Kelbra (Kyffhäuser)

Stadt in Sachsen-Anhalt
(Weitergeleitet von Kelbra)

Kelbra (Kyffhäuser) ist eine Landstadt in der Verbandsgemeinde Goldene Aue im Landkreis Mansfeld-Südharz, dort aus dem ehemaligen Kreis Sangerhausen, im thüringisch geprägten Teil Sachsen-Anhalts.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Landstadt Kelbra (Kyffhäuser)
Kelbra (Kyffhäuser)
Deutschlandkarte, Position der Landstadt Kelbra (Kyffhäuser) hervorgehoben

Koordinaten: 51° 26′ N, 11° 2′ O

Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Mansfeld-Südharz
Verbandsgemeinde: Goldene Aue
Höhe: 157 m ü. NHN
Fläche: 40,55 km2
Einwohner: 3335 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 82 Einwohner je km2
Postleitzahl: 06537
Vorwahl: 034651
Kfz-Kennzeichen: MSH, EIL, HET, ML, SGH
Gemeindeschlüssel: 15 0 87 250
Adresse der
Landstadtverwaltung:
Lange Straße 8
06537 Kelbra (Kyffhäuser)
Website: www.kelbra.de
Bürgermeister: Lothar Bornkessel
Lage der Landstadt Kelbra (Kyffhäuser) im Landkreis Mansfeld-Südharz
SalzlandkreisLandkreis HarzSaalekreisThüringenSachsen-AnhaltGerbstedtAllstedtSeegebiet Mansfelder LandSüdharzAhlsdorfBenndorfBlankenheimBornstedtHelbraHergisdorfKlostermansfeldWimmelburgLutherstadt EislebenHettstedtMansfeldSangerhausenSangerhausenBerga (Kyffhäuser)Brücken-HackpfüffelEderslebenKelbraWallhausenArnsteinKarte
Über dieses Bild
Blick von der Rothenburg auf Kelbra
Blick vom Kyffhäuser auf Kelbra

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Kelbra liegt rechts (südlich) der Helme, am westlichen Teil des Nordhangs des Kyffhäusergebirges in der Goldenen Aue, direkt an der Bundesstraße 85 (Bier- und Burgenstraße).[Anm 1] In unmittelbarer Nähe südlich und westlich der Stadt kommen die Landkreise Mansfeld-Südharz mit dem Kyffhäuserkreis und etwa 3,5 km westlich der Stadt auch mit dem Landkreis Nordhausen zusammen.

NachbargemeindenBearbeiten

Umgebende Ortschaften sind im Norden Berga (Kyffhäuser) (mit gemeinsamer Grenze) und das nach Kelbra eingemeindete Thürungen, im Nordosten Roßla (gemeinsame Grenze) im Osten die eingemeindeten Ortschaften Sittendorf und Tilleda. Im Süden befindet sich das Dorf Steinthaleben, (gemeinsame Grenze im Süden und Südosten), zu welchem große Teile des Kyffhäusergebirges, einschließlich der südöstlich direkt über der Stadt befindlichen Rothenburg gehören. Auch die etwas weiter östlich oberhalb Sittendorfs und Tilledas befindliche Reichsburg Kyffhausen mit dem Kyffhäuserdenkmal befinden ich innerhalb dieses Gemeindegebietes. Die nächsten Ortschaften im Südosten sind die etwas weiter entfernten Orte Udersleben und die Stadt Bad Frankenhausen, welche sich auf der anderen Seite des Kyffhäusergebirges befinden, zu welchen es keine gemeinsame Grenze gibt. Im Südwesten liegt Badra, wieder mit gemeinsamer Gemeindegrenze. Im Westen das Europadorf Auleben (mit gemeinsamer Grenze) und die zu Badra gehörende Numburg, im Nordwesten befindet sich als nächste Ortschaft Görsbach, zu welcher es wieder keine gemeinsame Grenze gibt, dazwischen haben Auleben und Berga ihre gemeiname Grenze

StadtgliederungBearbeiten

Zu Kelbra gehören heute die Ortsteile Sittendorf, Thürungen und Tilleda. Altendorf, einst ein westlich direkt an der ehemaligen Stadtmauer befindliches unabhängiges Dorf wurde bereits im 19. Jahrhundert eingemeindet und ist Teil des unmittelbaren Stadtgebietes. Zum äußeren Gebiet der Stadt gehören auch die nicht mehr existierenden Wüstungen Ramderode (am Hernsgenberg zwischen Kelbra und Roßla gelegen), Lindeschu und Nauritz (letztere beiden am Siechengraben zwischen Kelbra und Sittendorf), Topfstedt (unmittelbar südlich Bergas an der Thyra gelegen), Hirschbach (nördlich von Tilleda) und Steden (östlich von Tilleda an der Kleinen Helme oder Wolweda gelegen)

TourismusBearbeiten

Durch ihre Lage an der Talsperre Kelbra und ihrer Nähe zum Kyffhäuser ist die Stadt ein Touristenzentrum geworden, leidet aber auch unter dem starken Ausflugsverkehr, da der vor allem für Motorradfahrer sehr attraktive Kyffhäuseranstieg hier beginnt. Bis 2009 wurden hier auch regelmäßig Autorennen durchgeführt (Kyffhäuser-Rennstrecke).

