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Die Keiō-Universität (jap. 慶應義塾大学 Keiō gijuku daigaku) ist eine Elite-Privatuniversität in Japan.

Keio University
慶應義塾大学
Logo
Motto Die Schreibfeder ist stärker als das Schwert
Gründung 1858[1]
Trägerschaft privat
Ort Tokyo, Japan
Präsident Akira Haseyama[1]
Studierende 33.530 (Mai 2017)[2]
Mitarbeiter 2.273 (1. Mai 2017)[3]
davon Professoren 808 (1. Mai 2017)[3]
Netzwerke IAU[4]
Website www.keio.ac.jp
Der Eingang der Keiō-Universität
(Alter Mita-Campus)
Keiō-Universitätsbibliothek entworfen von Sone Tatsuzō
(Alter Mita-Campus)

BeschreibungBearbeiten

Die Keiō-Universität wurde 1858 von Fukuzawa Yukichi als Rangaku-juku – Schule für westliche Studien gegründet –, gab sich 1868 (Jahr 4 der Keiō-Ära nach japanischer Zeitrechnung) ihren heutigen Namen Keiō Gijuku (慶應義塾, dt. „durch Spenden finanzierte allgemeine Schule Keiō“), richtete 1890 ihre erste Hochschulfakultät ein und wirbt für sich als älteste Hochschule Japans.

Die Keiō-Universität wetteifert mit der Waseda-Universität um den Platz der bedeutendsten Privatuniversität Japans. Der Besuch einer dieser prestigeträchtigen Schulen ist, anders als bei den staatlichen Elite-Universitäten wie der Universität Tokio und der Universität Kyōto, nicht unabdingbar an die schwerste Aufnahmeprüfung des Landes geknüpft. Umgangssprachlich werden die männlichen Studierenden manchmal als „Keiō-Boys“ bezeichnet.

Heute hat die Keiō-Universität neun Fakultäten: Literatur, Wirtschaftswissenschaft, Jura, Handelswissenschaft, Medizin, Technologie, Policy Management, Environment and Information Studies, Nursing and Medical Care. Zudem ist die Universität seit 1996 asiatische Hostorganisation des World Wide Web Consortiums. Insgesamt studieren an der Keiō-Universität 28.112 Studenten (Stand 2004).

Die Universität verteilt sich auf sieben Standorte:

Keiō Gijuku betreibt neben der Universität auch noch Grundschulen, Mittelschulen und Oberschulen.

Berühmte AbsolventenBearbeiten

Die Keiō-Universität hat mit über 320'000 Alumni auch eine Vielzahl berühmter Absolventen. Darunter sind beispielsweise drei ehemalige Ministerpräsidenten Japans, nämlich Junichiro Koizumi (2001–2006), Ryūtarō Hashimoto (1996–1998) und Tsuyoshi Inukai (1931–1932). Weiter gibt es weit über 200 ehemalige Absolventen, welche CEOs von großen nationalen und internationalen Unternehmungen sind wie beispielsweise Akio Toyoda (CEO von Toyota), Taizo Nishimuro (CEO Tokyo Stock Exchange) oder Yuzaburo Mogi (CEO Kikkoman). Damit hat die Universität die landesweite Spitzenposition von Absolventen in solchen Führungspositionen inne.

Berühmte ProfessorenBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Preserving Traditions While Continuing to Evolve. Office of the President. In: www.keio.ac.jp. Keio University, abgerufen am 3. August 2019 (englisch).
  2. Facts & Figures 2018. (pdf) In: www.keio.ac.jp. Keio University, S. 5, abgerufen am 3. August 2019 (englisch).
  3. a b Facts & Figures 2018. (pdf) In: www.keio.ac.jp. Keio University, S. 6, abgerufen am 3. August 2019 (englisch).
  4. List of IAU Members. In: iau-aiu.net. International Association of Universities, abgerufen am 3. August 2019 (englisch).