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Der Ausdruck Kirchenregion (v. lat.: regio ecclesiastica) bezeichnet eine kirchliche Verwaltungseinheit.

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Römisch-katholische KircheBearbeiten

 
Karte Übersicht über die 16 Kirchenregionen in Italien.

In der römisch-katholischen Kirche können in Ländern mit einer großen Anzahl von Kirchenprovinzen mehrere Kirchenprovinzen zu einer Kirchenregion zusammengeschlossen werden. Zu einer solchen Kirchenregion können auch Diözesen gehören, die keiner Kirchenprovinz angehören, sondern immediat, d. h. direkt dem Heiligen Stuhl unterstellt sind.

Die rechtlichen Grundlagen sind im Codex Iuris Canonici von 1983 in Can. 433 und 434 gelegt:

  • Can. 433: § 1. Wenn es zweckmäßig scheint, kann der Heilige Stuhl, zumal in Nationen mit besonders zahlreichen Teilkirchen, benachbarte Kirchen-Provinzen auf Vorschlag der Bischofskonferenz zu Kirchenregionen vereinigen. § 2. Die Kirchenregion kann zur juristischen Person erhoben werden.
  • Can. 434: Der Konvent der Bischöfe einer Kirchenregion hat die Aufgabe, die Zusammenarbeit und das gemeinsame pastorale Handeln in der Region zu fördern; die in den Canones dieses Codex der Bischofskonferenz zugeteilten Vollmachten jedoch stehen diesem Konvent nicht zu, wenn ihm nicht einige Vollmachten ausdrücklich vom Heiligen Stuhl gewährt worden sind.

Die Römisch-katholische Kirche in Italien ist vollständig in 16 Kirchenregionen mit insgesamt etwa 40 Kirchenprovinzen unterteilt.[1] Außerhalb Italiens wurden bislang (Stand 2012) keine Kirchenregionen eingerichtet.[2]

Nicht zu verwechseln sind die Kirchenregionen mit den Regionen (in der Schweiz: Bistumsregionen), in die einzelne Bistümer unterteilt sein können.

Evangelisch-lutherische KircheBearbeiten

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Kirchenregionen gibt es z.B. auch in Deutschland, siehe Diskussionsseite
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In der Propstei Kaliningrad (ehemaliges Nord-Ostpreußen) der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland werden die drei Teilbereiche mit unterschiedlicher Zahl einzelner Gemeinden, in die die Propstei unterteilt ist, als Kirchenregionen bezeichnet. Die Gemeindeglieder werden jeweils von einem zentralen Pfarramt betreut: Gussew (Gumbinnen), Kaliningrad (Königsberg) und Tschernjachowsk (Insterburg) mit Slawsk (Heinrichswalde).

LiteraturBearbeiten

  • Kirchenprovinzen und Kirchenregionen. In: Codex des Kanonischen Rechtes. 1983, Cann. 431 – 434 (vatican.va).

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Diocesi e Parrocchie. In: www.chiesacattolica.it. Conferenza Episcopale Italiana, abgerufen am 15. Januar 2019 (italienisch).
  2. Segreteria di Stato (Hrsg.): Annuario Pontificio. Libreria Editrice Vaticana, 2012.