Stausee

Der Stausee der Talsperre Kelbra mit den westlich anschließenden, renaturierten Sumpfgebieten steht seit dem Jahr 1978 als international bedeutsames Rückzugsgebiet für Vögel unter Schutz der Ramsar-Konvention[2] (Ramsar Konventionsgebiet 176). Gleichzeitig aber ist es eines der wichtigsten Touristenziele in den Sommermonaten. An der Südküste des Sees befinden sich drei mit Sand aufgeschüttete Strandbäder: für FKK, als Textilstrand, und als Textilstrand im Campingplatz; alle mit gutem Service, Gaststätte, Rettungsdienst und Liegewiese. Auch gibt es einen großen Campingplatz mit eigenem Strandbad. Darüber hinaus ist ein Bootshafen für Segel,- und Ruderboote mit zugehöriger Anlegestelle, Wartungshalle und Bootsverleih vorhanden. Motorboote sind verboten und nur für den Rettungsdienst in Betrieb. Daneben dient der Stausee gleichzeitig dem Hochwasserschutz die dichtbesiedelte mittlere und untere Goldenen Aue sowie als Wasserspeicher für trockene Jahre für Landwirtschaft und um ökologischen Mindestabfluss zu garantieren.

Kyffhäuser, Goldene Aue und Umland

In der Nähe Kelbras liegen auch die Höhlensysteme der Barbarossahöhle, der Heimkehle und der noch nicht begehbaren Numburghöhle. Ebenso das Kyffhäuserdenkmal und die alte Reichsburg Kyffhausen mit dem tiefsten Brunnen Deutschlands von 176 m Tiefe. Des Weiteren die direkt über der Stadt befindliche Rothenburg, die in näheren Umgebung befindlichen Städte Bad Frankenhausen mit Bauernkriegspanorama, Hausmannsturm, Schloss mit Regionalmuseum und vor allem der schiefen Oberkirche; die Historische Europastadt Stolberg mit dem Schloss der ehemaligen Grafschaft Stolberg; ebenso Sondershausen mit dem Schloss der Grafschaft Schwarzburg-Sondershausen, Sangerhausen mit seinem Europa-Rosarium, Heringen mit seinem Schloss der Grafschaft Hohnstein - Heringen und die ehemalige Reichsstadt Nordhausen. Auch sehenswert sind das Europadorf Auleben, die Pfalz Tilleda, und vor allem die vielen gut erhaltenen Fachwerkdörfern rings um das Kyffhäusergebirge und in der Goldenen Aue, welche man zu Fuß oder mit dem Fahrrad entdecken kann.

Kelbra ist auch ein guter Ausgangsort für Ausflüge in den Harz. und in das naheliegende südliche Harzvorland (Südharzer Karstlandschaft, Naturpark Südharz, Südharzer Zechsteingürtel) und zur den anderen in der Nähe befindlichen kleineren Mittelgebirgen Windleite, Hainleite, Schmücke, Hohe Schrecke und Finne.

Naturpark Kyffhäuser

Die unmittelbar südlich an die Stadt angrenzenden, naturnahen Mischwälder des Naturpark Kyffhäuser laden zum Wandern ein, wie auch die im und unmittelbar am Naturpark gelegenen alten Streuobstwiesen mit Äpfel, Birnen, Zwetschgen und vor allem Kirschen. Sie sind besonders im Frühjahr in der Kirschblütenzeit, aber auch im Sommer zur Zeit der Kirschernte sehr attraktiv. Man findet sie sowohl in Kelbra und in den unmittelbarer Nachbarschaft befindlichen Dörfern von Tilleda, Sittendorf (beide östlich), Steinthaleben (südlich), Badra (südwestlich), Auleben und Hamma (beide westlich gelegen).

Das nördlich angrenzende inmitten der Goldenen Aue befindliche Dorf Thürungen war und ist Zentrum des Gemüseanbaus, dank fruchtbarster Aueböden und jahrhundertelanger Erfahrungen seiner Bewohner.

Von den Bergen des Kyffhäusergebirges hat man einen weiten Blick Richtung Norden über die Goldene Aue zum Harz, oder Richtung Süden über die Diamantene Aue zur Hainleite, Schmücke und Hohe Schrecke. Vom Fernsehturm Kulpenberg aus kann man über die Hainleite hinweg den Großen Inselsberg im Thüringer Wald sehen. Nach Westen hin geht das Kyffhäusergebirge fließend über die Numburger Berge in die ebenso bewaldete Windleite über.

