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Kenny Loggins

US-amerikanischer Sänger, Gitarrist und Songwriter
Kenny Loggins (2008)

Kenneth Clark „Kenny“ Loggins (* 7. Januar 1948 in Everett, Washington) ist ein US-amerikanischer Sänger, Gitarrist und Songwriter.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Kenny Loggins ist in Everett, Washington, geboren und als der jüngste von drei Brüdern aufgewachsen. Aufgrund des väterlichen Berufes zog die Familie mehrfach um, von Washington nach Detroit und zurück und schließlich nach Alhambra, einem Vorort von Los Angeles. Loggins besuchte die in der Nähe von Alhambra gelegene katholische San Gabriel Mission High School, wo er vor allem in Sport und Musik seine Begabungen fand. Die Grundzüge des Singens lernte er von seinem mittleren Bruder Dan und später das Gitarre spielen. Auf der Highschool spielte er bei vielen Schulaufführungen sowie bei organisierten Talentshows mit.

Kenny Loggins ist zweifach geschieden und hat aus erster Ehe drei und aus zweiter Ehe zwei Kinder.[1]

KarriereBearbeiten

 
Kenny Loggins während eines Konzerts

Loggins begann seine musikalische Karriere in den frühen 1970er Jahren. Gemeinsam mit Sänger und Songwriter Jim Messina, der Loggins ursprünglich als Solokünstler unterstützen wollte, trat er bis 1976 als Duo namens Loggins and Messina auf. Ihre Alben erhielten in den Vereinigten Staaten zweimal Gold und fünfmal Platin und in vielen anderen Ländern weltweit weitere Auszeichnungen. Bekannteste gemeinsame Hits waren Danny’s Song und Your Mama Don’t Dance.

1977 veröffentlichte Loggins sein erstes Soloalbum Celebrate Me Home mit seinem ersten großen Hit I Believe in Love. Ein Jahr später erschien Nightwatch, auf dem er unter anderem ein Duett mit Stevie Nicks, der Sängerin von Fleetwood Mac, sang, den Top-10-Hit Whenever I Call You „Friend“. Auch das 1979 erschienene Album Keep the Fire war aufgrund der Hits This Is It, einem Duett mit Michael McDonald, dem damaligen Sänger der Doobie Brothers, und des Titelsongs sehr erfolgreich. Alle drei Alben erhielten in den USA und einigen weiteren Staaten Platin. Im Anschluss an die Keep-the-Fire-Tour erschien Loggins’ erste Liveplatte Kenny Loggins Alive. 1980 gewann er außerdem einen Grammy für das gemeinsam mit Michael McDonald produzierte What a Fool Believes als besten Song.

In den 1980er Jahren machte Loggins vor allem durch mehrere Soundtracks zu Kinofilmen auf sich aufmerksam. Zu Wahnsinn ohne Handicap (Caddyshack) steuerte er 1980 das Lied I’m Alright bei. Footloose, für das Loggins eine Oscar-Nominierung erhielt, wurde sein größter Hit und machte ihn weltweit bekannt. Meet Me Halfway aus Over the Top wurde ein ebenso populärer Hit, wie Danger Zone und Playing with the Boys aus Top Gun. 1982 erschien mit Welcome to Heartlight einer seiner bekanntesten Titel. 1985 war er als Mitglied von USA for Africa an der Entstehung der Single We Are the World beteiligt.

Die in dieser Zeit veröffentlichten Alben standen stets im Schatten der von ihm produzierten Soundtracks, weshalb er sich zu Beginn der 1990er Jahre wieder mehr auf die Arbeit an eigenen Alben konzentrierte. Leap of Faith von 1991 wurde vor allem durch den Song Conviction of the Heart bekannt, den der damalige amerikanische Vizepräsident Al Gore als „inoffizielle Hymne der Umwelt-Bewegung“ benannte. 1995 trat Loggins in der National Mall in Washington D.C. auf und spielte dort live vor mehr als 500.000 Menschen.

