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Kirowez K-701

Schwerer russischer Allradtraktor
Kirowez
K701-bg.jpg

Kirowez K-701 im Ernteeinsatz in Bulgarien (2016)

K-701
Hersteller: Kirowwerk
Produktionszeitraum: 1975–2002
Motoren: V12-Dieselmotor JaMZ-240
Zugkraft: 54–62 kN
Länge: 7430 mm
Breite: 2880 mm
Höhe: 3530 mm
Standardbereifung: 720-665R
Höchstgeschwindigkeit: 33,7 km/h
Leergewicht: 13.400 kg
Vorgängermodell: Kirowez K-700
Nachfolgemodell: Kirowez K-744

Der Kirowez K-701 (russisch Кировец К-701) ist ein schwerer sowjetischer beziehungsweise später russischer Traktor. Das Fahrzeug mit Knicklenkung und Allradantrieb wurde vom Kirowwerk in Sankt Petersburg produziert und ersetzte den Kirowez K-700. Mit bis zu 300 PS aus mehr als 22 Litern Hubraum in der Grundversion war er der stärkste in Serie gebaute Radtraktor des gesamten Ostblocks.[1]

FahrzeuggeschichteBearbeiten

 
Kirowez K-701 aus Armeebeständen in einem Fahrzeugmuseum in Togliatti (2010)
 
Kirowez K-701 im Einsatz in Russland (2008)

Die Entwicklung des K-701 begann parallel mit der des Kirowez K-700A im Jahr 1970.[2] Optisch unterscheiden sich die Fahrzeuge nicht, lediglich ist der K-701 drei Zentimeter länger, was bei einer Gesamtlänge von 7,40 Meter jedoch nicht auffällt. Charakteristisch ist die Ausführung mit Knickgelenk und gleichgroßer Bereifung rundum. Hauptunterschied zwischen den beiden Traktoren ist, dass im K-701 ein großvolumiger Zwölfzylinder-Saugdiesel verbaut wurde. Je nach Version leistete der Motor zwischen 275 und 300 PS. Beim K-700A dagegen ist ein Achtzylinder-Diesel aus der gleichen Motorenfamilie verbaut.

Die Serienfertigung begann ebenso wie beim K-700A 1975. Bis 2002 wurden von beiden Typen insgesamt etwa 350.000 Maschinen hergestellt, davon 9500 für den Export.[2] Danach wurde das Modell zu Gunsten des Kirowez K-744 eingestellt, Hauptgründe waren veraltete Technik und schärfere Sicherheitsbestimmungen.[3]

Ab 1985 wurde ebenfalls eine modernisierte Version K-701M gebaut. Die Karosserie wurde überarbeitet, außerdem ein Achtzylinder-Diesel des Typs JaMZ-8423 verbaut. Auch dieser Motor ist mit 17.241 Kubikzentimetern äußert großvolumig, die Leistung liegt bei 246 kW (334 PS). Zudem blieb der Treibstoffverbrauch mit 64 Litern pro Betriebsstunde bei Nenndrehzahl (mehr als 500 Liter in einer Acht-Stunden-Schicht) exorbitant hoch. Die Abmessungen differieren um einige Zentimeter.[4] Verschiedene Maschinen von Kirowez übernehmen Teile des K-701M, darunter die Baumaschinen der Reihe Kirowez K-702 und auch neuere Versionen der Forstmaschinen vom Typ Kirowez K-703.

Auch die DDR erhielt ab 1977 Traktoren des Modells K-701. Allerdings blieben die Stückzahlen hinter denen der Achtzylinderversion weit zurück.[5]

Technische DatenBearbeiten

Für den Kirowez K-701.[5]

  • Motor: Zwölfzylinder-Viertakt-Dieselmotor
  • Motortyp: JaMZ-240B und JaMZ-240BM[6]
  • Leistung: 275 PS (202 kW) bzw. 300 PS (221 kW)
  • Drehmoment: 1275 Nm (bei JaMZ-240BM)[7]
  • Hubraum: 22.288 cm³
  • Bohrung: 130 mm
  • Hub: 140 mm
  • Zugkraft: mit JaMZ-240B etwa 54 kN,[8] mit JaMZ-240BM etwa 62 kN[9]
  • Tankinhalt: 2×320 l
  • Getriebe: 16 Vorwärtsgänge in vier Gruppen + 8 Rückwärtsgänge, unter Last schaltbar
  • Höchstgeschwindigkeit: 33,7 km/h
  • Hydraulikanlage: Dreipunkthydraulik hinten
  • Zapfwelle: hinten, 1000 min−1
  • Antriebsformel: 4×4

Abmessungen und Gewichte

  • Länge: 7430 mm
  • Breite: 2880 mm
  • Höhe: 3530 mm
  • Gewicht: 13.400 kg
  • Bereifung (rundum): 720-665R

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: K-701 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikibooks: Kirowez K-701 – Lern- und Lehrmaterialien