Geopark KyffhäuserBearbeiten

Um das Kyffhäusergebirge wurde auch im Jahr 2005 der Geopark Kyffhäuser mit etwa 833 km² Ausdehnung gegründet, zu welchem auch die Stadt Kelbra gehört, welches sowohl den Naturpark, als auch die Naturschutzgebiete einschließt.

Naturschutzgebiete
 
Bodennutzungsarten: grün= Wald, grüngelb = Streuobstwiesen; braungrún: = Trockenrasen auf Kalkstein; orange = Gärten; rosa = Ortschaften; rot = Touristische Schwerpunkte; rot umrandet:= zusammengefasste Schutzgebiete (NSG, FFH- und Vogelschutzgebiete)

Ganz in der Nähe befinden sich die Naturschutzgebiete Rothenburg[3] und Schlossberg- Solwiesen[4], seit 2004 zusammengeschlossen zum Natura 2000 Flora und Fauna Habitat (FFH-) Gebiet Kyffhäuser-Badraer Schweiz-Solwiesen (BfN ID 4632-302, WDPA-ID 555519959, DE4632302 und 33,28 km² Größe),[5] welches sich in 4 Teile gliedert: (a) der gesamte Norden des Kyffhäusergebirges zwischen dem Wolwedatal bei Tilleda bis zu den Altendorfer Klippen bei Kelbra, einschließlich des gesamten Kyffhäuserbergs, Rothenburgbergs und der Altendorfer Klippen; (b) dem Zechsteinkalk- und Gipsgebieten im Süden und Westen des Kyffhäusergebirges zwischen Ichstedt (Ichstedter Lehde), Udersleben, Bad Frankenhausen, Rottleben und Steinthaleben, einschließlich der Eller bei Badra (c) die Numburger Berge und (d) die Solwiesen in der Aueniederung zwischen der Numburg und Auleben, einschließlich der Numburger Bucht des Stausees Kelbra, letzteres bildet einen Teil des oben genannten Ramsar-Gebiets 176. Alles zusammen bildet das Vogelschutzgebiet Kyffhäuser- Badraer Schweiz- Helmestausee (DE4531-403) und Helmestausee Berga- Kelbra (DE4531-401) mit einer Gesamtfläche von von 4565 ha (siehe rotumrandete Gebiete der nebenliegende Karte).[6][7]

DialektBearbeiten

In Kelbra wird (wurde) „Gallewersch“ (Kelbraerisch) oder „Uhlnderfsch“ (Altendorfsch) gesprochen, eine eigene Variante des Nordthüringischen Dialekts, welcher auch in den unmittelbaren Nachbarorten in der mittleren Goldenen Aue und um den „Kipphieser“ (Kyffhäusergebirge) gesprochen wird (wurde), leider ist der Originaldialekt durch ständige Geringschätzung in den Schulen und der Öffentlichkeit (die Sprache der "Ungebildeten") mit den bereits herangewachsenen Generationen verlorengegangen. Es gibt keine Lobby um den Dialekt zu fördern und zu erhalten. Die Arbeitsstelle für Thüringische Dialektforschung der FSU Jena hat seit 2006 ihre Arbeit am Thüringischen Wörterbuch eingestellt. Auch fehlt eine gute Veröffentlichung und Bekanntmachung dieser Arbeit, damit interessierte Bürger Zugang zu dieser Information haben. Es wird zu wenig getan für die Thüringer Dialektforschung[8]. Die Zeit drängt. Mit den kommenden Generationen wird unser Dialekt für immer verschwunden sein.

GeschichteBearbeiten

AnfängeBearbeiten

Kelbra wurde 1093 erstmals urkundlich erwähnt als Chelvera. Es befand sich im zentral- südlichen Teil des alten thüringischen Helmegaus.

Im 11. Jahrhundert gelangten Teile des Helmerieds an das Erzbistum Mainz und an das Kloster Fulda. Das Kloster Walkenried erwarb um 1144 das Gebiet um Görsbach. Später meliorierten die Mönche mit den angesiedelten Flamen das Land zwischen Görsbach und Kelbra und weiter abwärts. Sie waren erfahren und brachten aus ihrer Heimat Geld, Vieh und Nutzpflanzen mit. Trotz der Entwässerung gab es immer wieder Wasserprobleme. So war die Goldene Aue ein einziger See am 8. und 9. Februar 1946. Das Wasser stand von Heringen bis nach Ritteburg und in das Thyratal. Die vergangenen Hochwasserstände sind in dem südlichen Widerlager der Mühltalgrabenbrücke in Kelbra eingemeißelt worden. Der höchste Wasserstand war 1881 und 1946 mit über 4 Metern.[9]