1994 brachte Loggins das Album Return to Pooh Corner heraus, das unter anderem die Single House at Pooh Corner enthielt, eine Neuauflage seines Hits von 1969. Für dieses Album wurde er für den Grammy in der Kategorie Bestes Kinderalbum nominiert. Sein Lied Forever wurde ebenfalls ein international beachtetes Stück, das später sogar in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Für sein Greatest-Hits-Album Yesterday, Today, Tomorrow (1997) schrieb er auch neue Lieder, so unter anderem For the First Time, das für den Film Tage wie dieser … verwendet wurde und Loggins eine weitere Oscar-Nominierung einbrachte. Zudem veröffentlichte er im selben Jahr das Album Unimaginable Life und ein gleichnamiges Buch, in dem er mit seiner Frau aus dem gemeinsamen Leben erzählt. 2000 kam Loggins’ zweites Kinderalbum More Songs from Pooh Corner heraus. Zwei Jahre später folgte ein weiteres Best-of-Album (The Essential) und 2003 das Studioalbum It’s About Time.

Im Sommer 2005 gab es nach 30 Jahren wieder Loggins & Messina on Stage. Die Reuniontour durch 44 Städte der USA war ausverkauft und ein großer Erfolg. Eine DVD sowie eine CD, aufgenommen bei einem Konzert in Loggins’ Heimatstadt Santa Barbara, spiegeln die wieder vorhandene Spielfreude der beiden Musiker wider.

2007 erschien unter dem Independent-Label 180 Music / Target das aktuelle Album How About Now. Es enthält neben dem Uptempo-Titeltrack auch eine neu eingespielte Soloversion des Loggins-&-Messina-Hits A Love Song. Ein weiteres Highlight ist das von Richard Marx mitgeschriebene und co-produzierte Lied I’ll Remember Your Name, das zugleich das Erkennungslied für die von Marx im Namen seines Vaters gegründete Stiftung für Musik und Schulen ist. In Anlehnung an die im Lied beschriebene Vater-Sohn-Beziehung wird Loggins zudem bei den Background-Vocals von seinem Sohn Crosby unterstützt.

Kenny Loggins ist einer der Hauptcharaktere der zehnteiligen Videoserie Yacht Rock, die sich um Smooth Rock der 1980er Jahre von Künstlern wie z. B. Toto, Hall & Oates, Steely Dan, Michael Jackson, Michael McDonald dreht.

2010 gründete er zusammen mit den Songschreibern Gary Burr und Georgia Middleman das Country-Trio Blue Sky Riders.[2]

DiskografieBearbeiten

AlbenBearbeiten

Jahr Titel Charts[3][4][5] Anmerkungen
Vereinigte Staaten  US
1977 Celebrate Me Home
27
 Platin

(33 Wo.)
1978 Nightwatch
7
 Platin

(31 Wo.)
1980 Keep the Fire
16
 Platin

(43 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1979
Kenny Loggins Alive
11
 Gold

(31 Wo.)
Live-Doppelalbum
1982 High Adventure
13
 Gold

(44 Wo.)
1985 Vox Humana
41
 Gold

(31 Wo.)
1988 Back to Avalon
69
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1987
1991 Leap of Faith
71
 Gold

(58 Wo.)
1993 Outside: From the Redwoods
60
 Gold

(13 Wo.)
Live aufgenommen am 23. Juni 1993
in Santa Cruz, Kalifornien
1994 Return to Pooh Corner
65
 Platin

(42 Wo.)
1997 The Unimaginable Life
107
(7 Wo.)
1998 December
148
(6 Wo.)
Weihnachtsalbum

Weitere Alben

  • 1980: The Robert W. Morgan Special of the Week (Promo)
  • 2000: More Songs from Pooh Corner
  • 2003: It’s About Time
  • 2007: How About Now

KompilationenBearbeiten

Jahr Titel Charts[3][5][4] Anmerkungen
Vereinigte Staaten  US
1997 Yesterday, Today, Tomorrow:
The Greatest Hits of Kenny Loggins
39
 Platin

(33 Wo.)

Weitere Kompilationen

  • 1998: Conviction of the Heart and Other Hits
  • 2002: The Essential (2 CDs)
  • 2007: Celebrate Me Home / Nightwatch (2 CDs)

