Kießling (Rosenthal am Rennsteig)

Ortsteil von Harra

Kießling ist ein Ortsteil der Gemeinde Rosenthal am Rennsteig im Saale-Orla-Kreis in Thüringen.

Kießling
Koordinaten: 50° 24′ 25″ N, 11° 40′ 9″ O
Einwohner: 150
Eingemeindet nach: Harra
Postleitzahl: 07366
Vorwahl: 036642
Karte
Lage in der 2019 gegründeten Stadt Rosenthal am Rennsteig

GeografieBearbeiten

Der Ortsteil befindet sich an einem östlich zur Saale geneigten Hang und ist westlich mit bewaldeten Anhöhen eingerahmt. Durch den Ort verläuft der Rennsteig. An der Wegespinne bei Kießling beginnt ein 3,4 km langer Wanderweg als Naturlehrpfad, der an der Staudenwiese vorbei und durch den Sieglitzgrund führt. Kießling ist mit Harra, das unmittelbar an der Saale liegt, über eine Ortsverbindungsstraße verkehrsmäßig verbunden.

GeschichteBearbeiten

Kießling soll schon am 10. November 1181 erstmals urkundlich genannt worden sein.[1] Die Patrimonialgerichtsbarkeit über den Ort lag bis 1851 beim Rittergut Kießling.

Die Umgebung des Ortes wird bis heute land- und forstwirtschaftlich genutzt. Bis zum Dreißigjährigen Krieg und vermindert bis ins 18./19. Jahrhundert hinein wurde in der Kießlinger Flur Eisen- und Kupfererz abgebaut. In den Wäldern wurde zu diesen Zeiten Pech gewonnen, weswegen die Einwohner bis heute scherzhaft Pechkratzer genannt werden.

Die bis dahin selbständige Gemeinde wurde 1924 nach Blankenstein eingemeindet. Im Zuge der Schließung der innerdeutschen Grenze wurde der Ortsteil 1961 der Gemeinde Harra zugeschlagen. Kießling gehörte bis zur Wende zur sog. Sperrzone, sodass Auswärtigen der Aufenthalt nur nach vorheriger Genehmigung (Passierschein) gestattet war. Dies betraf auch Harraer, da Harra selbst seit 1972 nicht mehr zum Sperrgebiet gehörte.

 
Kießling, Ansicht aus Südosten

WeblinksBearbeiten

Commons: Kießling (Harra) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 141.