Rothenburger (1101–1223) und Beichlinger (1223–1348)Bearbeiten

Im Jahre 1103[10] oder 1101 erbten die später nach der Rothenburg benannten Grafen dieselbige Burg und weite Besitzungen in der Goldenen Aue, so auch Kelbra. Im Jahre 1223 verstarb Graf Cristian von der Rothenburg kinderlos und vererbte Burg und Besitz an die Grafen von Beichlingen.[11] Graf Friedrich von Beichlingen stiftete im Jahre 1251 das Zisterzienserinnenkloster Kelbra, welches dem Heiligen Georg geweiht wurde, so auch die bis heute bestehende Stadtkirche, welche einst Teil dieses Kloster war. In dieser Zeit entstand auch der Arnswaldtische Rittersitz. Auf Bitten des Grafen Friedrich von Beichlingen erhob Bischof Peter von Mainz am 31. Juli 1308 die Wenzelskirche zu Kelbra wieder zur Pfarrkirche. Diese Kirche stand einst am Seigertor, ungefähr am Standort der heutigen Bäckerei Kautzleben. Man nimmt an, dass sie die erste Kirche der Stadt Kelbra war.[12]

Hohnsteiner (1348–1413)Bearbeiten

Um das Jahr 1348 verkauften die Grafen Heinrich II. und Gerhard III. von Rothenburg den größten Teil ihrer Grafschaft, so auch Kelbra, an die Grafen von Hohnstein. Das Stadtrecht wurde Kelbra, bereits im Besitz der Hohnsteiner, im Jahre 1351 verliehen. Die Hohnsteiner Grafen bewohnten nicht mehr die Rothenburg, sondern bereits das Schloss Kelbra (Wasserschloss) oder den Storkeyer Hof. Kelbra war bis 1413 Sitz der Linie Hohnstein–Kelbra.

Stolberger, Schwarzburger und Wettiner (1413–1806)Bearbeiten

Dem Grafen Heinrich von Hohnstein wurde, nach der Beendigung des Fleglerkrieges und der Heldrunger Fehde am 8. Januar 1413, von den Landgrafen Friedrich IV., Wilhelm II. und Friedrich d. J. von Thüringen die Schlösser und Städte Heldrungen und Wiehe überlassen. Im Gegenzug dafür hatte er seine Ansprüche auf Kelbra, Harzgerode, Güntersberge, Hoym, Ballenstedt und Sandersleben abzutreten. Die Wettiner, die aufgrund ihrer Stärke bereits im 14. Jahrhundert eine entscheidende Machtposition in der Goldenen Aue errungen hatten, bauten jedoch in Kelbra keine eigene Verwaltung auf, sondern versetzten die an der Peripherie ihrer eigenen Besitzungen gelegene Stadt nebst Schloss und Zubehör an zuverlässig erscheinende Pfandnehmer. Sie glaubten, diese in den Grafen von Schwarzburg und zu Stolberg gefunden zu haben.

Am, oder unmittelbar vor dem 3. August 1413, erfolgte zunächst für drei Jahre die pfandweise Überlassung von „sloß Kelbra, hus unde stadt mit dorffern, ackern“ und allem Zubehör für 12.500 Rheinischer Gulden und 160 Mark Erfurter Silberwährung an die Brüder Heinrich und Botho zu Stolberg. Nach Ablauf der Dreijahresfrist erneuerten die Landgrafen von Thüringen am 6. Februar 1417 die Verpfändung von Schloss und Stadt Kelbra nebst Zubehör. Pfandnehmer waren diesmal Graf Botho zu Stolberg und Graf Heinrich von Wernigerode. Als Zeitraum wurden sechs Jahre festgelegt und im Vertragstext die Klausel aufgenommen, dass im Kriegsfall die Grafen den Wettinern Beistand leisten sollen. Aufgrund einer Schuld der Grafen Botho zu Stolberg und Heinrich von Wernigerode in Höhe von 973-lötigen Mark Silber Erfurter Währung, die ihnen ihr Oheim Graf Heinrich von Schwarzburg abnahm, sagten sie ihm am 6. Dezember 1418 zu, die Hälfte der Pfandsumme zu überlassen, falls die Wettiner die Stadt und das Amt Kelbra einlösen würden. Die Wettiner waren in den darauffolgenden Jahren nicht an einer solchen Einlösung interessiert. Daher ersuchten die beiden Grafen zu Stolberg und von Schwarzburg die Herzöge Friedrich und Sigismund von Sachsen, ihnen Kelbra als Gesamtlehen zu überlassen. Der daraufhin ausgestellte Lehnsbrief datiert auf den 19. September 1428.