SinglesBearbeiten

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[3][5] Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Schweiz  CH Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US
1977 I Believe in Love
Celebrate Me Home
300! 300! 300! 300! 66
(11 Wo.)
1978 Whenever I Call You „Friend“
Nightwatch
300! 300! 300! 300! 5
(20 Wo.)
Easy Driver
Nightwatch
300! 300! 300! 300! 60
(8 Wo.)
1979 This Is It
Keep the Fire
300! 300! 300! 300! 11
(23 Wo.)
1980 Keep the Fire
Keep the Fire
300! 300! 300! 300! 36
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1972
I’m Alright
Kenny Loggins Alive
300! 300! 300! 300! 7
(22 Wo.)
vom Soundtrack des Films Wahnsinn ohne Handicap
1982 Don’t Fight It
High Adventure
300! 300! 300! 300! 17
(12 Wo.)
Heart to Heart
High Adventure
300! 300! 300! 300! 15
(17 Wo.)
1983 Welcome to Heartlight
High Adventure
300! 300! 300! 300! 24
(14 Wo.)
1984 Footloose
Footloose (O.S.T.)
4
(21 Wo.)
8
(8 Wo.)
4
(13 Wo.)
6
 Platin

(10 Wo.)
1
 Platin

(23 Wo.)
vom Soundtrack des Films Footloose
I’m Free (Heaven Helps the Man)
Footloose (O.S.T.)
300! 300! 300! 300! 22
(14 Wo.)
vom Soundtrack des Films Footloose
1985 Vox Humana
Vox Humana
300! 300! 300! 300! 29
(10 Wo.)
Forever
Vox Humana
300! 300! 300! 300! 40
(22 Wo.)
I’ll Be There
Vox Humana
300! 300! 300! 300! 88
(2 Wo.)
1986 Danger Zone
Top Gun (O.S.T.)
12
(10 Wo.)
300! 6
(9 Wo.)
45
 Silber

(11 Wo.)
2
(21 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1985
vom Soundtrack des Films Top Gun
Playing with the Boys
Top Gun (O.S.T.)
300! 300! 300! 300! 60
(12 Wo.)
vom Soundtrack des Films Top Gun
1987 Meet Me Half Way
Over the Top (O.S.T.)
300! 300! 300! 300! 11
(25 Wo.)
vom Soundtrack des Films Over the Top
1988 Nobody’s Fool
Back to Avalon
300! 300! 300! 300! 8
(18 Wo.)
vom Soundtrack des Films Caddyshack II
I’m Gonna Miss You
Back to Avalon
300! 300! 300! 300! 82
(5 Wo.)
1989 Tell Her
Back to Avalon
300! 300! 300! 300! 76
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1986
1991 Conviction of the Heart
Outside: From the Redwoods
300! 300! 300! 300! 67
(12 Wo.)

Weitere Singles

  • 1977: Celebrate Me Home
  • 1977: Lady Luck
  • 1981: Amitié et amour (mit Jeane Manson)
  • 1987: Chain Lightning
  • 1989: Be Bop a Lula
  • 1994: Leap of Faith
  • 1995: Two Different Worlds
  • 1996: For the First Time
  • 1998: Just Breathe
  • 2000: The Tigger Movie
  • 2003: It’s About Time (mit Michael McDonald)
  • 2004: I Miss Us

Beteiligungen an SoundtracksBearbeiten

VideoalbenBearbeiten

  • 1981: Kenny Loggins Alive (VHS)
  • 1992: Live from the Grand Canyon
  • 1993: Outside: From the Redwoods
  • 1996: Return to Pooh Corner: The Concert Video
  • 1997: Alive! (Laserdisc)
  • 2008: Legends & Lyrics, Vol. 2 (DVD)
  • 2017: Kenny Loggins & Friends: Live on Soundstage (CD + DVD; Aufnahme WTTW Chicago, August 2016)

Auszeichnungen für MusikverkäufeBearbeiten

Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.

Land/Region   Silber   Gold   Platin Verkäufe Quellen
Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten (RIAA) 0! S 5 6 8.500.000 riaa.com
Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich (BPI) 1 0! G 1 800.000 bpi.co.uk
Insgesamt 1 5 7

QuellenBearbeiten

  1. Robert Johnson: Music notes: Don’t sell Kenny Loggins short. In: mySA, mysanantonio.com. The San Antonio Express-News, 27. August 2010, abgerufen am 28. Mai 2015 (englisch).
  2. CMN: Kenny Loggins gründet Blue Sky Riders Country-Band. Abgerufen am 21. Mai 2010.
  3. a b c Chartquellen: Singles US1 US2
  4. a b The Billboard Albums von Joel Whitburn, 6th Edition, Record Research 2006, ISBN 0-89820-166-7.
  5. a b c Gold-/Platin-Datenbanken: UK US

WeblinksBearbeiten

  Commons: Kenny Loggins – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien