gillibrand

US-amerikanische Politikerin
Kirsten Gillibrand (2010) Unterschrift von Kirsten Gillibrand

Kirsten Elizabeth Rutnik Gillibrand [ˈkɝːstn̩ ˈdʒɪləbɹænd] (* 9. Dezember 1966 in Albany, New York) ist eine US-amerikanische Politikerin. Sie ist Mitglied der Demokratischen Partei und seit dem 27. Januar 2009 als Vertreterin des Bundesstaats New York Mitglied des Senats der Vereinigten Staaten. Zuvor gehörte sie seit dem 4. Januar 2007 als Vertreterin des 20. New Yorker Kongresswahlbezirks dem Repräsentantenhaus an.

Inhaltsverzeichnis

WerdegangBearbeiten

Nach dem Bachelor-Abschluss in Sinologie am Dartmouth College und einem Studium der Rechtswissenschaft an der University of California, Los Angeles, das sie 1991 als Juris Doctor abschloss, arbeitete sie zunächst als Law Clerk am Second Circuit Court of Appeals. Während der Präsidentschaft von Bill Clinton war sie Beraterin des Bauministers Andrew Cuomo. Anschließend war sie als Rechtsanwältin in den Kanzleien Davis Polk & Wardwell und Boies, Schiller & Flexner tätig. Zu ihren Mandanten gehörte Philip Morris USA.[1][2]

Bei den Wahlen zum 110. Kongress der Vereinigten Staaten 2006 trat sie im traditionell konservativen 20. Kongressbezirk des Bundesstaats New York, der seit 1993 von den Republikanern gehalten wurde, gegen den dreimal wiedergewählten Amtsinhaber John E. Sweeney an. Sie profitierte u. a. von Korruptionsvorwürfen gegenüber Sweeney und gewann mit 53 % der Stimmen den Sitz im Repräsentantenhaus.[3] Im November 2008 stellte sie sich zur Wiederwahl für den 111. Kongress und konnte ihren republikanischen Herausforderer Alexander Treadwell schlagen.[4] Am 23. Januar 2009 ernannte der New Yorker Gouverneur David Paterson sie vorübergehend zur Nachfolgerin von Hillary Clinton, die nach ihrer Ernennung zur Außenministerin aus dem Senat ausgeschieden war.[5] Gillibrand legte ihren Eid als Senatorin am 27. Januar 2009 ab.[6] Mit 42 Jahren war sie das jüngste Mitglied im neuen Senat. Obwohl die Amtszeit von Hillary Clinton ohne ihren Rücktritt erst im Januar 2013 geendet hätte, war Gillibrand zunächst nur bis zu einer am 2. November 2010 stattfindenden Nachwahl als Senatorin ernannt.[7] Die Nachwahl gegen Joseph J. DioGuardi gewann sie dann mit 62 % deutlich. Bei der regulären Wiederwahl gegen Wendy Long wurde sie 2012 mit einem komfortablen Stimmenanteil von 72 % bestätigt, was das beste Ergebnis in der New Yorker Geschichte darstellte.[8] Bei der Wahl 2018 wurde sie mit 67 zu 33 Prozent der Stimmen gegen die Republikanerin Chele Farley bestätigt.[9]

Gillibrand gilt als mögliche Kandidatin der Demokraten bei der Präsidentschaftswahl 2020.[10] Sie galt als eine der Führungsfiguren der MeToo-Bewegung im Herbst 2017 und erhielt so bundesweites Profil.[11]

PrivatBearbeiten

 
Kirsten Gillibrand mit ihrer Familie (2009)

Gillibrand lebt mit ihrem Ehemann Jonathan und den gemeinsamen zwei Söhnen in Brunswick; ihr Anwesen in Greenport hatten sie zuvor an Richard Stengel verkauft.[12]

ParlamentsarbeitBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Kirsten Gillibrand – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. "Smoke and Politics: Considering Senator Gillibrand’s Tobacco Past", New York Times, Apr. 9, 2009.
  2. "As New Lawyer, Senator Was Active in Tobacco’s Defense", NYTimes.com
  3. Statistics of the Congressional Election of November 7, 2006
  4. New York State Board of Elections 2008 Results
  5. [1], Pressemitteilung vom 23. Januar 2009
  6. Offizielle Webseite von Senatorin Gillibrand
  7. Welcomed in Washington, Scrutinized Back Home. In: The New York Times, 27. Januar 2009.
  8. 2012 Election Results. In: CNN.com, November 2012.
  9. New York U.S. Senate Election Results. In: The New York Times, 7. November 2018.
  10. Kirsten Gillibrand has voted against almost all of Donald Trump’s nominees. 2020, anyone? In: The Washington Post, 27. Januar 2017.
  11. Jason Zengerle: Kirsten Gillibrand, the Senator From the State of #MeToo. In: GQ, 17. April 2018.
  12. http://www.timesunion.com/business/article/Gillibrand-buys-home-outside-Troy-1009307.php
  13. Welcomed in Washington, Scrutinized Back Home The New York Times vom 27. Januar 2009