Herzog Wilhelm von Sachsen belehnte am 23. März 1461 Metze, die Gemahlin seines Geheimen Rates Graf Heinrich zu Stolberg, mit dem halben Schloss Kelbra als Leibgedinge. 1478 überließ der Stolberger Graf diese Hälfte als Pfand dem Amtmann Ritter Hans Knauth.

So waren die Städte und Ämter Kelbra und Heringen von 1413 bis 1806 praktisch in gemeinschaftlichem Besitz der Grafen und späteren Fürsten von Schwarzburg und der Grafen zu Stolberg, standen aber unter der Oberhoheit der Wettiner. Nach der Leipziger Teilung im Jahre 1485 kam es unter deren Linie der Albertiner und somit ab 1547–1806 zum Kurfürstentum Sachsen. Auch die Pfandnehmer: beim Haus Schwarzburg war es von 1560 bis 1598 die Linie Schwarzburg-Frankenhausen, ab 1598 bis 1806 die Linie Schwarzburg-Rudolstadt Unterherrschaft Frankenhausen. Bei der Teilung der Grafschaft Stolberg in Stolberg- Stolberg und Stolberg Rossla am 19. Juli 1706 kamen beide Ämter auch je zur Hälfte zur Linie Stolberg- Roßla.

Napoleonische Zeit (1806–1815)Bearbeiten

Mit der Schaffung des Rheinbund im Jahre 1806, dem Königreich Westphalen (1807) und der Schaffung des Königreich Sachsen (1806), dank eines Bündnisses des Kurfürstentums Sachsen mit Napoleon lag Kelbra im Rheinbund und unter der Kontrolle Napoleons. Auf den historischen Karten aus dieser Zeit ist ersichtlich, das Kelbra weder im Königreich Westphalen, noch im Königreich Sachsen lag, aber ganz in ihrer Nähe und innerhalb des Rheinbundes, an welche sich spätestens im Jahre 1808 auch Schwarzburg und Stolberg angeschlossen hatten.

Preußische Provinz Sachsen (1815–1945)Bearbeiten

Nach dem Sieg über Napoleon erfolgte der Wiener Kongress (1814–15), wo die großen Siegerstaaten sich reichlich mit Territorien selbstbedienten. Preußen annektierte nicht nur weite Gebiete des Königreiches Sachsen, sondern auch bis dahin auch selbstständige Städte, geistliche Territorien und Kleinstaaten Thüringens, Hessens und des Rheinlandes; hier im Gebiet der Goldenen Aue die Grafschaft Stolberg, die freie Reichsstadt Nordhausen und die bisher unter gemeinschaftlicher Schwarzburger und Stolberger Herrschaft stehenden Ämter Heringen und Kelbra. Sämtliche ehemals Sächsischen- und Thüringischen Annexionen wurden in der neu entstandenen preußischen Provinz Sachsen zusammengefasst. Beide Ämter gemeinsam mit der gesamten Grafschaft Stolberg und somit auch die Stadt Kelbra kamen an den Regierungsbezirk Merseburg und dort an den Landkreis Sangerhausen (Provinz Sachsen), während die Grafschaft Schwarzburg für den Verlust beider Ämter von Preußen eine Abfindung erhielt.

Erster Weltkrieg (1914–18)Bearbeiten

Im Ersten Weltkrieg kamen 121 Männer aus Kelbra ums Leben.[13]

Der Bau und die Fertigstellung der Kyffhäuser Kleinbahn fiel genau in die Zeit des 1. Weltkrieges. 1913 wurde die Kyffhäuser Kleinbahn AG gegründet. Im Frühjahr 1914 kurz vor Ausbruch der Krieges begann man mit dem Bau der Stracke. In regulären Betrieb, auf der gesamten Strecke zwischen Berga und Artern, ging sie ab dem 21. Dezember 1916. Durch diese Strecke wurde die Stadt Kelbra direkt ans Eisenbahnnetz angeschlossen. Am 5. Juni 1966 wurde der Betrieb wegen des allgemeinen schlechten Zustands des Gleisbettes eingestellt ,[14] welcher den Sturz einer Lokomotive von der Brücke des Mühlgrabens der Helme bei Kelbra verursacht hatte. Das Gleisbett war nicht aus Schotter errichtet worden, sondern bestand größtenteils aus Kies. Dieser kam hauptsächlich aus der Hackpfüffeler Heide, welche sich direkt an der Strecke befand und diese dadurch kostengünstiger zu Errichten war.

Zweiter Weltkrieg (1939–1945)Bearbeiten

Seit Herbst 1944 wurde der Saal der Gaststätte „Zur Sängerhalle“ als Gefangenenlager genutzt. Ungarische SS-Soldaten bewachten die Häftlinge. Diese mussten in der alten Brauerei arbeiten. Dort befand sich eine Außenstelle des KZ Mittelbau-Dora. Bei den Bombenangriffen auf Kelbra im April 1945 wurden auch viele der Häftlinge getötet. Anfang April wurden die Häftlinge auf einen Marsch geschickt. Sie wurden erst bei Ludwigslust befreit. Das Lager in der alten Brauerei wurde Anfang April 1945 in Brand gesetzt und danach von der Bevölkerung geplündert.

