Kid Cudi

US-amerikanischer Rapper
Kid Cudi im September 2009

Kid Cudi (* 30. Januar 1984 in Cleveland, Ohio; bürgerlich Scott Ramon Seguro Mescudi[1]) ist ein US-amerikanischer Rapper und Schauspieler. In seiner Musik mischt er insbesondere Alternative-Rock-, Hip-Hop- und Trip-Hop-Elemente.

BiografieBearbeiten

Cudi wuchs zunächst in Cleveland auf und zog später nach New York. In Zusammenarbeit mit dem New Yorker Label 10. Deep Clothing veröffentlichte er im Juli 2008 sein erstes Mixtape A KiD Named CuDi als kostenlosen Download im Internet.[2] Als Gastmusiker wirkte der Rapper Wale mit. Durch das Werk wurde Kanye West auf Kid Cudi aufmerksam und nahm ihn bei seinem Label GOOD Music unter Vertrag.

Anfang September 2008 trat Cudi an der Seite von Travis Barker und DJ AM bei den MTV Video Music Awards auf. Auf dem im November 2008 erschienenen Album 808s & Heartbreak von Kanye West ist er als Gastrapper auf dem Titel Welcome to Heartbreak zu hören und schrieb an Paranoid und dem Top-10-Song Heartless mit.[3]

Seine Debütsingle Day ‘n’ Nite kam Anfang 2009 in den USA und in Großbritannien in die Top 5 der Charts, in Deutschland stieg der Song bis auf Platz 13. Das Debütalbum Man on the Moon: The End of Day erschien im September des gleichen Jahres. Produziert wurde das Album unter anderem von Plain Pat, Emile, Kanye West und Ratatat. Für das South Central Premium Upgrade des Videospiels Midnight Club: Los Angeles produzierte Kid Cudi gemeinsam mit Emile das Stück Switchin Lanes. Ebenfalls 2009 war er auf David Guettas Single Memories und Jay-Zs Song Already Home zu hören. Sein zweites Album Man on the Moon II: The Legend of Mr. Rager erschien am 9. November 2010.[4]

 
Kid Cudi während eines Auftritts im September 2009

Von 2009 bis 2011 spielte er die Rolle des Domingo Dean in der US-amerikanischen TV-Serie How to Make It in America.

Im Jahre 2010 gründete Kid Cudi zusammen mit dem Produzenten Dot Da Genius die Alternative-Band WZRD. Die Inspiration für den Namen der Band ist vom Lied The Wizard von Black Sabbath abzuleiten.

Am 5. Oktober erschien die Vorab-Single Just What I Am (feat. King Chip). Das Lied ist auch auf dem Album Indicud zu finden, welches am 12. April 2013 erschien. Außerdem sind Hits wie Immortal und King Wizard auf dem Album zu finden. Ende Februar 2014 brachte er sein Album Satellite Flight: The Journey to Mother Moon heraus. Im Dezember 2015 erschien sein Album Speedin’ Bullet 2 Heaven, gefolgt ein Jahr später, im Dezember 2016, von Passion, Pain & Demon Slayin’. Im Juni 2018 veröffentlichte er gemeinsam mit seinem Mentor Kanye West als Kids See Ghosts erstmals ein Kollaborationsalbum.

Er spielte unter seinem bürgerlichen Namen in verschiedenen Filmen mit. In Goodbye World spielte er die Rolle des Lev Berkowitz und den Charakter Benny im Film Need for Speed.

DiskografieBearbeiten

StudioalbenBearbeiten

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[5]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  DE   AT   CH   UK   US
2009 Man on the Moon: The End of Day DE90
(1 Wo.)DE
CH56
(2 Wo.)CH
US4
 
×2
Doppelplatin

(119 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 15. September 2009
2010 Man on the Moon II: The Legend of Mr. Rager DE64
(1 Wo.)DE
CH36
(3 Wo.)CH
US3
 
Platin

(22 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 9. November 2010
2013 Indicud DE99
(1 Wo.)DE
CH46
(1 Wo.)CH
UK32
(2 Wo.)UK
US2
 
Gold

(14 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 12. April 2013
2014 Satellite Flight: The Journey to Mother Moon UK67
(1 Wo.)UK
US4
(4 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 25. Februar 2014
2015 Speedin’ Bullet 2 Heaven US36
(1 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 4. Dezember 2015
2016 Passion, Pain & Demon Slayin’ US11
(9 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 16. Dezember 2016

MixtapesBearbeiten

  • 2008: A Kid Named Cudi
  • 2009: Dat Kid from Cleveland
  • 2010: Lost in Space
  • 2010: Cudder Is Back
  • 2010: Marijuana

SinglesBearbeiten

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[5]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  DE   AT   CH   UK   US
2008 Day ‘n’ Nite
Man on the Moon: The End of Day
DE13
(24 Wo.)DE
AT19
(31 Wo.)AT
CH18
(34 Wo.)CH
UK2
 
Platin

(22 Wo.)UK
US3
 
×5
Fünffachplatin

(27 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 5. Februar 2008
auch als Crookers Remix
2009 Make Her Say
Man on the Moon: The End of Day
DE85
(3 Wo.)DE
UK67
(2 Wo.)UK
US43
 
Platin

(15 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 9. Juni 2009
mit Kanye West & Common
2010 Pursuit of Happiness
Man on the Moon: The End of Day
DE51
 
Gold

(13 Wo.)DE
AT46
(6 Wo.)AT
CH50
(7 Wo.)CH
UK64
 
Gold

(4 Wo.)UK
US59
 
×5
Fünffachplatin

(2 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 25. Januar 2010
mit MGMT & Ratatat
Erstveröffentlichung Remix: 6. August 2012¹
Erase Me
Man on the Moon II: The Legend of Mr. Rager
AT41
(4 Wo.)AT
UK58
(2 Wo.)UK
US22
 
×2
Doppelplatin

(5 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 17. August 2010
mit Kanye West
2012 Just What I Am
Indicud
US74
 
Platin

(2 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 2. Oktober 2012
mit King Chip
2020 The Scotts
Single-Track
DE8
(8 Wo.)DE
AT5
(8 Wo.)AT
CH3
(12 Wo.)CH
UK11
(9 Wo.)UK
US1
 
Platin

(13 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 24. April 2020
mit Travis Scott
The Adventures of Moon Man & Slim Shady
Single-Track
UK44
(1 Wo.)UK
US22
(1 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 10. Juli 2020
mit Eminem

¹ Aufgrund der Veröffentlichung des Steve-Aoki-Remixes stieg im Jahr 2012 Pursuit of Happiness weltweit wieder in den Charts ein und erreichte u. a. in den französischen Charts Platz zwei.[6]

  • 2009: Up Up & Away (US:  Platin )

Chartplatzierungen als GastmusikerBearbeiten

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[5]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  DE   AT   CH   UK   US
2009 Symphonies
UN
US34
(7 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 18. Dezember 2009
Dan Black feat. Kid Cudi
2010 Memories
One Love
DE6
 
Gold

(51 Wo.)DE
AT2
 
×2
Doppelplatin

(35 Wo.)AT
CH7
(41 Wo.)CH
UK15
 
Gold

(28 Wo.)UK
US46
 
Gold

(18 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 6. Februar 2010
David Guetta feat. Kid Cudi
That Tree
More Malice
Erstveröffentlichung: 22. Februar 2010
Snoop Dogg feat. Kid Cudi
2011 All of the Lights
My Beautiful Dark Twisted Fantasy
AT68
(1 Wo.)AT
CH46
(8 Wo.)CH
UK15
(20 Wo.)UK
US18
(25 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 18. Januar 2011
Kanye West feat. Rihanna & Kid Cudi
Focused
Ambition
US97
(1 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 2011
Wale feat. Kid Cudi
2016 Father Stretch My Hands Pt. I
The Life of Pablo
UK54
(3 Wo.)UK
US37
 
×2
Doppelplatin

(23 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 7. Juni 2016
Kanye West feat. Kid Cudi

Weitere ChartplatzierungenBearbeiten

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[5]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  DE   AT   CH   UK   US
2010 Marijuana
Man on the Moon II: The Legend of Mr. Rager
US54
 
Gold

(1 Wo.)US
Mr. Rager
Man on the Moon II: The Legend of Mr. Rager
US77
(1 Wo.)US
Scott Mescudi vs. the World
Man on the Moon II: The Legend of Mr. Rager
US92
(1 Wo.)US

Auszeichnungen für MusikverkäufeBearbeiten

Goldene Schallplatte

  • Australien  Australien
    • 2009: für die Single Day ‘n’ Nite
    • 2020: für die Single The Scotts
  • Belgien  Belgien
    • 2009: für die Single Day ‘n’ Nite
    • 2012: für die Single Pursuit of Happiness
  • Danemark  Dänemark
    • 2010: für die Single Memories
  • Frankreich  Frankreich
    • 2010: für die Single Memories
  • Italien  Italien
    • 2019: für die Single Pursuit of Happiness
  • Neuseeland  Neuseeland
    • 2020: für die Single The Scotts
  • Polen  Polen
    • 2020: für die Single The Scotts

Platin-Schallplatte

  • Australien  Australien
    • 2013: für die Single Pursuit of Happiness
  • Belgien  Belgien
    • 2012: für die Single Memories
  • Italien  Italien
    • 2012: für die Single Memories

2× Platin-Schallplatte

Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.

Land/Region   Gold   Platin Ver­käu­fe Quel­len
Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnungen, Verkäufe, Quellen)
  Australien (ARIA)   2× Gold2   3× Platin3 280.000 aria.com.au
  Belgien (BEA)   2× Gold2   Platin1 60.000 ultratop.be
  Dänemark (IFPI)   Gold1 0! P 15.000 ifpi.dk
  Deutschland (BVMI)   2× Gold2 0! P 300.000 musikindustrie.de
  Frankreich (SNEP)   Gold1 0! P 150.000 snepmusique.com
  Italien (FIMI)   Gold1   Platin1 55.000 fimi.it
  Neuseeland (RMNZ)   Gold1 0! P 15.000 nztop40.co.nz
  Österreich (IFPI) 0! G   2× Platin2 60.000 ifpi.at
  Polen (ZPAV)   Gold1 0! P 10.000 bestsellery.zpav.pl
  Schweden (IFPI) 0! G   2× Platin2 80.000 sverigetopplistan.se
  Vereinigte Staaten (RIAA)   3× Gold3   22× Platin22 23.500.000 riaa.com
  Vereinigtes Königreich (BPI)   2× Gold2   Platin1 1.400.000 bpi.co.uk
Insgesamt   16× Gold16   32× Platin32

WeblinksBearbeiten

Commons: Kid Cudi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. kidcudi.com – Offizielle Website (Memento vom 3. Juni 2010 im Internet Archive)
  2. 10.Deep Presents: Kid Cudi – “A KiD Named CuDi Mixtape” In: 10deep.com
  3. urb.com: Kid Cudi Speaks on 808s & Heartbreak (Memento vom 7. Oktober 2008 im Internet Archive)
  4. „Kid Cudi: Neuer Albumtitel, neue Details“ In: hiphop.de, 21. April 2010
  5. a b c d Chartquellen: DE AT CH UK US
  6. lescharts.com – Kid Cudi feat. MGMT & Ratatat – Pursuit Of Happiness