Am 11. April trafen 14 US-Bomben Kelbra. Sie richteten beträchtliche Gebäudeschäden an. 12 Menschen starben, darunter 10 Ausländer.[15]

Am 12. April 1945 rückten amerikanischen Panzer in Kelbra ein. Sie kamen aus Richtung Badra / Sondershausen. An einigen Fenstern hingen weiße Bettlaken. Lediglich der damalige Bürgermeister Rudolf Haake wollte noch kämpfen. Er schoss mit einer Pistole aus seinem Arbeitszimmer im Rathaus auf die Soldaten und verletzte dabei zwei Amerikaner. Danach erschoss er sich offenbar selbst.

Mit dem Herannahen der amerikanischen Truppen wurden Sprenglöcher in den Brücken vorbereitet, im Hopfental wurde eine Straßensperre aus alten Pflügen errichtet. Die Zentrale des Volkssturmes befand sich im Ratskeller, wo auch Waffen und Panzerfäuste lagerten.

Anfang Juli 1945 übernahmen sowjetische Truppen das Kommando.

Sowjetische Besatzung und DDR Zeit (1945–1990)Bearbeiten

Im Jahr 1962–1966 wurde die Staumauer des Kelbraer Stausees errichtet, 1966 eingeweiht und erstmals geflutet. Parallel dazu wurden die Touristischen Anlagen gebaut, wie das Strandbad, Zeltplatz und Bootshafen. Vor der Errichtung wurden die Bewohner der Domäne der Numburg evakuiert, und die Häuser nördlich der Strasse nach Auleben, welche vom See überschwemmt werden würden, noch vor der Überflutung dem Erdboden gleich gemacht. Ebenso wurden die Stromleitungen, welche durch das Überflutungsgebiet führten umgeleitet. Im selben Jahr der Einweihung 1966 wurde die Kyffhäuser Kleinbahn eingestellt.

EingemeindungenBearbeiten

Bereits gegen Ende des 19. Jahrhundert wurde das direkt vor der Stadtmauer befindliche Altendorf eingemeindet. 1972 kam Thürungen dazu, 1974 folgte Sittendorf.[16]

Am 1. Juli 2009 wurde die bis dahin eigenständige 7 km entfernte Gemeinde Tilleda (Kyffhäuser) ebenfalls nach Kelbra eingemeindet.[17]

BrauchtumBearbeiten

Jedes Jahr am letzten Oktoberwochenende wird in Kelbra in der Breitenstrasse die Kirmes gefeiert, Es kommen Karussells, Schiess- und Losbuden. Manchmal auch das Riesenrad aus Uftrungen und das Kasperle- Theater war auch schon da. Nachts wird dann In der Schänke gross gefeiert, mit Musik und Tanz; dann am letzten Kirmestag (Montag) gehen schwarz bemalte Männer mit einer Musikkapelle duch die Stadt und lassen den "Erbesbär" tanzen, einmit Erbsenstroh umwickelten Mann... Abends wird dann im grossen Saal der Schänke in feucht fröhlicher Runde die Kirmes begraben.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat von Kelbra hat derzeit 15 Mitglieder (2014: 14), die nach der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 wie folgt verteilt sind (mit Vergleichszahlen der vorigen Wahl):[18]

Partei / Liste Stimmenanteil Sitze Sitze 2014
SPD 28,2 % 4 4
FDP 13,0 % 2 1
CDU 10,2 % 2 3
Die Linke 08,4 % 1 1
Freie Wählergemeinschaft Kelbra 22,6 % 4 2
Bürgerinitiative Sport und Schule Kelbra 08,6 % 1 1
Einzelbewerber*in/fraktionslos 09,0 % 1 2

BürgermeisterBearbeiten

  • Bruno Thiem (1823–1913), war zehn Jahre Bürgermeister Kelbras.
  • Im September 2010 wurde Lothar Bornkessel im zweiten Wahlgang mit 54,6 % der gültigen Stimmen als Nachfolger von Reinhard Teschke zum Bürgermeister gewählt.[19] Er wurde bei der Bürgermeisterwahl am 4. September 2017 mit 75,6 Prozent der gültigen Stimmen wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 67,1 Prozent.[20]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Rot auf gewölbten grünen Schildfuß ein silbernes Kalb.“

Die Farben der Gemeinde sind abgeleitet vom Wappen Weiß-Rot.

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Partnerstädte von Kelbra sind Bad Salzdetfurth in Niedersachsen, Frampton Cotterell in der englischen Grafschaft South Gloucestershire und Raduň (Bezirk Opava) in Tschechien.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Bauwerke und DenkmälerBearbeiten

  • Das Rathaus in seiner jetzigen Form wurde im Jahr 1777 errichtet. Der nördliche Anbau stammt aus der Renaissancezeit. Eine Sanierung erfolgte 2003 und 2004.
  • Im ältesten Haus Kelbras ist das Heimatmuseum untergebracht.
  • Teile der ehemaligen Burg sind im Norden der Stadt erhalten: der Bergfried mit Palasruine aus dem 12. Jahrhundert. Außerdem finden sich hier Reste der Ringmauer, einer mittelalterlichen Stadtumwallung. Hier residierten die Grafen von Hohnstein-Kelbra.
  • In der Thomas-Müntzer-Straße sind Reste des Zisterzienserinnenklosters erhalten. Das Kloster wurde 1251 vom Grafen von Beichlingen gestiftet und 1525 zerstört.
  • Die Stadtkirche St. Georgii ist eine ehemalige Klosterkirche, die 1607 weitgehend neu erbaut wurde. Ihre älteste Teile stammen aus der Zeit der Klostergründung im 13. Jahrhundert. Als Baumaterial wurde Kyffhäusersandstein verwendet.
  • Die Kirche St. Martini im Ortsteil Altendorf wurde vermutlich im 11. Jahrhundert als romanische Wehrkirche erbaut. Ein Umbau erfolgte 1357. Auch hier wurde Kyffhäusersandstein verwendet, der Giebel des Schiffes zeigt Fachwerk.
  • Ein traufenständiges Haus mit zwei vorkragenden Fachwerk-Obergeschossen an der Thomas-Müntzer-Straße beherbergt die Schmidtsche Stiftung. Die Stiftung diente der Unterbringung und Betreuung armer Kinder.
  • Die Gebäude der ehemaligen alten Brauerei Kelbra, Jochstraße 13, mit dem restaurierten Schornstein aus dem jahre 1869 sind ein Beispiel für Gewerbearchitektur der Gründerzeit. Hier wurde bis 1926/27 das Kelbraer Bier und das Kyffhäuser Pilsner gebraut. In den Kellern arbeitet zwischen 1943 und 1945 die in der Gaststätte „Sängerhalle“ inhaftierten Häftlinge des Außenlagers Kelbra des KZ Mittelbau-Dora.
  • Grabstätte auf dem Ortsfriedhof für eine namentlich bekannte Polin und ihr zweijähriges Kleinkind, die während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppt und Opfer von Zwangsarbeit wurden
  • Das große Otto Hermann Denkmal (Baujahr 1909) besteht aus versteinerten Holz und befindet sich im Kirchtal; ein kleineres Denkmal aus versteinerten Holz steht gegenüber dem Hotel Kaiserhof und ist Eduard Joch gewidmet.

NaturdenkmälerBearbeiten

Klosterlinde

Die „Tausenjährige“ Linde (in der Denkmalliste als „Kirchenlinde“ bezeichnet) steht im Kirchhof der St. Georgii-Kirche, dem ehemaligen Klosterhof des Zistersienserinnen-Klosters. Schon bei der Stiftung des Klosters im Jahr 1251 wurde sie als "Alte Linde" erwähnt und in die Anlage mit integriert. Beim „Grossen Brand“ von 1607 hat die Linde sehr gelitten, letztendlich aber überlebt. 1988 brach durch Eislast ein dicker Ast vom Baum ab. Die als Naturdenkmal (ND0032SGH) ausgewiesene Sommerlinde ist mindestens 750 Jahre alt, aber vermutlich noch deutlich älter.[21]

GalerieBearbeiten

VerkehrBearbeiten

In Berga befindet sich auch der Bahnhof Berga-Kelbra an der Bahnstrecke Halle–Kassel von wo aus es regelmäßige Züge nach Halle (Saale) und Kassel verkehren, d.h es bestehen auch gute Verbindungen zur den nahen Kreisstädten Nordhausen und Sangerhausen.Dazu kommt auch der öffentliche Busverkehr zu den wichtigsten Zügen zwischen Kelbra und dem Bahnhof in Berga. Auch gibt es den den öffentlichen Busverkehr zur etwa 20 km entfernten Kreisstadt Sangerhausen, welche ebenso über die oben genannten Bahnstrecke zu erreichen ist.

Früher (vor 1990) gab es vielseitigere und regelmäßigere Busverbindungen: quer über den Harz nach Wernigerode, Halberstadt, und Quedlinburg und auch in die Gegenrichtung über das Kyffhäusergebirge nach Bad Frankenhausen, und weiter über Weißensee und Straußfurt bis nach Erfurt. Auch gab es noch lange Zeit nach der Wende die Busverbindung nach Mühlhausen und Eisenach, beide über Sondershausen und ab 1966 nach dem Ende der ehemaligen Kyffhäuser Kleinbahn als Ersatz errichtete regelmäßige Busverkehr zur ehemaligen Kreisstadt Artern, welche die Dörfer am Nordhang des Kyffhäusergebirges miteinander verband und an das Eisenbahnnetz anschloss. All diese Verbindungen wurden im Laufe der Jahre nach und nach eingestellt; der Service des öffentlichen Nahverkehrs und somit die Mobilität der örtlichen Bevölkerung ist somit in den Jahren nach der Wende immer mehr eingeschränkt worden.

Mit dem Auto erreicht man die Stadt sowohl von Osten (Leipzig, Halle (Saale), Sangerhausen), als auch Westen (Kassel, Göttingen, Nordhausen) über die Bundesautobahn 38, in den Abfahrten in Berga (Rosperwenda) und Roßla (Dittichenrode); von Süden (Weimar, Erfurt) über die oben genannte B 85 (Bier- und Burgenstraße), und auch über die nummerlose Steinthalebener Straße; von Norden über dem Harz kommend über die Landesstraße L236 Breitenstein - Rottleberode - Berga; von Südwesten (Eisenach, Mühlhausen, Eschwege) über die Landesstraße L1040/L234 Sondershausen - Kelbra. und von Osten (Sangerhausen und Artern) über die Landesstraße L220 Edersleben -Tilleda- Kelbra.

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Kelbra (Kyffhäuser) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

AnmerkungenBearbeiten

  1. Die genauen Koordinaten für den Rathausturm sind (WGS 84): 51°26´08,68"N, 11°02´28,57"E; oder auch die UTM-Koordinaten 5700.257 N und 641.882 E in der Zone 32 U-.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31. Dezember 2019 (PDF) (Fortschreibung) (Hilfe dazu).
  2. Helmestausee Berga-Kelbra(Ramsar Konventionsgebiet 176), auf rsis.ramsar.org
  3. Rothenburgm auf protectedplanet.net
  4. Schloßberg - Solwiesen, auf protectedplanet.net
  5. Kyffhäuser - Badraer Schweiz - Solwiesen in Germany. Abgerufen am 8. Juni 2020., auf protectedplanet.net
  6. Schutzgebiete in Deutschland. In: Geodienst. Bundesamt für Naturschutz, 2015, abgerufen am 16. September 2020.
  7. Dr. Rudolf Manderbach: Deutschlands Natur. www.deutschlands-natur.de, 2020, abgerufen am 16. September 2020.
  8. Stefan Hantzschmann: Expertin: Zu wenig Forschung zu Thüringer Dialekten- Interview mit Sprachforscherin Almut König. Hrsg.: Südthüringer Zeitung. 20. August 2018.
  9. Heinz Noack: Geschichten aus der Goldenen Aue Sutton Verlag 99094 Erfurt, 2009, ISBN 978-3-86680-428-9, S. 11.
  10. Geschichte Kelbras: das 12. Jahrhundert, auf kelbra.de
  11. Geschichte Kelbras: das 13. Jahrhundert, auf kelbra.de
  12. Geschichte Kelbras: das 14. Jahrhundert, auf kelbra.de
  13. Geschichte Kelbras: das 20. Jahrhundert, auf kelbra.de
  14. Geschichte der Kyffhäuser-Kleinbahn
  15. Thilo Ziegler: Unterm Hakenkreuz. Ein Abriss zur Geschichte des Kreises Sangerhausen von 1933 bis 1945. Sondershausen, Starke-Druck, 2004. S. 231 f
  16. Sittendorf. Abgerufen am 8. Juni 2020., auf kelbra.de
  17. StBA: Gebietsänderungen vom 02. Januar bis 31. Dezember 2009
  18. Wahlergebnis der Wahl zum Stadtrat Kelbra (Kyffhäuser) am 26. Mai 2019 (Goldene Aue Kurier, Ausgabe 6/2019), abgerufen am 17. Oktober 2020
  19. Stadt Kelbra (Kyffhäuser) – Landkreis Mansfeld-Südharz, auf stala.sachsen-anhalt.de
  20. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt: Bürgermeisterwahl 2017 in Kelbra
  21. „Linde an der St. Georgii-Kirche in Kelbra“ im Baumregister bei www.baumkunde.de
  22. Christine Stadel: Mansfeld - Südharz Das Handbuch der (fast) unbekannten Gelehrten Citydruck und Verlag GmbH Erfurt, S. 68
  23. Christine Stadel: Mansfeld - Südharz Das Handbuch der (fast) unbekannten Gelehrten Citydruck und Verlag GmbH Erfurt, S. 167